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    Teures Wohnen

    Pius Leitner

    Pius Leitner

    Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner kritisiert: Leistbares Wohnen bleibe eine Sprechblase. Und: Die EEVE-Bestimmungen erschwerten den Zugang zum Eigenheim.

    „Das AFI-Barometer Winter 2016/2017 bringt zwar keine neuen Erkenntnisse in Sachen Wohnbaupolitik, bezeichnet aber 2017 als das Schlüsseljahr für das bezahlbare Wohnen. Dass sich viele Südtiroler Arbeitnehmer kaum noch ein Eigenheim leisten können, ist eine Tatsache und nicht erst seit heute oder gestern. Da müssen die Maßnahmen der Landesregierung hinterfragt werden, mit denen der Wohnungsmisere hätte begegnet werden sollen. ‚Leistbares Wohnen‘ ist nicht viel mehr als eine Sprechblase geblieben und die Landesregierung hat mit der Verschärfung der EEVE-Richtlinien den Zugang zu einem Eigenheim eher erschwert“, schreibt der freiheitliche Fraktionssprecher im Landtag, Pius Leitner, in einer Stellungnahme.

    Leitner regt an, die EEVE-Kriterien zu überarbeiten und zwar in dem Sinne, dass Bürger nicht bestraft werden, wenn sie etwas angespart haben. Ebenso seien im Zuge der Neufassung des Landesgesetzes für Raumplanung & Landschaft bzw. der Wohnbauförderung die Bestimmungen zu den konventionierten Wohnungen zu überdenken. Ebenso müsste das Wohnbauinstitut in die Lage versetzt werden, mehr Mietwohnungen anzubieten, um den Änderungen in der Gesellschaft gebührend Rechnung tragen zu können, so Leitner.

    „Südtirol hat keine Tradition auf dem Mietwohnungsmarkt und die erste Option ist für die meisten Menschen eine eigene Wohnung bzw. ein Eigenheim. Dieser Trend wird sich nicht so schnell umkehren lassen, vor allem wenn man bedenkt, dass die Investition in ein Eigenheim derzeit gleichzeitig auch die sicherste Geldanlage darstellt. Da die Mieten kaum geringer ausfallen als die Rückzahlungsraten für ein Eigenheim, ist die Richtung vorgegeben. Was es auch braucht, ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Miet- und Vermieterschutz. Angesichts der vielen leerstehenden Wohnungen im Lande sollten endlich Anreize geschaffen werden, diese Wohnungen auch tatsächlich zu einem angemessenen Preis zu vermieten. Insgesamt ist die Wohnbaupolitik neu auszurichten, damit das Grundbedürfnis für eine Wohnung nicht zum Luxus wird. Während sich in den 60er und 70er Jahren Familien mit einem einzigen Einkommen eine Wohnung oder ein Haus leisten konnten, ist das heute selbst mit zwei Einkommen unmöglich geworden“, schließt Leitner.

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