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    Der neue SVP-Chef

    zanierIn Meran wird am kommenden Montag das wichtigste SVP-Amt neu vergeben. Der bisherige Stadtkomitee-Obmann Sepp Brunner steht nicht mehr zur Verfügung. Wer führt die Partei aus der Krise?

    von Karin Gamper

    Den Bürgermeister an eine grüne Bürgerliste verloren, innere Desorientierung und stagnierende SVP-Mitgliederzahlen: die Nachbesetzung des höchsten Amtes innerhalb der SVP-Meran fällt in eine politisch delikate Phase.

    „Die Wahl des künftigen Stadtkomitee-Obmanns ist strategisch für die Neuausrichtung der Partei immens wichtig“, sagt denn auch ein SVP-Funktionär, der namentlich nicht genannt werden will. Dies aus gutem Grund: nach den medial ausgetragenen Querelen der letzten Jahre wurde ein parteiinterner Maulkorb verhängt.

    Gegenüber der Presse darf sich nur noch der amtierende Stadtkomitee-Obmann Sepp Brunner äußern.

    Doch dieser hält sich bedeckt. Brunner selbst steht als Meraner SVP-Chef nicht mehr zur Verfügung (wir berichteten). Sein Nachfolger wird am Montag kommender Woche gewählt. „Wir warten zuerst noch die Neubesetzungen der einzelnen SVP-Ausschüsse ab“, weicht der scheidende Stadtkomitee-Obmann aus, „dann werden wir über meinen Nachfolger beraten“.

    In Wirklichkeit steht der Neue bereits so gut wie fest. Es handelt sich um den SVP-Ortsobmann von Meran-Stadt, Andreas Zanier. Unter Insidern gilt es als sicher, dass der Freiberufler und ehemalige Gemeinderat oberster SVP-Chef der Kurstadt wird. „Er besitzt die nötige Erfahrung und entspricht gleichzeitig dem Anspruch der parteiinternen Verjüngung“, heißt es aus Meraner Parteikreisen.

    Die Wahl Zaniers kommt auch der parteiinternen Rotationslogik nach: traditionell wird ein Obmann der vier Meraner Ortsausschüsse (Meran-Stadt, Obermais, Unermais, Gratsch) zum Stadtkomitee-Chef ernannt. Sepp Brunner (Untermais) will nicht mehr und die beiden Newcomer Silvia Paler (Gratsch) und Martin Ganner (Obermais) haben entweder nicht die nötige Erfahrung oder aus beruflichen Gründen zu wenig Zeit für das Amt.

    Und beides braucht es in ausreichendem Maße, um auf dem oft glatten politischen Parkett in Meran zu bestehen.

     

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