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    Wenn der Tata fehlt …

    Maria Theresia Bortoluzzi hat ihren Mann Karl Gruber bei einem Lawinenunglück verloren. Wie die dreifache Mutter das Unglück verarbeitet. DAS VIDEO.

    Sie ist eine starke Frau!

    Maria Theresia Bortoluzzi hat mit einem erfrischend offenen, mutigen Interview mit Michaela Mahlknecht auf Rai Südtirol für Aufsehen gesorgt – und eine wichtige Debatte angestoßen.

    Mehr noch: Sie hat ein Problem aus einer Tabuzone herausgeführt!

    Nämlich: Sie hat aufgezeigt, „wie es in Familien aussieht, wenn plötzlich der Tata stirbt“.

    Maria Theresia Bortoluzzi hat in einem langen Interview mit TAGESZEITUNG Online-Redakteur Artur Oberhofer ihre Gedanken vertieft.

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    In dem Gespräch geht es um den verdammten Tag im April 2016, an dem Maria Theresia Bortoluzzi von den Carabineri erfahren hat, dass ihr Ehemann Karl Gruber im Martelltal von einer Lawine verschüttet worden und ums Leben gekommen ist.

    Es geht um die Existenzängste der Kinder.

    Es geht um das Recht auf Sierig-Sein.

    Und Maria Theresia Bortoluzzi schildert, wie sie persönlich das Trauma mit ihren Kindern verarbeitet und versucht, in einen halbwegs normalen und erträglichen Alltag zurückzufinden.

    SEHEN SIE SELBST!

     

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    Kommentare (13)

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    • andreas

      Er hat seine Bedürfnisse über die der Kinder gestellt und ist dabei umgekommen.

    • meintag

      Was mich immer wieder stört ist, wenn ein Unglück in den Bergen passiert und es in den Medien heisst: Er/Sie war ein erfahrener Bergsteiger oder Geher. An besagtem Tag war in Martell Lawinengefahr der Stufe 3 ausgerufen. Da müsste gerade ein Hüttenwirt anders reagieren. Auch im Obervinschgau kam vor Jahren Anfangs Mai ein Hüttenwirt auf dieselbe Weise ums Leben. Man muss als Mensch mit solchen Erfahrungswerten anders umgehen.

    • susi

      Die Tatas begeben sich halt scheinbar immer wieder lieber in gefährliche Situationen, und kommen dabei ums Leben. Da sieht man die Prioritäten. Alle paar Monate/Winter immer wieder dieselben Meldungen.

      Tragisch und bedauerlich auf jeden Fall, aber lernen tun diese Herrschaften scheinbar nichts draus.
      Da geht das Abenteuer, Hobby und das Risiko der Familie vor.

    • goggile

      ein seht guter berricht, eine wundervolle frau-mamma und einer der besten Journalisten ueberhaupt!

      • yannis

        >>>eine wundervolle frau-mamma<<<

        keine Frage, absolut richtig ! Aber man kennt auch Papa´s (Tata´s) die nicht minder wundervoll sind, oder waren, wo die Mama beim täglichen Kampf ums Dasein ihrer Familie ums Leben kam.
        Nun im Sommer sind es die Motorrad-Sportler im Winter der Saison entsprechend die Winter-Sportler. Leider kannte ich auch je eine Person Mama u. einen Papa, beide haben durch ihre Selbstüberschätzung Partner und Kinder hinterlassen.

