Du befindest dich hier: Home » Südtirol » „Moderne Sklaverei“

    „Moderne Sklaverei“

    07-arzt_DW_NRW_Dortmun_2613158 Medizin-Studenten und Jungärzte attackieren LRin Martha Stocker und Thomas Schael und erklären, warum sie nicht nach Südtirol zurückkehren (können).

    Elisa Reiterer sagt: „Es reicht!“

    Die Meranerin steht kurz vor dem Abschluss ihres Medizinstudiums in Innsbruck.

    In einem offenen Brief attackieren Elisa Reiterer und 157 Medizin-Studenten und Ärzte die Verantwortlichen der Südtiroler Sanität frontal.

    Sie werfen Landesrätin Martha Stocker und Generaldirektor Thomas Schael schwere Versäumnisse und jahrelange Untätigkeit vor.

    Die Arbeitsbedingungen seien katastrophal, das medizinische Niveau in Südtirol sei gesunken.

    Ein Beispiel:

    Es sei in keinem Südtiroler Krankenhaus möglich, eine Facharztausbildung für das Studium in Österreich zu machen.

    Der Protestbrief im Wortlaut:

    „Sehr geehrter Herr Dr. Schael, sehr geehrte Frau Landesrätin Stocker,

    Es war lange nicht der angemessene Ton für Ärzte, sich direkt in die Belange der Landespolitik einzumischen. Die Generation meiner Eltern, die während der Ärzteschwemme promovierte, war froh um einen Arbeitsplatz. Sie und Ihre Vorgänger wussten in den letzten Jahren, Jahrzehnten, um die Fehler im Gesundheitssystem, um den Nachwuchsmangel, um die Zweisprachigkeitsproblematik – und trotzdem wurde die tickende Zeitbombe immer an den nächsten weitergegeben, denn irgendjemand wird’s schon richten.

    Dieser Irgendjemand war schlussendlich nie jemand aus der Politik, sondern immer die Angestellten ebenselbigen Systems, um es aufrechtzuerhalten – dem Patienten zuliebe.

    Warum wird so lange mit einem kränkelnden, röchelnden System weitergewurschtelt, bis man um eine Notstandsverordnung nicht mehr herumkommt? Warum versucht man nicht, dem eigentlichen Problem auf den Grund zu gehen?

    Wissen Sie, wir würden alle gerne zurückkommen. Wir haben Familie hier, wir lieben die wahnsinnige Schönheit Südtirols, die uns überall sonst fehlen würde – aber die Steine, die uns in den Weg gelegt werden, grenzen mittlerweile an ein Gebirge.

    schaelSeit 2009 werden im ärztlichen Kollektivvertrag die von der EU schon seit viel längerer Zeit vorgeschriebene wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden und die täglichen Ruhepausen geregelt. Die Abweichung von besagter täglicher Ausgleichsruhezeit sollte nur in Notfällen möglich sein – dies entspricht leider nicht der Realität.

    Es mag sein, dass die neue Regelung große organisatorische Probleme mit sich gebracht hat, jedoch hatten die Verantwortlichen nun 8 Jahre Zeit, um sich mit selbiger Problematik auseinanderzusetzen – trotzdem wird beinahe gleich wie vorher weitergewurschtelt. Der einzige wirkliche Lösungsansatz war das Anwerben von mehr Ärzten, der von bescheidenem Erfolg gekrönt war.

    Wenn nun das Land wirbt, warum kommt niemand? Dies lag in den letzten Jahren an den riesigen bürokratischen Hürden aus Rom, wenn es um die Anerkennung eines Studiums, Übersetzung der Diplome, und schlussendlich Akzeptanz einer Stelle ging.

    Bis man sich in Südtirol überhaupt für eine Stelle bewerben konnte, verging oft beinahe ein Jahr an bürokratischen Irrläufen. Bei einer Ausbildungszeit von fünf Jahren nach Studiumsende eine nicht unerhebliche Zeitspanne. Sollte man den Facharzt der österreichischen Ärztekammer erlangt haben, wartete oft die böse Überraschung, dass Rom selbigen nicht anerkannte.

