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    Land „füttert“ Rai Südtirol

    Die RAI-GehälterWährend Südtirol Heute „nur“ 1,5 Millionen Euro vom Land bekommt, erhielt Rai Südtirol 2015 über 15 Millionen Euro.

    Das Land Südtirol stellt der Rai und dem ORF jährlich öffentliche Mittel zur Verfügung. Genauere Zahlen nannte jetzt Landeshauptmann Arno Kompatscher auf eine diesbezügliche Anfrage des Abgeordneten Walter Blaas von den Freiheitlichen.

    Während der ORF bzw. die Nachrichtensendung Südtirol Heute vom Land Südtirol seit geraumer Zeit mit einem jährlichen konstanten Betrag von rund 1,5 Millionen Euro gefördert wird, betrugen die Fördergelder für die RAI im Jahr 2014 etwas mehr als 10,3 Millionen Euro und im Jahr 2015 sogar über 15,3 Millionen Euro.

    Landeshauptmann Arno Kompatscher gibt in der Beantwortung der Anfrage als Grundlage für die RAI-Finanzierung das so genannte Mailänder Abkommen an. Demzufolge würden die obigen Fördergelder von den 100 Millionen Euro des Abkommens abgezogen werden.

    Die Durchführung und die Vergütung würden dann nach Auskunft des Landeshauptmannes mit der am 23. Dezember 2015 zwischen dem Ministerratspräsidium, der Rai Com AG und dem Land Südtirol ausgehandelten Vereinbarung geregelt werden.

    In Bezug auf diese Ausbezahlung der Fördergelder für die Rai beanstandet der Abgeordnete Walter Blaas, dass das Land nicht wisse, wie die Rai die Millionen ausgebe und ob sie auch effektiv der Rai in Südtirol zu Gute kommen.

    „Diesen Umstand finde ich äußerst bedenklich. Obwohl der Landeshauptmann in seiner Beantwortung selbst angibt, dass die Rai einen Bericht und eine entsprechende Abschlussrechnung vorlegen muss, gibt er auf der anderen Seite zu, dass eine detaillierte Aufstellung über den Einsatz der Geldmittel bei den ladinischen und deutschen Redaktionen leider nicht möglich ist“, bemängelt Blaas.

    „Für mich heißt dies, dass das Land keine Ahnung hat, was mit den 25,6 Millionen Euro passiert ist. Da ist dringend mehr Transparenz notwendig. Nicht nur die Allgemeinheit hat ein Recht zu erfahren, wie die Rai in Rom mit dem Steuergeld der Südtiroler umgeht, auch die Journalisten der lokalen RAI wüssten liebend gerne, wie die Fördergelder vom Rai-Unternehmen schlussendlich eingesetzt werden“, sagt der Obmann der Freiheitlichen Walter Blaas.

    Abgesehen von den direkten Förderungen zu Gunsten der öffentlichen Rundfunkanstalten RAI und ORF, unterstützt das Land durch seine Ämter auch verschiedene Sendungen in der Programmauswahl von Rai Südtirol.

    Mit anderen Worten: Viele Sendungen von Rai Südtirol sind bezahlte, also PR-Sendungen.

    In den Jahren 2014, 2015 und 2016 wurden dafür insgesamt 645.000 Euro ausbezahlt. Von den Landesämtern hat das Ressort Gesundheit, Sport, Soziales und Arbeit mit 272.000 Euro am meisten ausgegeben, danach folgen das ladinische Kultur- und Bildungsressort mit rund 100.000 Euro und das Amt für Kabinettsangelegenheiten mit mehr als 81.000 Euro.

