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    Hilfe für Aleppo

    896173__no-name_Das Kinderhilfswerk Unicef begeht am 22. Dezember den „Aleppo Day“. Auch Südtiroler Vereine helfen vor Ort.

    Nach sechs Jahren Krieg und einer monatelangen Blockade in der umkämpften Stadt Aleppo steht die evakuierte Bevölkerung vor dem Nichts. Der Bevölkerung fehlt es am Notwendigsten, der Winter verschlimmert die Lage weiter.

    Die Sicherheitslage ist auch für die humanitären Organisationen vor Ort schwierig, trotzdem wollen sie die Flüchtlinge nicht im Stich lassen: „Wir lieben Aleppo, es ist unsere Stadt. Ich kann auch nicht die Bevölkerung hier zurücklassen. Wir versuchen, jeden Tag einzeln anzugehen, so weit wie möglich zu arbeiten und vor allem unsere Zukunft in die Hand zu nehmen“, erzählt ein Ingenieur der Nichtregierungsorganisation GVC, die vom Land Südtirol unterstützt wird. „Ich will mein Land in dieser schwierigen Zeit unterstützen. Wenn ich auch nur einen kleinen Beitrag für meine Leute leisten kann, dann mache ich es.“

    Im Großraum Aleppo versorgt mit Ai.Bi. ein weiterer Südtiroler Verein seit einigen Monaten Flüchtlinge mit Lebensmitteln. Es sei schwieriger geworden, an Nahrung zu kommen, sagen die Volontäre vor Ort. In den letzten Tagen haben 30.000 Menschen die Stadt verlassen; die Hilfsorganisationen erwarten sich somit in diesen Wochen die Ankunft tausender weiterer Flüchtlinge in den Ortschaften rund um Aleppo. Zudem mussten die Hilfsaktivitäten an die verschärfte Situation angepasst werden. In einigen Städten war es für die Menschen vor Ort so gefährlich geworden, so dass die Hilfszentren umsiedeln musste.

    „Mit Unterstützung des Landes Südtirol kaufen die Hilfsorganisationen vor Ort Lebensmittelpakete, um die Familien auf der Flucht mit dem Nötigsten zu versorgen“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher. Die Lebensmittel können direkt verzehrt werden – die Pakete enthalten zum Beispiel Brot, Käse, Sardinen, Dosenfleisch und Trinkwasser. Zudem werden Voucher verteilt, damit sich die Flüchtlinge auch selbst Lebensmitteln beschaffen können.

    Seit Beginn des Konfliktes in Syrien setzen folgende Südtiroler Organisationen mit der Unterstützung des Landes Südtirol Projekte für die Bevölkerung um: Ai.Bi., Caritas, Gesellschaft für bedrohte Völker, GVC, Syrian Children Relief. Das Amt für Kabinettsangelegenheiten, das für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe zuständig ist, schließt sich am „Aleppo Day“ dem Appell der Vereinten Nationen um die Einhaltung des internationalen Rechts und der Menschenrechte in und um die weitgehend zerstörte syrische Stadt an.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (1)

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    • tiroler

      Helfen ist wichtig. Allerdings gehen bei grossen hilfsorganisationen bis zu 75% der spenden für verwaltung, provisionen und gewinne drauf. Mehr als 25% kommen nicht bei den bedürftigen an.
      Bei Ärzte ohne grenzen zb. Kommen hingegen 100% der spenden an.

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