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    Die Nährwert-Pflicht

    einkaufswagen supermarktSeit dem 13. Dezember 2016 ist die Nährwert-Deklaration auf allen verpackten Lebensmitteln europaweit verpflichtend. Bislang waren Informationen zum Nährwert freiwillig.

    Die Lebensmittel-Informationsverordnung der EU (VO EU 1169/2011) schreibt ab dem 13. Dezember 2016 für alle verpackten Lebensmittel eine verpflichtende Nährwert-Deklaration vor. Auf der Verpackung müssen Angaben zum Brennwert (Kaloriengehalt) sowie zu den Gehalten an Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten, Zucker, Eiweiß und Salz gemacht werden. Verbraucher können so auf einen Blick sehen, wie viel Fett, Zucker oder Salz ein Produkt enthält. Die Angaben beziehen sich immer auf 100 Gramm oder 100 Milliliter des Produkts, erklärt die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS).

    So bedeuten beispielsweise die Angaben „Brennwert: 571 kcal“ und „Zucker: 47,6 g“ auf einer Milchschokolade, dass 100 Gramm dieser Schokolade 571 Kilokalorien sowie 47,6 Gramm Zucker enthalten.

    Zusätzlich können die Nährwerte pro Portion in Gramm und als Prozentanteil der Referenzmenge für Erwachsene angegeben werden. Eine Portion von 25 Gramm der oben genannten Milchschokolade enthält 143 Kilokalorien. Damit liefert der Verzehr einer Portion 7,1 Prozent der Referenzmenge für die Energieaufnahme von 2.000 Kilokalorien pro Tag für Erwachsene – sofern wirklich nur eine Portion und nicht die ganze Tafel gegessen wird.

    Wenn auf der Verpackung genügend Platz vorhanden ist, sind die Nährwerte in Tabellenform anzugeben, bei Platzmangel können sie auch hintereinander aufgeführt werden.

    Zusätzlich zu den oben genannten Nährwerten können die Hersteller in der Nährwerttabelle weitere freiwillige Angaben machen, beispielsweise zum Ballaststoffgehalt oder zum Gehalt an ungesättigten Fettsäuren.

    Lose verkaufte Lebensmittel, unverarbeitete Produkte wie Obst und Gemüse und alkoholische Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol sind von der Deklarationspflicht ausgenommen. Verpackte Lebensmittel, welche sich bereits im Handel befinden, aber noch keine Nährwert-Kennzeichnung tragen, dürfen noch abverkauft werden.

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    Kommentare (2)

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    • paul1

      Wenn das so weitergeht, ist bei jeder Ware/Lebensmittel ein Beipackzettel wie bei Medikamenten Pflicht…. hihihihi

    • Und die Angabe in italienischer Sprache ist natürlich bindend vorgeschrieben. Dafür wird dann schon mal die deutsche Beschreibung überklebt.
      Dieses „ganz normale alltägliche Problem“ war in der SVP-Schutzklausel wohl nicht berücksichtigt? Oder?
      Aber wahrscheinlich sind wir so autonom, dass wir Rom fragen dürfen, ob das italienische Etikett jetzt über der deutschen Beschreibung, über der deutschen Angabe der Nährwerte oder über der deutschen Inhaltsliste aufgeklebt werden soll…

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