    Sollte jemand von uns trotzdem die Hürden auf sich nehmen, um wieder in der Heimat arbeiten zu können, so ist dies nun alles umsonst: Die Facharztausbildung der österreichischen Ärztekammer, bis vor Kurzem in allen Südtiroler Krankenhäusern zum Teil möglich, wurde ebenfalls vor Kurzem gestrichen. Der Grund dafür ist weniger niederschmetternd als einfach nur ernüchternd: Die Südtiroler Krankenhäuser erreichen nicht das nötige Niveau, um eine teilweise Ausbildung zu jedwedem Facharzt zu ermöglichen. Ein italienischer Facharzt kann im Land nicht gemacht werden, da kein Krankenhaus zu den 54 staatlichen Ausbildungsstätten gehört – die nächstgelegene befindet sich in Verona.

    „Wie können Sie es vor jenen Patienten verantworten, von jemandem untersucht, aufgeklärt und mit einer Diagnose nach Hause geschickt zu werden, der nicht in der Lage ist, ihnen ihre eigene gesundheitliche Situation in ihrer Muttersprache verständlich wiederzugeben? “

    Nun muss also die Gesundheitsversorgung hierzulande allein mit Fachärzten aufrechterhalten werden. Am Ende der Facharztausbildung ist ein Mediziner im besten Fall nicht ganz 30 Jahre alt. Sollte man nun zurückkommen wollen und in Südtirol zu arbeiten beginnen, inkludiert das in diesem Lebensabschnitt meist einen Partner, vielleicht auch bereits Familie.

    Hier ist Innovation vom Land gefragt, wie der mitziehenden Familie der berufliche und schulische Einstieg erleichtert werden kann. Zudem ist das italienische Karenzrecht für Assistenzärztinnen eine Zumutung: 6 Monate Karenzzeit zusätzlich zu den 3 verpflichtenden Karenzmonaten nach der Geburt eines Kindes kommt im internationalen Vergleich einem Schlag ins Gesicht gleich.

    Der letzte Strohhalm der Landesregierung ist nun die Schaelsche Notstandsverordnung. Sie soll ermöglichen, den verpflichtenden Nachweis der Zweisprachigkeit zu umgehen, um rasch Ärzte aus Restitalien sowie dem deutschsprachigen Ausland anzuwerben. Herr Dr. Schael, Frau Landesrätin Stocker: Ich appelliere an Ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern, den Patienten.

    Wir sind ungefähr 60 Medizinstudenten pro Jahrgang, aufgeteilt auf die Universitäten Wien und Innsbruck, allesamt perfekt zweisprachig, die meisten bereits schon vor Universitätsabschluss mit Zweisprachigkeitsprüfung. Dazu kommen noch jene, die in Graz, München oder ganz woanders studieren. Wie können Sie es vor jenen Patienten verantworten, von jemandem untersucht, aufgeklärt und mit einer Diagnose nach Hause geschickt zu werden, der nicht in der Lage ist, ihnen ihre eigene gesundheitliche Situation in ihrer Muttersprache verständlich wiederzugeben?

    Versetzen Sie sich kurz in die Lage einer Bäuerin aus dem hinteren Langtauferer Tal oder eines Bozner Fabrikarbeiters, der zu seinem Hausarzt pilgern muss, damit ihm dieser den ausschließlich einsprachig verfassten Arztbrief übersetzen kann. Wir sind uns unserer Pflicht bewusst, dass die Zweisprachigkeit in unserem Land untrennbar mit unserem Beruf verbunden ist – und wir wissen auch um die Fahrlässigkeit, die entsteht, wenn man selbige untergräbt.

    „Wie soll sich der Arztberuf hier noch von moderner Sklaverei unterscheiden?”

    Mithilfe dieser Notstandsverordnung soll es auch ermöglicht werden, kündigende Ärzte für mindestens sechs Monate an ihre Stelle zu binden – beliebig verlängerbar. Dr. Schael, Landesrätin Stocker: Ist dies Ihre Art und Weise, Ärzte anzuwerben? Möchten Sie uns so den Arbeitsplatz Südtirol schmackhaft machen: mit Zwang? Wie soll sich der Arztberuf hier noch von moderner Sklaverei unterscheiden?

