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Der reiche Manfred

alfreider schullian superheldenWechsel an der Spitze der reichsten Südtiroler Parlamentarier: 2015 verdiente der Kammerabgeordnete Manfred Schullian erstmals mehr als sein Kollege Karl Zeller im Senat. 

Von Anton Rainer

In der Autonomiepolitik, das wusste Karl Zeller bei der Jahresvorschau der SVP zu berichten, entwickelt sich alles „in Wellen.“ Einmal geht es hoch, dann plötzlich wieder runter. Das gilt für die Kompetenzen des Landes, klar, aber offensichtlich auch für die Geldbörse des Senators. Unter den Südtiroler Parlamentariern, das beweisen die alljährlich auf den Internetseiten der Kammern veröffentlichten Steuererklärungen, lag Zeller 2016 erstmals nicht mehr auf Platz Eins. Zwar konnte der hochrangige Meraner SVP-Politiker sein Einkommen wie in den Vorjahren sukzessive nach oben schrauben (von „mageren“ 384.826 Euro im Jahr 2013, auf 454.382 2014, 504.576 2015 und schließlich 518.166 Euro im Jahr 2016), von seinem Anwaltskollegen Manfred Schullian in der Abgeordnetenkammer wurde er aber mit Anlauf überholt.

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Der Kalterer, der noch im vergangenen Jahr mit 454.314 Euro ein leichtes Gehalts-Minus wegstecken musste, deklarierte 2016 ein Einkommen von astronomischen 644.272 Euro – ein Plus von immerhin 41,8 Prozent. Woran das liegt?

bildschirmfoto-2017-01-05-um-18-41-42„Da müsste ich mit meinem Steuerberater reden“, sagt Schullian, „ich nehme an, dass ich in der Kanzlei einfach gut gearbeitet habe.“ Das allerdings dürfte auch für Karl Zeller gelten, der sich im kommenden Jahr voraussichtlich ausschließlich seiner Anwaltskanzlei widmen wird.

„Ihn zu überholen war zumindest kein persönliches Anliegen von mir“, scherzt Manfred Schullian.

In jedem Fall verdient der Dagobert Duck im Parlament mehr als das Sechsfache der Abgeordneten Plangger und Alfreider, die mit deutlich weniger Jahresgehalt auskommen müssen – und: Die beiden SVP-Politiker rutschen nach dem Aufstieg im Vorjahr wieder unter die 100.000-Euro-Marke.

Keiner aber musste so viel Federn lassen wie Hans Berger, dessen Steuererklärung auch aus anderen Gründen verwundert (siehe Kasten). Der Pusterer erklärte 2016 ein Einkommen von 155.145 Euro – 21,5 Prozent weniger als noch im Vorjahr.

„Schauen sie sich die Einkommen meiner Kollegen an“, lacht Berger auf Anfrage, „ich bin sicher kein Krösus.“

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