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    Die Dienstwagen-„Affäre“

    flash-avanzo-widmannDie ehemalige Regionalratspräsidentin Chiara Avanzo wirft Thomas Widmann vor, er benutze seinen Dienstwagen zu oft. Thommys Konter: „Ich habe eh ein Hybrid-Auto vorgeschlagen.“

    Von Anton Rainer

    Während ihrer Zeit als Regionalratspräsidentin hat Chiara Avanzo auf die Verwendung des einzigen ihr zur Verfügung stehenden Dienstwagens weitgehend verzichtet.

    Das ist nicht nur angesichts ihres Feldzugs gegen die Politiker-Privilegien (Stichwort: Rentenskandal) verständlich, auch das Fahrvergnügen dürfte sich bei einem „alten Dienstfahrzeug mit einem Kilometerstand von über 300.000 Km“ durchaus in Grenzen halten. Einen Verkauf des PKWs hatte Avanzo bereits während ihrer Amtszeit erfolglos dem Regionalratspräsidium vorgeschlagen, „eine Entscheidung, so wie auch die anderen von mir getroffenen, die aus dem Wunsch entstand, soweit wie möglich die Kosten und Privilegien der Politik abzubauen.“

    Eine zuletzt im Mai 2014 erneuerte Vereinbarung mit der Region erlaubt es dem Ratspräsidium schließlich bereits jetzt, Fahrer und Autos gegenseitig in Anspruch zu nehmen – wofür also ein weiterer Dienstwagen für den Regionalratspräsidenten?

    In einer Anfrage, die die Trentiner Politikerin kurz vor Weihnachten im Regionalrat einreichte, wollte sie deswegen von ihrem Nachfolger Thomas Widmann wissen, wie häufig er eigentlich das Dienstauto benütze, zumal es von Avanzo selbst „praktisch nie verwendet worden ist“. Und sie stellt die provokative Frage: „Erachtet er (Widmann, Anm. d. Red.) es […] nicht als sinnvoll, definitiv auf das Dienstauto zu verzichten, das nur eine Ausgabe darstellt und dessen Kosten gesenkt werden können?“

    In seiner nur eine Woche später eintreffenden Antwort lässt sich Thomas Widmann auf derartige Sticheleien erst gar nicht ein. Im Zeitraum Juni bis Ende November 2016, so der Regionalratspräsident, sei das Dienstfahrzeug einzig und allein dafür benützt worden, „um gelegentlich gedrucktes Material und Zubehörteile von Bürogeräten vom Sitz des Regionalrates in Trient nach Bozen und umgekehrt zu transportieren.“

    Mit anderen Worten: Widmann hat seinen Platz im Dienstwagen meistens einem Stapel Papier zur Verfügung gestellt.

    Außerdem wurden jeweils zwei institutionelle Dienstreisen des Präsidenten und Vizepräsidenten mit dem Auto absolviert, für Fahrt- und Wartungskosten und den Ankauf von Winterreifen musste der Steuerzahler gerade einmal 1.431 Euro blechen. Klingt vertretbar?

    Nicht nur das, Thomas Widmann erklärt gegenüber seiner Vorgängerin, auch ihre Meinung zu den Dienstwagen durchaus zu teilen: „Ich habe dem Präsidium den Vorschlag unterbreitet, den Fahrdienst beim Regionalrat endgültig abzuschaffen“, so der SVP-Vertreter, oder aber das alte Auto „durch einen kleineren und ökologischeren Wagen, eventuell mit Hybrid-Elektromotor zu ersetzen.“

    Das Ziel: Einen Mindestdienst für gelegentliche institutionelle Dienstreisen zu gewährleisten, „wobei zu berücksichtigen ist, dass es trotz des immer größer werdenden Einsatzes von technologischen Mitteln weiterhin notwendig sein wird, über ein Fahrzeug zwischen den beiden Sitzen des Regionalrates zu verfügen.“ Selbst wenn damit nur ein paar ausgedruckte Zettel kutschiert werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • sepp

      Dienstwagen gehören abgeschafft sollen ihren eigenen nehmen werden sie woll vomegen mit solchen gehälter

      • reinhold

        obwohl gerade diese Leute sehr viel verdienen, können sie nicht genug bekommen.
        die Skandale der SVP und ihrer Vertreter sind bald so zahlreich, daß man leicht den Überblick verliert

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – Brennercom Skandal
        – Stiftung Vital Skandal
        – Forellen-Skandal (Millionengrab)
        – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
        – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
        – Manipulationen beim Autonomiekonvent
        – SAD Skandal (Millionengrab)
        – Zustimmung zur Verfassungsreform
        – uvm.

    • meintag

      1431 Euro. Hat Widmann schon einen Wagen mit Autopilot oder einen Gratisfahrer?

    • bw

      Interessant, wenn Regierungsparteien untereinander öffentlich streiten.

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