    Wir ziehen in die Welt und sammeln Wissen, Expertise, und würden uns in vielen Fällen wünschen, unsere Talente weiterhin zu fördern, auch nach einer Rückkehr nach Südtirol. All dies brächte eine schon lange nötige Steigerung des Niveaus der Gesundheitsversorgung im ganzen Land – zu Gunsten der Patienten.

    Vielfach wird auch die Wissenschaft als „Fluchtgrund“ angeführt. Die Forschungsoptionen beschränken sich hier auf die EURAC, ein vom Land finanziertes Forschungsinstitut mit ähnlich viel Unabhängigkeit wie eine Privatuniversität.

    Martha Stocker SanitätEs wird nicht möglich sein, ohne universitären Hintergrund denselben wissenschaftlichen Austausch, den Gedankenreichtum und Ideenschatz zu produzieren. Wissenschaft braucht Zeit, Geld, persönliche Aufopferung und ein Umfeld, das fähig ist, all das zu bieten.

    Südtirol ist keine Metropole, hat nicht die humanen Ressourcen für einen florierenden Wissenschaftsstandpunkt. Warum wird nicht die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Universität Innsbruck gefördert, die Vorstellung einer Wissenschaftsteilzeit in Betracht gezogen?

    Zu all dem kommt eine absurd überbordende Bürokratie, wie sie nur sehr schwer woanders zu finden ist. Alle Krankenhäuser (außer Meran und Schlanders) haben unterschiedliche IT-Systeme, die Vernetzung mit den Hausärzten wird zwar versucht aber hakt.

    Wie möchten Sie uns dazu bewegen, in ein Land zurückzukommen, in dem Menschen, die aus Leidenschaft Arzt wurden, ihren Beruf nur mehr lieben, weil sie in die Privatwirtschaft gingen, während ihre ebenso leidenschaftlichen Kollegen sich demotiviert durch die Woche hangeln? In ein Land, in dem ein Hausarzt nicht mehr als Notarzt fungieren darf, obwohl die nächste Einsatzstelle 50 Kilometer weit entfernt ist? Ein Land, in dem grenzübergreifende Zusammenarbeit gestrichen wird, damit Sie sich profilieren können? In ein Land, das plant, kündigende Ärzte per Notstandverordnung noch mindestens für sechs weitere Monate in den Dienst zu zwingen?

    „Wir sind per Eid dem Wohl unserer Patienten verpflichtet, und zwar jenes konkreten Patienten, der gerade vor uns sitzt. Wir schwören jedoch keinen Eid auf den Erhalt eines maroden Systems auf Kosten aller.”

    Das Land Südtirol, und somit der Südtiroler Steuerzahler zahlt die Universitäten Wien und Innsbruck für die Ausbildung von Südtiroler Medizinstudenten. Jeder von uns, der nicht zurückkommt, ist eine verlorene Investition. Aber Ärzte fehlen überall.

    Wieso sollten wir nach Südtirol zurückkommen, wenn man uns hier nicht unseretwegen will, nicht deshalb, weil man gute Leute haben möchte, sondern einfach weil sonst irgendjemand größeres als ein simpler kleiner Assistenzarzt seinen Kopf herhalten muss? Verantwortung einzugestehen ist nie leicht. Wir übernehmen mit unserem Beruf Verantwortung, die Verantwortung für das Leben anderer – Sie taten das mit Ihrer Berufswahl auch.

    Wie wäre es damit, unsere Krankenhäuser wieder auf das Niveau zu bringen, das Südtiroler Medizinstudenten eine Ausbildung ermöglicht? Wie wäre es damit, den Arbeitsplatz Südtirol attraktiv zu machen, anstatt die Sanität ewig weiter im politischen Sumpf versinken zu lassen?

    Wie wäre es damit, mal kurz daran zu denken, warum zweisprachige Südtiroler Medizinstudenten meiner Generation nicht zurückkommen bzw. kaum zurückkommen können, obwohl wir gerne würden? Wie wäre es damit, das Loch zu stopfen, anstatt oben lächelnd Wasser reinzuschütten?

