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    Ende eines Landesfürsten

    645132__no-name_Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll hat seinen Abgang angekündigt. Der „Landesfürst“ ist Träger des Großen Südtiroler Verdienstordens.

    Erwin Pröll wird im März zurücktreten. Das gab der langjährige niederösterreichische Landeshauptmann und Träger des Großen Südtiroler Verdienstordens am Dienstag in einer Pressekonferenz bekannt.

    „Verantwortung übernehmen heißt, zu richtigem Zeitpunkt den richtigen Schritt zu setzen“, sagte Pröll.

    2013 wurde dem Landesfürsten, der seit dem Jahr 1992 das Land Niederösterreich regierte, der große Verdienstorden des Landes Südtirol verliehen. In seinen Dankesworten gegenüber dem damaligen LH Luis Durnwalder betonte Pröll damals, dass er die Entwicklung Südtirols und dessen Ringen um Autonomie stets aufmerksam verfolgt habe, und zwar auch schon vor seiner Zeit als Politiker.

    Als Landeshauptmann sei aus diesem Interesse heraus eine „gute Achse der Zusammenarbeit“ erwachsen, auf sachlicher und politischer Ebene ebenso, wie auf europäischer, wo sich die Länder gemeinsam für die Wahrung des Subsidiaritätsprinzips und eine gerechte Zuteilung der Mittel eingesetzt hätten. Den Verdienstorden nehme er „tief bewegt“ entgegen, so Landeshauptmann Pröll damals, allerdings sehe er ihn weniger als persönliche Auszeichnung, als vielmehr als Anerkennung für Niederösterreich und die Niederösterreicher.

    In den letzten Wochen seiner Amtszeit muss sich Pröll für einen Stiftungs-Skandal verantworten. Eine nach ihm benannte Privatstiftung hatte in den vergangenen acht Jahren insgesamt 1,3 Millionen Euro Steuergeld abgeschöpft, wie die österreichische Wochenzeitung „Falter“ berichtete.

    Als voraussichtliche Nachfolgerin Prölls gilt die ehemalige österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner.

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