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    Sex mit 15-Jähriger

    hure prostituierte straßenstrichMehrere Südtiroler, die Sex mit einer 15-jährigen Prostituierten hatten, wollen am Landesgericht einen Vergleich abschließen. Gegen die Mutter des Mädchens wird weiter wegen Begünstigung der Prostitution ermittelt.

    Von Thomas Vikoler

    Eine Mutter, die im Verdacht steht, ihre eigene minderjährige Tochter der Prostitution zugeführt zu haben. Sie steht im Zentrum einer Ermittlung der Staatsanwaltschaft Bozen, die kurz vor dem Abschluss steht. Gegen die Frau wird wegen Begünstigung der Prostitution ermittelt.

    Gegen neun Südtiroler, die Sex mit dem Mädchen hatten und dafür bezahlt, laufen hingegen Ermittlungen wegen Minderjährigen-Prostitution nach Strafrechtsartikel 600bis. Es handelt sich um Männer, die vorwiegend in Landgemeinden wohnen und als Arbeiter, Unternehmer oder Angestellte tätig sind. Sie alle verbindet, mit der zum Tatzeitpunkt minderjährigen Frau Sex gehabt zu haben.

    Der Fall wurde im vergangenen Sommer öffentlich, mittlerweile haben sich die Positionen der einzige Tatverdächtigen etwas näher geklärt.

    Es gibt dazu unterschiedliche Profile: Ein Teil der neun Männer kann mit einer Archivierung des Strafverfahrens rechnen. Die Beweise reichen für eine Anklage offenbar nicht aus. Drei der Freier haben inzwischen bei der Staatsanwaltschaft einen Antrag auf Abschluss eines gerichtlichen Vergleichs (Strafzumessung) hinterlegt, zu dem der ermittelnde Staatsanwalt Andrea Sacchetti seine Zustimmung erteilen sollte.

    Die vorgeschlagenen Haftstrafen bewegen sich in einem Bereich zwischen drei und sechs Monaten auf Bewährung. Dabei ist zu berücksichtigen, ob sich die bezahlten sexuellen Kontakte vor oder nach 2012 ereigneten. 2012 wurden die Strafen für Minderjährigen-Prostitution erhöht.

    Für jene Fälle, in denen der bezahlte Sexpartner jünger als 16 Jahre alt ist, wurde der Strafrahmen von sechs Monaten bis drei Jahren (plus 5.100 Euro Geldstrafe) auf zwei bis fünf Jahre angehoben. Betreffen die sexuellen Kontakte eines Beschuldigten beide Alters-Profile (unter 16 Jahren bzw. zwischen 16 und 18 Jahren), kommt der jeweils günstigere Strafrahmen zur Anwendung.

    Darauf basieren die Vergleichsanträge der drei Beschuldigten.

    Andere Beschuldigte beharren hingegen darauf, das tatsächliche Alter ihrer Sex-Partnerin nicht gekannt zu haben. Das ist angesichts des langen Tatzeitraums nicht auszuschließen. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft basieren wesentlich auf den Aussagen der (inzwischen volljährigen) jungen Frau. Sie war bei einer Überprüfung durch Ordnungshüter (damals war sie minderjährig) über ihre Kunden befragt worden. Sie nannte dabei mehrere Namen und gab Telefonnummern heraus. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nahmen ihren Lauf.

    Sehr bald zeigte sich, dass auch die Mutter des Mädchens, eine Rolle bei der Kontaktaufnahme spielte. Die Frau, die sich in einer sozial prekären Lage befunden haben soll, muss – sofern sie nicht vorher einen gerichtlichen Vergleich abschließt – mit einer Anklage wegen Begünstigung der Prostitution rechnen.

    Einen weit prominenteren Fall der Minderjährigen-Prostitution hatte es in Südtirol im Jahre 2011 gegeben. Damals wurde in der sogenannten Bozner Bunga-Bunga-Affäre (in Anspielung auf die Causa Silvio Berlusconi) gegen zwei Dutzend Männer aus Bozen und Umgebung ermittelt, darunter Anwälten, Notaren und anderen Freiberuflern.

    Einige der Beschuldigten konnten sich mit der Rechtfertigung, das tatsächliche Alter der jungen Frauen nicht gekannt zu haben (oder in sie verliebt gewesen zu sein), aus dem Strafverfahren winden.

    Sechs Beschuldigte schlossen am Ende gerichtliche Vergleiche mit bedingten Haftstrafen zwischen drei und zwölf Monaten, zehn Positionen wurden archiviert. Die (volljährige) Frau, welche die drei Minderjährigen an die Männer vermittelt hatte, ging ebenfalls einen gerichtlichen Vergleich ein: Zwei Jahre Haft wegen Anstiftung zur Minderjährigen-Prostitution.