    Wir sind per Eid dem Wohl unserer Patienten verpflichtet, und zwar jenes konkreten Patienten, der gerade vor uns sitzt. Wir schwören jedoch keinen Eid auf den Erhalt eines maroden Systems auf Kosten aller – auf Kosten unserer eigenen Gesundheit und auf Kosten derer unserer Patienten. Herr Dr. Schael, Frau Landesrätin Stocker: Konzentrieren Sie sich auf die eigentliche Baustelle. Flickenteppiche halten nie lange.“

    Elisa Reiterer, Meran

    Dieser offene Brief wurde von weiteren 158 Medizinstudentinnen und -studenten unterzeichnet.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (29)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • andreas69

      Es ist einfach nur beschämend was sich junge Studenten oder Jungärzte herausnehmen. Bei einem Gehalt, der von 3700 Euro (Anfangsgehalt netto (!) auszubildende Ärzte) bis hinauf auf 15000 Euro (Primare) geht, wäre ein bisschen „persönlicher“ Einsatz für das Land, das in den meisten Fällen ihre Ausbildung gezahlt hat, mehr als wünschenswert. Es ist leicht alles auf die Institutionen abzuschieben, wenn man selber noch nicht einmal einen Finger gerührt hat. Diesen Lackaffen geht es scheinbar nur ums Geld und um ihre Karriere, was spielen die Patienten dabei noch eine Rolle? Diese sind doch nur Mittel zum Zweck! Zu diesen Leuten können wir nur sagen: Wir brauchen solche Ärzte in Südtirol nicht!

      • fronz

        Spar dir deinen Senf SVPHeini.
        Bravo Medizin-Studenten und Jungärzte. Die Landespolitik ist schuld an der ganzen Misere.
        Kenne einige Medizinstudenten denen nur Steine in den Weg gelegt wurden, natürlich perfekt zweisprachig.

      • guyfawkes

        @andreas69
        Bis auf das Fazit bzw den letzten Satz stimme ich Ihnen zu: aber leider brauchen wir solche Ärzte eben doch.

      • einereiner

        Bravo den jungen Ärzten. Die Südtiroler Krankenhäuser sind mittlerweile billigstes Italienniveau.
        @andreas
        SVP-Scheisse hoch drei

      • drago

        „das Land, das in den meisten Fällen ihre Ausbildung gezahlt hat“. Möglicherweise gibt es einige Studenten, denen das Land in der einen oder anderen Form einen größeren Teil des Studiums bezahlt hat, in der Mehrheit zahlt der Student und/oder seine Familie das Studium. Und wenn man bedenkt, dass ein Mediziner (wie auch die meisten anderen Studenten) zuerst mindestens 5 Jahre (optimistisch, da wahrscheinlich nicht alle in der Regelstudienzeit abschließen) Geld ausgeben muss (verglichen mit einem Maturanten), bevor sie anfangen können zu verdienen, relativiert sich sich ein höheres Anfangsgehalt bereits etwas (und der von Ihnen genannte Betrag für auszubildende Ärzte erscheint mir doch zu hoch). Übrigens heißt es m.W. „das Gehalt“, sofern von der Entlohnung gesprochen wird; „der Gehalt“ bezeichnet den Inhalt.
        Dass Südtirol trotz einer Vorwarnung von 8 Jahren von der Reduzierung der Wochenarbeitszeit bei Ärzten unvorbereitet getroffen wurde, stimmt; aber diesbezüglich ist Südtirol Welt und nicht nur Italien: auch in Österreich hatte sich niemand wirklich um diese Tatsache rechtzeitig gekümmert.

        • guyfawkes

          @drago
          Sie glauben also wirklich dass mit den Studiengebühren die Kosten für die Universtitäten gedeckt werden? Also bitte.

          • drago

            @ guyfawkes
            Also bitte. Sie glauben also, dass Südtirol die Kosten der in Österreich Studierenden deckt?
            Aber Spass beiseite. Bei Ihrem Gedankengang wird praktisch für jeden irgendetwas (sehr vieles) durch Land/Staat bezahlt. Ihre ganze Schulbildung wurde demnach vom Land/Staat bezahlt. Hätten obige Studenten in Italien studiert, dann hätte Südtirol nicht das Studium bezahlt, oder doch?

