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    Deal mit Fragezeichen

    zimmerhofer-alperiaIm Ahrntal sind viele Strom-Fragen immer noch offen: Warum Bernhard Zimmerhofer die Details zum Alperia-Deal erfahren will. 

    von Silke Hinterwaldner

    Bernhard Zimmerhofer ist eher ratlos. Als Teldra Bürger ärgert es ihn immer noch, dass die Landesenergiegesellschaft Alperia sich auf einen teuren Deal eingelassen hat, der schlussendlich auf Kosten der Steuerzahler geht. Aber andererseits sind die Grenzen bereits abgesteckt.

    Alperia hat sich nach einem fünf Jahre dauernden Rechtsstreit mit dem Unternehmen Alpine Energy geeinigt – letzteres gehört dem Ahrntaler Hotelier Josef Steinhauser. Ihm stehen jetzt 10,9 Millionen Euro zu. Im Gegenzug hat er sich verpflichtet, sämtliche Rechtstreitigkeiten beizulegen. Im betreffenden Streit ging es vorrangig um zwei Konzessionen, die außerhalb der Gemeinde Ahrntal greifen, nämlich jene für die E-Werke in Lappach und Mühlen.

    Auch wenn an diesem Deal nicht mehr zu rütteln ist, will Zimmerhofer, Abgeordneter der Süd-Tiroler Freiheit, doch mehr darüber in Erfahrung bringen.

    In einer Anfrage an den Landtag heißt es unter anderem: „Wie kam die genannte Summe zustande, beziehungsweise wie wurde diese genau berechnet?“ Und weiter: „Wie beurteilt die Landesregierung den Umstand, dass sich ein Privater so unverschämt mit Steuergeldern bereichern kann?“

    Die Antwort steht noch aus. In der Zwischenzeit aber, sagt Zimmerhofer, sollen seine Gemeinderäte im Ahrntal diese Fragen aufwerfen. Am Donnerstagabend trifft sich der Gemeinderat – geht es nach der Süd-Tiroler Freiheit, sollen heikle Stromfragen dabei nicht ausgespart werden.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE;

    • Das Interview mit Bürgermeister Helmut Klammer
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    Kommentare (13)

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    • andreas

      Gegenfrage, wie kommen sie Herr Zimmerhofer dazu sich so schamlos an Steuergeldern zu bereichern?
      Sie nehmen doch hoffentlich nicht an, dass ein paar sinnfreie Anfragen ihre Bezüge rechtfertigen?

      Wenn ich Missstände aufdecken möchte, frage ich doch nicht die, welche sie ev. verursacht haben.
      Recherchieren und dann den Verantwortlichen die Fakten um die Ohren hauen wäre zielführender, dafür fehlt aber wohl die Kompetenz.
      Wenn die Opposition wirklich Interesse hätte etwas zu ändern, würden sie sich an Leute wie Franceschini halten und seine Fähigkeiten nutzen.
      Es gäbe genug zweifelhafte Deals, welche man anprangern könnte, so z.B. warum Tweenty und Centrum in BZ Detailhandel betreiben dürfen, warum manche Freunde omnipräsent bei öffentlichen Posten sind oder ähnlichem.
      Auch z.B. wie man die Verantwortlichen der Sparkasse, welche von der Politik eingesetzt wurden, rechtlich belangen könnte.
      Ich habe den Pöder und den Egger gewählt, nicht weil sie mir sonderlich sympathisch sind, sondern weil das was sie sagen Hand und Fuß hat bzw. hatte, auch wenn manche Aussage von Pöder überzogen sind, in der Sache liegt er aber meistens richtig.

      • reinhold

        wer ist denn wirklich Schuld an diesem Skandal?
        wie bei so vielen Skandalen ist es die SVP und ihre Vetternwirtschaft.

        – unwirksame Abkommen mit dem Staat (2011-2014 über 3200 Millionen)
        – jährliche Abgaben an den Staat (800 Millionen pro Jahr bis 2018)
        – jährliche Abgaben an den Staat (476 Millionen pro Jahr ab 2018)
        – der SEL Skandal (Millionengrab)
        – der Flughafen (Millionengrab)
        – der SafetyPark (Millionengrab)
        – das Milliardengrab BBT (MILLIARDENgrab)
        – die Wasserstoffanlage und –Busse (Millionengrab)
        – die Müllverbrennungsanlage (Millionengrab)
        – der Thermen Hotel Skandal (Millionengrab)
        – die Air Alps Beteiligung & Subventionen (Millionengrab)
        – Stiftung Vital (Millionengrab und Vetternwirtschaft)
        – die vielen Protzbauten überall (Millionengrab)
        – der Technologiepark (Millionengrab)
        – der Stein-an-Stein Skandal (Millionengrab)
        – die unnützen Landesgesellschaften (BLS, TIS, usw.) (Millionengräber)
        – die defacto Schenkung von Wohnungen ans Militär (Millionengrab)
        – Steuergeldverschwendung Kulturhauptstadt 2019 (Millionengrab)
        – Schadensersatzzahlungen der Therme Meran (Millionengrab)
        – E.ma.con Pleite (Millionengrab)
        – sinkende Renten und Verlust von Rentengeldern (300 Millionen im Jahr)
        – die Konzessionsvergabe der Ahrstufen
        – der SE Hydropower Skandal
        – der Unwählbarkeit von Kandidaten Skandal
        – die Verbandelung mit allen Verbänden und Vereinen
        – der Wanzen-Affären Skandal
        – der Turbo-Staatsbürgerschaft-für-SVP-treue-Ausländer Skandal
        – der Toponomastik Skandal
        – der Mussolini Relief und Siegesdenkmal Skandal
        – die vielen Bürgermeister-Skandale
        – der Treuhandgesellschaften Skandal
        – der Sonderfonds Skandal
        – die ungerechtfertigten Privilegien und Dienstwagen
        – die unverschämten Politikergehälter und -Pensionen
        – die weitverbreitete Vetternwirtschaft
        – die Behinderung der Direkten Demokratie
        – der Kuhhandel bei der Parteienfinanzierung
        – der WOBI Skandal
        – der Kaufleute-Aktiv Skandal
        – der Ausverkauf der Heimat
        – der allgegenwärtige Postenschacher
        – der verbilligte Immobilien für Durnwalder Skandal
        – der Egartner Skandal
        – der skandalöse SMG Vertrag zugunsten Christoph Engl
        – der Wahlkampf von mit Steuergeldern finanzierten Verbänden und Vereinen
        – der Zarenbrunn-Deal (Russen Kuhhandel des EX LH)
        – unerlaubte Wahlwerbung am Wahltag
        – Politikerrenten Skandal (ausgedacht und abgestimmt von der SVP) und Rekurse
        – Unverschämte Vorschußzahlungen auf Pensionen (und Versuch damit die SVP Parteikasse zu sanieren)
        – Arbeitslosengeld für Pensionsmillionäre und Systemprofiteure (Laimer, Rainer, Munter,…)
        – 5 Millionen Euro Schulden der Partei
        – Finanzierung von Wahlwerbung für Marie Ida Måwe aus der SVP Parteikasse
        – gebrochenes Wahlversprechen Mindestpension
        – ESF Gelder Skandal
        – Rekurse der Ex-Mandatare und immer noch SVP Mitglieder
        – gebrochenes Versprechen GIS
        – gebrochenes Wahlversprechen kleine Krankenhäuser
        – Wählertäuschung Doppelte Staatsbürgerschaft
        – Versagen bei Sicherheit und Einwanderung
        – Wahllüge „Vollautonomie“
        – Brennercom Skandal
        – Stiftung Vital Skandal
        – Forellen-Skandal (Millionengrab)
        – weitere Steuergeldverschwendung Flughafen (auch nach Referendum)
        – Schließung Geburtenabteilungen (gebrochenes Wahlversprechen)
        – Manipulationen beim Autonomiekonvent
        – SAD Skandal (Millionengrab)
        – Zustimmung zur Verfassungsreform
        – uvm.

    • george

      Es stimmt einiges, ‚andreas‘, was Sie hier sagen, Nur widersprechen Sie sich, indem Sie gegen Pöder, Egger u. co. wegen solcher Fakten genauso wiederum gewettert haben und die gesamte Opposition und jegliche politsche Minderheit völlig abwerten. Sind Sie überhaupt ernst zu nehmen, zumal Sie dauernd das Unwort ’sinnfrei‘ in den Mund nehmen und dadurch sich selbst in Frage stellen, ohne dass Sie es wahrnehmen wollen, weil Sie glauben nur ihre geistigen Ausflüsse wären sinnhaft. Solche Menschen, die das so machen wies sie, nennt man normalerweise Opportunisten, Egoisten, Windfähnchen, Eigensüchtige ………..usw. . Es gäbe viele Namen dafür, allerdings alle samt ond sonderns nicht „sinnfrei“.

      • yannis

        @george
        Bravo,
        endlich stellt dies mal jemand öffentlich fest !

      • andreas

        @george
        Das Windfähnchen kannst streichen, über den Rest kann man diskutieren. Ich habe z.B. gegen Pöder gewettert, als er forderte die Müllgebühr für Mütter mit Babys wegen den Windeln zu streichen, da es Unsinn ist, sonst selten. Die Grünen, Freiheitlichen und die Süd-Tirol Schreiber, halte ich f?r unfähig, was ich aber auch immer begründet habe.

    • george

      Korrektur: …..samt und sonders …..

    • yannis

      Wenn „reinholds“ Liste Kalabrien oder Sizilien beträfe würde man sagen, kein Wunder ist ja der Süden und ganz normal.
      Für den Fall dass man im Süden den Alto Adige Politik und Wirtschafts-Krimi mitbekommt, wird man sich glücklich schätzen zu wissen dass der Norden in so manchen Dingen es VIEL besser kann.

    • einereiner

      Leider hat Steinhauser dem schnöden Mammon nachgegeben. Leider hat er der Alperia nicht alle Konzessionen entziehen lassen. Schade, ich hätte die Betrüger gerne weinen gesehen.

    • sepp

      Andreas wen mindestens nett überoll dein Kommentar dozugebasch Wodu vantuten undblasen koan ohnung hosch

    • wanderer

      Wasser ist ein Allgemeingut! Ich finde es eine Sauerei dass sich Private an einem Allgemeingut bereichern können. Bin dafür diesen Missstand mit einer Volksbefragung zu beseitigen

      • einereiner

        @wanderer
        okay, Wasser ist ein Allgemeingut….aber es wäre dumm, nur den Staat Strom produzieren zu lassen. Kommunismus funktioniert nicht. Besser ist es, den Privaten Konzessionen zu geben, die effizienter produzieren und viele viele Steuern zahlen.
        Oder meinst du wirklich, wir sehen auch nur einen Cent von der Alperia?

      • owl

        Glaubt mir: ich wäre sehr dafür, dass „Wasser Allgemeingut sei“.

        Nur, zuerst einmal muss zwischen Wasser an sich und der Nutzung von Wasser z.B. für die Stromproduktion unterschieden werden. Wenn man sich dann noch sehr oberflächlig ein paar römische und europäische Gesetze und Bestimmungen zu Gemüte führt, kann man sehr leicht erkennen, dass die Wassernutzung KEIN Allgemeingut ist.

        Weshalb hat denn der Laimer geschwindelt?
        Weshalb zahlt die Alperia Millionenbeträge an Leute wie Steinhauser?
        Weil die Wassernutzung ein Allgemeingut ist? Wohl kaum.

        Aus diesem Grund ist es mir ein Rätsel, weshalb Politiker (Laimer, Durnwalder, Theiner und jetzt Zimmerhofer) ständig davon reden, dass Wasser ein Allgemeingut sei (gemeint haben sie in diesem Zusammenhang immer die Wassernutzung zur Stromproduktion).

        Trau(t)en sie sich nicht den Bürgern die Wahrheit zu sagen?

    • wanderer

      Wenn z.B. eine Gemeinde, eine Genossenschaft an der die gesamte Bevölkerung beteiligt ist, eine Fraktion (Eigenverwaltung B.N.R.) usw. Strom für die eigenen Mitglieder produzieren und verteilen kann, dann ist dies auf jeden Fall im Interesse der Bevölkerung. Siehe z.B. Gemeinde Prad im Vinschgau oder das Passeier Tal welche Strom sehr viel günstiger verteilen.

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