    • checker

      Bin selber seit 25 Jahren „Extremsportler“ und muss sagen ich kann die Frau gut verstehen. Extremsport hin oder her, am Ende geht es um die Frage des Risikos. Mir ist aufgefallen, dass die Profis unter den sogenannten Extremsportlern (wobei ich das Skitourengehen jetzt nicht dazuzählen würde, die Risikokomponente ist aber trotzdem relativ hoch) sehr vorsichtig sind und ein hohes Mass an Risikobewusstsein haben und es auch gut handeln. Bei den Amateursportlern ist dies bei weitem nicht so. Ich habe mir beispielsweise die Kletterunfälle letztes Jahr angesehen und bei fast allen Unglücken mindestens einen groben handwerklichen Fehler gefunden, ebenso bein den Skitouren. Auch der Eisläufer der vor 2 Wochen im Kalterersee eingebrochen ist, ist direkt in ein offenes Loch gefahren. Also ich beobachte sehr unprofessionelles Verhalten bei vielen Amateuren, das noch zusätzlivh durch die Medien und stupiden Wettkampfgedanken befeuert wird. Die die sich messen wollen, sollen an Wettkämpfen teilnehmen. Generell bin ich dagegen, dass die breite Masse Aktivitæten mit objektiv hoher Risikokomponente betreibt, dies ist nur den Profis vorbehalten, die durch professionelles Verhalten und Können, das Risiko deutlich absenken können.
      Ich selber scheue das Risiko wie der Teufel das Weihwasser, für mich ist es nur eine unangenehme Begleiterscheinung, die es zu vermeiden gilt.
      Extremsport ja, aber mit geringer Risikokomponente, beim Skitourengehen muss noch sehr viel mit den Leuten gearbeitet werden, dass sie die Risiken besser beherrschen lernen. Eiswände im Himalaya sollte man nur ohne Familie machen. Die breite Masse soll Tennisspielen gehen oder Ähnliches aber nicht irgendwelche Youtube-Action nachahmen!!

      • pfifferling

        Zum Beitrag: checker

        1) Ich teile ihre Meinung und Einstellung zum Extremsport und Risiko Faktor bis zum Punkt wo ich an F1 denke; und zwar der Kommentar von Niki Lauda „….Michael Schumacher hat nun ein Kind und wird von nun an sein Risiko in Rennen dementsprechend einschätzen“….falsch! Er hat mehrere F1 Rennen und Weltmeisterschaften nach diesem Kommentar gewonnen!.

        2) „Die breite Masse soll Tennisspielen gehen oder Ähnliches aber nicht irgendwelche Youtube-Action nachahmen!“ ….hmmm …what and who think you are Mr checker – alias Weltmeister Profi Extrem Sportler?

        3) So wie viele Südtiroler bin ich auch von der tragischen Geschichte, die Maria Theresia Bertoluzzi durchleben musste, seht bedrückt und gleichzeitig überwältigt von ihrer Stärke und Willenskraft endlich einen ‚Punkt’ zu setzen, über ein Thema das längst überreif war.

        Das Interview mit Artur Oberhofer und mehrere Stellungsnahmen haben offensichtlich darauf hingezeigt- aber der Ausdruck ‚Sturheit’ ist interessanter weise nie gefallen.

        „Sturheit“ ist die Unverneinbahre Ursache für sehr viele Todesfälle, nicht nur im Extrem Sport. Ich bin sicher dass sehr viele Leser einige- oder auch mehrere Beispiele selbst aufzählen können, ohne meiner Beihilfe.

        Leider ist bisher gegen Sturheit kein Kraut gewachsen!

      • pfifferling

        (bitte zu meinem vorherigem Kommentar hinzufügen)

        PS: meine Persönliche Meinung zur ‚Sturheit’ : Sture Leute leben rücksichtslos für sich selbst und das einzige das für sie am Ende zählt ist ‚Gold’.

    • robert

      Was für eine bemerkenswerte, bewunderungswürdige Frau!
      Ein Interview mit Tiefgang,

    • franz

      Wer eine Familie, Frau Kinder hat , sollte auf Extremsport verzichten.
      Männer die trotzdem so einen Extremsport oder Sport mit Risko, ausübt ist ein Egeoist und handelt verantwortungslos. seinen Lieben gegenüber.
      Helden sind solche Egoisten sicher keine!
      Frau und Kinder können einem Leid tun.

    • lillli80

      hut ab. sie hat klare worte gefunden. vielleicht entsteht die ein oder andere diskussion zuhause…das wäre wünschenswert.

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