            • guyfawkes

              @drago
              Selbstverständlich wurde meine ganze Schulbildung von der Gemeinschaft der Steuerzahler bezahlt, was übrigens auch ganz normal ist.
              Erstens vermischen Sie bei Ihrem Gedankengang Pflichtschulen mit Universitätsstudium und zweitens waren Sie es ja der behauptet hat – ich zitiere: “ …in der Mehrheit zahlt der Student und/oder seine Familie das Studium.“

      • meintag

        Wenn man selbst nichts auf die Reihe gebracht hat, kann man sich gut über Andere auslassen. Zu dumm um selbst einen Medi Abschluss vorzuweisen, aber glauben mit Schlechtmachen der angehenden Akademiker ist es getan.

      • @Andreas deine erfundenen und erstunkenen Gehaltsangaben kannst du dir ersparen. Jungärzte kriegen nicht mal einen Gehalt die kriegen ein Stipendium vom Land und das 5 Jahre lang über die ganze Grundausbildung. Brechen sie die Ausbildung ab dürfen sie das gesamte Stipendium zurückzahlen. Die Ärzte in Südtirol verdienen so wenig, dass sich die meisten nicht mal eine Sprechstundenhilfe leisten können.

    • itler

      Gut geschrieben. Hoffentlich weckt es die Damen und Herrn in der Politik etwas auf (zu befürchten ist aber dass diese selbst zum Lesen dieses Briefes zu faul oder zu überheblich sind).

    • saustall_kritiker

      Jeder der in letzter Zeit in Südtiroler Krankenhäusern war bzw. Angehörige dort hatte und mit früheren Jahren vergleichen konnte, wird dem zustimmen, was die Studenten da richtigerweise anmahnen. Das Niveau ist drastisch gesunken. Da nützt es nichts, wenn irgend so ein SVP-Andreas von Gehältern spricht… wenn die Allerobersten nicht in der Lage sind, den Betrieb zu organisieren. Da haben vor allem die SVP-dominierten Politiker und „Manager“ einfach auch noch zuviel die alten Grenzen im Kopf, um in der Lage zu sein, mit Österreich im Sinne der Europaregion Tirol zusammenzuarbeiten. Beim Weißen Kreuz gilt wohl dasselbe: Hat doch erst vor ein paar Wochen der Tiroler Landeshauptmann kritisiert, dass es nicht im Sinne einer konstruktiven Zusammenarbeit in dieser Europaregion ist, wenn Rettungseinsätze innerhalb dieser Region in den jeweiligen anderen Tiroler Landesteil bezahlt werden müssen, nur weil man nicht imstande ist das zu organisieren. Von Stocker und co. bekam man auch da keine Stellungnahme, nur Schweigen…. Aber wie heißt es doch: MARTHA STOCKER WILL NICHT VOM HOCKER…. und wenn dabei die gesamte Südtiroler Sanität den Bach runter geht und die Zusammenarbeit mit dem anderen Tiroler Landesteil immer nachhaltiger gestört wird…. aufgrund teilweise selber erfundener bürokratischer Hürden…..

    • andreas69

      @“ Wie wäre es damit, mal kurz daran zu denken, warum zweisprachige Südtiroler Medizinstudenten meiner Generation nicht zurückkommen bzw. kaum zurückkommen können, obwohl wir gerne würden?“

      Wahrscheinlich sind sie soooo zweisprachig und sooo gut ausgebildet, dass ihnen am Brenner die Einreise in Italien verwehrt wird. Es ist schon wahr, seit der Flüchtlingskrise wurden die Kontrollen wieder verschärft. Die Italienischen Beamten haben es insbesondere auf Innsbrucker Studenten abgesehen, die Medizin studiert haben, und sich ins Land schleichen wollen. Sie tun mir echt leid diese Armen, sie möchten aber können nicht zurückkommen in dieses schöne Land. Vielleicht kann sich die Frau Stocker einsetzen, damit ihnen die Rückreise wieder ermöglicht wird, womöglich mit einem Gratisticket?

      • einereiner

        @andreas
        Das Thema ist für alle Südtiroler, die medizinische Versorgung benötigen, zu wichtig, um es mit deiner Scheisse zu würzen.
        Hättest du einen besseren Psychologen wären wir von dem Gesülze geschützt.

