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    Das Jahr des Sensenmannes

    Bowie

    David Bowie verstarb am 10. Jänner 2016

    Für Musik, Literatur,  Film, aber auch Politik und Sport geht mit 2016 ein schlimmes Jahr zu Ende. Wen wir vermissen werden. 

    David Bowie (69): Der britische Rockmusiker gehörte zu den einflussreichsten Musikern der vergangenen Jahrzehnte. Im Laufe seiner Karriere erfand er sich immer wieder neu. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen „Let’s Dance“, „Heroes“ und „Life on Mars“.

    Leonard Cohen (82): Seinen Durchbruch als Sänger schaffte der Kanadier in den 1960er Jahren in New York. Dort lebte er im legendären Chelsea Hotel und lernte Kollegen wie Bob Dylan, Joni Mitchell und Janis Joplin kennen. Songs wie „Hallelujah“, „Suzanne“ oder „So long Marianne“ machten ihn weltberühmt.

    Ilse Aichinger (95): Die österreichische Schriftstellerin wurde 1948 wurde mit dem Roman „Die größere Hoffnung“ bekannt. Die literarische Einzelgängerin schuf Werke von analytischer Schärfe und lyrischer Kraft.

    Fidel Castro (+) - (Foto: Biografieonline)

    Fidel Castro (+) – (Foto: Biografieonline)

    Fidel Castro (90): Der kubanische Revolutionsführer und langjährige Staatspräsident regierte den Karibikstaat 47 Jahre autoritär-sozialistisch bis zum krankheitsbedingten Rückzug 2006. Die Ikone vieler Linken trotzte zehn Präsidenten seines Erzfeindes USA.

    Dario Fo (90): Der Theaterautor, Regisseur und Schauspieler wurde 1997 mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt. Bekannt für seinen Sprachwitz verkörperte Fo auf der Bühne lüsterne Päpste, redegewaltige Trunkenbolde und skurrile Politiker.

    Edward Albee (88): Der für sein Meisterwerk „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ gefeierte US-Dramatiker erhielt drei Mal den Pulitzer-Preis und wurde in den USA als einflussreichster Dramatiker seiner Zeit angesehen.

    Bud Spencer (88): Der in Neapel geborene Schauspieler drehte mit Terence Hill Filme wie „Vier Fäuste für ein Halleluja“ und „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“. Das Duo prägte den Italo-Western.

    Elie Wiesel (87): Der Holocaust-Überlebende und Friedensnobelpreisträger galt vielen als „Gewissen der Welt“. Seine Eltern und Schwester waren von den Nazis ermordet worden. Ein Leben lang hatte sich für die Erinnerung an den Holocaust eingesetzt.

    Muhammad Ali (74): Die Boxlegende war dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und 1960 Olympiasieger im Halbschwergewicht. 1999 ernannte ihn das IOC zum „Sportler des Jahrhunderts“.

    Prince (57): Der US-Popmusiker galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Von dem siebenfachen Grammy-Gewinner stammen Welthits wie „Purple Rain“, „Sign O‘ The Times“ und „Kiss“.

    Imre Kertesz (86): Der Ungar jüdischer Abstammung überlebte die NS-Vernichtungslager Auschwitz und Buchenwald. In seinem „Roman eines Schicksallosen“ (1975) verarbeitete Kertesz seine Erfahrungen. Erst nach der Wende wurde er weltberühmt und erhielt 2002 den Literaturnobelpreis.

    Nikolaus Harnoncourt (86): Der österreichische Dirigent widmete sich mehr als 60 Jahre lang dem Originalklang, dem Klang der Musik zu ihrer Entstehungszeit. Anfangs auf Barockmusik konzentriert, wandte er später seine historische Aufführungspraxis auf ein breites Repertoire an.

    Umberto Eco (Foto: Youtube)

    Umberto Eco (Foto: Youtube)

    Umberto Eco (84): Das millionenfach verkaufte Buch „Der Name der Rose“ machte ihn weltberühmt. Eco war nicht nur ein Literat von Weltrang, sondern auch ein anerkannter Semiotiker.

    Pierre Boulez (90): Der französische Komponist und Dirigent war einer der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Avantgarde.

    Carrie Fisher (60): Für „Star Wars“-Fans rund um den Globus war ihr Tod ein Schock: Carrie Fisher, bekannt durch ihre Rolle als Prinzessin Leia in „Star Wars“ starb am 27. Dezember in Los Angeles an den Folgen eines Herzinfarkts.

    George Michael (53): Mit „Last Christmas“ landete George Michael einen Hit, der seit fast vier Jahrzehnten regelmäßig zu den Feiertagen ertönt. In seiner Karriere als Bandmitglied von Wham! aber auch als Solokünstler, verkaufte der Sohn eines griechisch-zypriotischen Vaters und einer englischen Mutter insgesamt mehr als 100 Millionen Tonträger.

    Manfred Deix (67): Grob, gemein und genial: Die Österreicher liebten ihren satirischen Zeichner Manfred Deix und sie hassten ihn, weil er ihnen einen unbarmherzigen Spiegel vorhielt.

    Götz George (77): Götz George bleibt einem Millionenpublikum vor allem als „Tatort“-Kommissar Horst Schimanski in Erinnerung. Unvergesslich ist auch seine Kinorolle als Massenmörder Fritz Haarmann in „Der Totmacher“ (1995) und keiner konnte besser Bukowski-Gedichte rezitieren.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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