    Für die Förderung von privaten Fernsehanstalten hat die Autonome Provinz Bozen im Jahr 2017 1,5 Millionen zur Verfügung gestellt.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (10)

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    • reinhold

      Wieder verschwinden Millionen unserer Steuergelder ohne daß man weiß wofür und wohin..
      Dafür bekommt die SVP dann aber sicher eine wohlwollende Berichterstattung.
      Zum Beispiel wird nicht über die vielen Skandale und teueren Fehler berichtet:

      – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
      – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
      – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
      – der SEL Skandal (Millionengrab)
      – der Flughafen (Millionengrab)
      – der SafetyPark (Millionengrab)
      – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
      – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
      – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
      – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
      – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
      – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
      – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
      – der Technologiepark (Millionengrab)
      – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
      – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
      – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
      – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
      – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
      – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
      – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
      – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
      – der SE Hydropower Skandal
      – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
      – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
      – der Wanzen-Affären Skandal
      – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
      – der Toponomastik Skandal
      – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
      – die vielen Bürgermeister-Skandale
      – der Treuhandgesellschaften Skandal
      – der Sonderfonds Skandal
      – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
      – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
      – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
      – die Behinderung der Direkten Demokratie
      – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
      – der WOBI Skandal
      – der Kaufleute-Aktiv Skandal
      – der Ausverkauf der Heimat
      – der allgegenwärtige Postenschacher
      – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
      – der Egartner Skandal
      – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
      – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
      – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
      – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
      – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
      – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
      – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
      – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
      – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
      – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
      – ESF Gelder Skandal
      – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
      – gebrochenes Versprechen GIS
      – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
      – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
      – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
      – Wahllüge „Vollautonomie“
      – Brennercom Skandal
      – Stiftung Vital Skandal
      – Forellen-Skandal (Millionengrab)
      – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
      – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
      – Manipulationen beim Autonomiekonvent
      – SAD Skandal (Millionengrab)
      – Zustimmung zur Verfassungsreform
      – uvm.

    • das Geld wurde unter anderem verwendet, um 3 oder 4 (!!!!!)
      Rai-Fritzen nach Rio zu schicken, um jeden Tag 40 Sekunden von dort zu berichten.

    • yannis

      >>>Mit anderen Worten: Viele Sendungen von Rai Südtirol sind bezahlte, also PR-Sendungen.<<<

      Kann auch mit den anderen Worten gesagt werden:

      "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe"

    • vogel

      Ich bin der Meinung, die bekommen bereits mehr als genug Geld. Man sollte dieser geschützten Werkstatt eher die Gelder kürzen. Verkaufen kann man sie ja nicht, da müsste man wohl dafür bezahlen, damit sie jemand nimmt.
      Aber es ist ja so, die SVP gibt viel Geld (unseres) und im Gegenzug kommen die SVP Fritzen dann ständig zu Wort und die Interviews sind mit reichlich Weichspüler versetzt und das Blaue vom Himmel ist allgegenwärtig.

    • franz

      Die Rai ist nichts anderes wie ein PD – Partei Sender von Renz, das System ähnelt an Erdogan .
      Journalisten bzw. Sendungen die zu regierungskritisch sind werden entlassen, bzw. abgesetzt.
      Und dafür muss der Bürger auch noch diese Rai Gebühr bezahlen.
      Demokratie sieht anders aus.

    • morgenstern

      Als Steuerzahler erlaube ich mir den SVPD Propagandasender zu bewerten: 00 (Doppelnull)

    • guyfawkes

      Der Vergleich mit ORF/Südtirol heute hinkt hinten und vorne:
      Erstens ist das (TV-)Programm von Rai Südtirol viel umfangreicher und zweitens kommt noch ein durchaus erfolgreicher öffentlicher Radiosender dazu.

    • walther987

      Wenn schon sooooo viel Geld in die RAI fließt wäre es auch gerecht wenn die Bürger über die Qualität abstimmen könnten, denn wenn die RAI etwas gut kann, dann sich selbst loben

    • itler

      Und dazu kommen noch die 20 Mio € die wir Südtiroler pro Jahr an Fernsehgebühren zahlen!

    • perikles

      @Reinhold gäääääähhhhhhhnnnnn

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