      • vogel

        Halol Andreas, erzählen Sie uns doch mal welche Drogen Sie konsumieren.

        • andreas69

          Entschuldigen sie mal, wenn in einem Brief an die Institutionen mit solchen verbalen Geschützen aufgefahren wird, dann muss es doch auch erlaubt sein, die wahren Intentionen die dahinter stecken kritisch zu hinterfragen, egal von wem er geschrieben bzw. unterzeichnet ist. Ich bin auch kein Schönredner des lokalen Gesundheitssystems, aber in Anbetracht solcher verbaler Entgleisungen, wie sie im Brief zu lesen sind, ist mir nichts anderes mehr eingefallen als mit Sarkasmus zu reagieren, insbesondere, wenn die Unterzeichner bis jetzt noch keine „internen“ Erfahrungen in diesem System gemacht haben.

    • andreas

      Wenn die Schwierigkeiten stimmen, sollte etwas dagegen unternommen werden. Die Selbstgefälligkeit hätten sie sich aber sparen können, schlußendlich werden Steuergelder aus Südtirol verwendet, um ihnen ein Studium zu ermöglichen.
      Eine Stellungnahme bzw. Meinung eines rennomierten Arztes, welcher ebenfalls im Ausland studiert hat, wäre interessant. So klingen sie wie verwöhnte Heulsusen.

    • andreas69

      Die Ärzteschaft ist eine in sich sehr geschlossene Berufsgruppe. Oder hat jemand schon einmal einen Arzt gehört, der gegen seinesgleichen wettert? Es werden immer nur das System, die sog. Rahmenbedingungen kritisiert. Wenn ein Arzt gegen andere Ärzte Kritik übt, hat er meistens eine höheren Position im Betrieb inne, und selbst dann, wird er sich zurückhalten. Und wie man sieht, die Jungen folgen ganz dieser Tradition. Sie vergessen aber dabei, dass es die Primate in der Hand haben, wenigstens was den medizinischen Teil betrifft, Innovation und Medizintechnik zu fördern! Das Land ist nur Zahlmeister.

    • checker

      Vollkommen nachvollziehbare Kritik der Jungärzte, die Sanität ist auf einem für Südtirol kümmerlichen Niveau. Fairerweise soll gesagt werden, dass nicht alles schlecht ist, aber es kann nicht sein, dass wir alle Tage nach guten Ausbildungen schreien, dann aber die Arbeitsplätze nicht bieten können!! Dann können wir uns die Ausbildungen gleich sparen. Ich würde die Kritik sogar auf andere Bereiche ausdehnen, auch andere gut ausgebildete Südtiroler tun sich seit Jahren schwer in Südtirol einigermassen eine gut bezahlte Arbeit zu finden, geschweige denn überhaupt zu „etwas zu kommen“…aus dem einfachen Grund: weil die INvestitionen in die hochqualifizierten Jobs fehlen. Das Trentino läuft uns da mittlerweile den Rang ab!!!
      Die Diskussion um Einkommen, Wohlstand und Arbeitsplätze sei eröffnet!!!

      • meintag

        Es passiert eben weil ziemlich dass Viele nicht in der Lage sind italienische Medien zu lesen. Nicht mal ausländisch Medien interessieren. Ausser vielleicht die Blld, aber auch hier wird Gedeutscht. Alle lesen sie aber keiner gibt es zu.

      • roadrunner

        @checker. so ganz stimmt der letzte Teil nicht. Die Landesregierung will ja das Technologiezentrum in Bozen bauen. Im Gesundheitswesen wäre die Medical School angedacht gewesen. Der Protest war enorm, deshalb wird nur das Erste realisiert. Das Problem bei uns ist, dass einfach zu viel gemault wird und die Politik auf alle hört und jedem recht machen will …

    • benzinonapaloni

      Also,
      dieser Brief ist hochvernünftig und faktentreu.

    • elfrida

      Contcat dr ozama if you need a spell to be cast to get your ex lover back via his facebook page. https://www.facebook.com/profile.php?id=100016233785942

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen