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Geförderte E-Mobilität

Elektro autoZur Förderung der E-Mobilität in Südtirol wurde ein Freiheitlicher Tagesordnungsantrag angenommen. Der Umstieg auf erneuerbare Energieträger soll attraktiver werden.

In verschiedenen europäischen Ländern wird derzeit intensiv über den Ausbau der E-Mobilität diskutiert. Mit ambitionierten Vorschlägen will man insbesondere die Ziele der Klimakonferenz 2015 in Paris umsetzen. Einige Länder beabsichtigen, ab einem bestimmten Datum nur noch Elektroautos zuzulassen. Es wird auch bereits darüber nachgedacht, bei der Baugenehmigung neuer Immobilien eine private Ladestation für Elektroautos vorzusehen. Bis dahin dürfte es jedoch noch dauern. Einerseits ist das entsprechende Bedienungsnetz noch ziemlich löchrig, andererseits kämpfen mächtige Lobbys und Förderstaaten von fossilen Brennstoffen um ihre Vormachtstellung. Auch Südtirol soll in Sachen E-Mobilität nachziehen. Der Landtag nahm einen entsprechenden Freiheitlichen Antrag an.

„Die Landesregierung wurde vom Landtag verpflichtet, innerhalb der laufenden Legislaturperiode für eine flächendeckende Versorgung mit E-Tankstellen In Südtirol zu sorgen. Darüber hinaus werden neben den zulässigen Steuerbefreiungen auch mögliche Förderungen beim Ankauf von Elektroautos zu prüfen sein. Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energieträger soll attraktiver werden“, so der Freiheitliche Fraktionssprecher Pius Leitner in einer Aussendung .

„Es scheint sich nun in Südtirol jene Situation zu wiederholen, die wir seinerzeit bei den erdgasbetriebenen Fahrzeugen hatten. Das Land gewährte zwar eine Förderung mittels zeitweiliger Steuerbefreiung, anfangs gab es jedoch eine einzige Tankstelle in Bozen. Dies verhinderte längere Zeit einen merklichen Umstieg auf Erdgas. Damit sich bei den Elektroautos nicht dasselbe wiederholt, ist eine flächendeckende Abdeckung mit E-Tankstellen im Vorfeld zu sorgen“, hält Leitner fest.

Pius Leitner

Pius Leitner

„Die Landesregierung hat in ihrer Sitzung vom 25. Oktober d. J. ein weitreichendes Strategiepapier angenommen und für die nächsten Jahre finanzielle Mittel im Ausmaß von 10 Millionen Euro jährlich bereitgestellt. Es ist zu begrüßen, dass diese Summe bereits im Haushaltsvoranschlag für 2017 eingeplant ist und dass mit dem Einsatz von Hybrid-Fahrzeugen im Bereich der öffentlichen Einrichtungen und Körperschaften ein erster Schritt gesetzt wurde. Neben der Umrüstung der öffentlichen Fuhrparks braucht es allerdings auch im privaten Bereich zusätzliche Maßnahmen und Anreize zur Förderung der E-Mobilität. Der Staat sieht derzeit eine fünfjährige Befreiung von der Autosteuer bei Elektroautos vor, in den Folgejahren sind lediglich 25% des normalen Autosteuersatzes zu entrichten. Aufgrund des engen Spielraumes bei der Gestaltung der Steuertarife kann Südtirol nur eine weitere Reduktion im Ausmaß von 10% vornehmen“, führt der Freiheitliche Landtagsabgeordnete abschließend aus.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (11)

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  • andreas

    Elektro ist mit den derzeitigen Akkus eine Sackgasse. Auch sind Bergstraßen nicht sonderlich geeignet, da es zu viel Leistung braucht.
    Gostner und Kumpanen sollen sich ihre Teslas gefälligst selbst finanzieren und Autoindustrie, welche quer zu finanzieren wäre, haben wir keine.
    Deshalb ist jegliche Subvention in Südtirol rausgeworfenes Geld, aber da die Freiheitlichen es ja nicht selbst finanzieren, kann man ja fordern….

  • flizzer

    Naja man kann ja viel denken-aber die weltweite Autoindustrie steht & fällt NICHT mit Südtirol

  • yannis

    Phänomenal, beim Airport BZO versuchte man den Südtirolern weis zu machen, mit dem Airport fiele und stünde alles in Südtirol, Wirtschaft, Tourismus usw. jetzt begrenzt sich dies alles auf ein PAAR Südtiroler Hansel, die im Vergleich sehr wahrscheinlich NIE die riesigen Subventionssummen wie des Airports bekommen werden.

  • vogel

    Dass sich die Freiheitlichen für so einen grünen Schmarrn einsetzen ist verwunderlich.
    Leihen sie sich mal einen Tesla aus und machen Sie da,mit eine Dolomiten- Rundfahrt. Sie werden staunen wie weit Sie mit einem E-Auto in unserem Land kommen.
    In Südtirol Geld für solche hirnlose Projekte zur Verfügung zu stellen ist ja geradezu kriminell!.

    • yannis

      Es gibt für E-Fahrzeuge bedeutend mehr Einsatz-Möglichkeiten als nur die hirnlose Dolomiten-Rundfahrt.
      z.B. der Mensch der täglich zwischen 20 und 50 Km zur Arbeit nach Bozen oder Meran pendelt, die Hausfrau, Hotel-Betreiber, usw. die täglich ihre Besorgungen in einen Radius von weniger als 20 Km zu erledigen haben, oder der Bergbauer der seine Milchkannen täglich zur Sammelstelle befördern muss und ganz nebenbei sein E-Fahrzeug entweder über Photvoltaik oder Wasserkraft ganz emissionsfrei auflädt.
      Auch der ein oder andere „Schüler-Transportdienst“ könnte OHNE Diesel Abgase erledigt werden.
      Nun das E-Fahrzeuge bergauf sicher einiges an Elektrischer Energie ziehen ist unbestritten, produzieren aber bergrunter eine Großteil des Verbrauchs emissionsfrei wieder, während der Diesel Abgase mit allen seinen schädlichen Bestandteilen samt reichlich Bremsenabrieb der Umwelt hinterlässt.

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