    Ähnlich könnte der jüngste Fall ausgehen, zu dem die Ermittlungen, wie gesagt, nun vor dem Abschluss stehen.

    Prostitution: Einige der „Kunden“ einer Minderjährigen wollen Vergleiche abschließen

    Gegen insgesamt neun Freier – und die Mutter der Minderjährigen – wird ermittelt.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (22)

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    • franz

      Alle einsperren, das ist “abnormal“ und pervers.
      Da es keine geschädigten gibt, was soll’s, schlimmer sind die Dealer die Jugendliche mit Cannabis -Marijuana und anderen Drogen verführen
      Solche Dealer gehören eingesperrt und möglichst nicht mehr freigelassen.
      So zusagen nach Thailändischen Recht, Lebenslang oder die Todesstrafe, wäre die beste Abschreckung.
      Die Vollstreckung der Todesstrafe solcher Kandidaten in Thailand wird durchaus auf einer romantischer Art vollzogen, sie findet im Morgengrauen am Strand bei Sonnenaufgang durch Erhängen unter einer Palme stat.

    • paul1

      Telefonnummern bei solchen Mädchen/Damen hinterlassen ist schon ein riskantes Spiel. Aber wie schon erwähnt, hinterher sind sie alle schlau.

    • sepp

      uiuiui isch do franz romantisch auchenmitn franz af a Palme an strand denk er findat Sem a no romantisch

    • franz

      @abnormal
      Alle einsperren wäre meiner Meinung nach in diesen Fall übertrieben pervers und “ abnormal“
      Ein Urteil zu fällen, das ist Aufgabe des Gerichts.
      Woher willst Du wissen wie alt die Mädels zum Zeitpunkt ausgeschaut haben bzw. warst Du dabei ?
      Im Gegenteil zu Dir maß ich mir nicht an hier in diesen Fall den Richter zu spielen.
      Die Richter werden diesbezüglich schon richtig urteilen.
      Wie gesagt schlimmer finde ich wenn Jugendliche von Dealern mit irgend welchen Drogen verführt werden, was nicht heißt, dass ich Sex mit Minderjährigen gutheiße im Gegenteil, dazu gibt es Gesetze die es einzuhalten und anzuwenden gibt.
      Nur braucht es keine Hinterwäldler die sich hier anmaßen sich als Richter aufzuspielen.
      Noch schlimmer finde ich die Zwangsheirat von Mädchen mit 12 bei Muslimen, was anscheinend für Muslime normal ist. ( Aber schon der Prophet Mohammed hat’s vorgemacht, als er die 6 jährige Aisha geehelicht hat, als die Ehe vollzogen wurde, war sie 9 (neun) Jahre alt. )
      https://www.welt.de/politik/deutschland/article145056378/Tausende-Maedchen-jaehrlich-von-Zwangsheirat-bedroht.html

      • abnormal

        Du freust dich wohl auf die von dir prophezeite Legalisierung der Kinderehe.
        Und ab diesen Zeitpunkt will ich nicht einmal im Forum etwas mit dir zu tun haben.

        • franz

          Wie schon gesagt ich gehör nicht zu perversen abnormalen Typen, wie abnormal, Des weiteren bin weder ein Moslem die Kinder heiraten noch ein Grüner der die Legalisierung von Kindersex fordert.
          Auf Diskussionen dummer niveaulosen Typen wie abnormal, kann ich gerne verzichten. !.-)

    • franz

      Der Höhlenmensch “abnormal “ schreibt unteranderem
      am
      14. Dezember 2016 um 20:48
      Der franz ist kein Blauer, sondern ein WARMER. http://www.tageszeitung.it/2016/12/14/ich-war-sprachlos/
      Die VERMUTUNG liegt nah, dass hier ein gewisser User der andere als WARME bezeichnet, selbst so ein warmer Bruder, ein unterbelichteter Höhlenmensch mit max 70 IQ ist, schon in aller frühe säuft und regelmäßig auf dem Bozner Boden den Prostituierten wegen einem gratis Probef… in den Ohren liegt und dann, wie immer die Zigarettenstummel aufklaubt und sich mit den Resten was zum Rauchen dreht. Irgendwann kommt dann immer ein Freier, der ihn für einen männlichen Prostituierten hält. Er steigt froh ein, endlich im Warmen zu sein und bekommt vom Rest nichts mehr mit. Am morgen tut ihm der Hintern so komisch weh. So geht das fröhlich weiter und wenn er nicht gestorben ist, dann trollt er hier noch heute.
      http://www.tageszeitung.it/2017/01/15/der-erste-strassenmord/#comment-339910

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