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    „RAInes Chaos“

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder von der BürgerUnion kritisiert das Chaos mit der RAI-Gebühr. „Bürger müssen darum betteln, eine Steuer zahlen zu dürfen.“

    Als „RAInes Chaos“ bezeichnet der Landtagsabgeordnete Andreas Pöder (BürgerUnion) die Vorgänge um die Bezahlung der RAI-Zwangsgebühr.

    „Seitdem die Regierung Renzi die Bezahlung der RAI-Gebühr über die Stromrechnung eingeführt hat, reißt die Serie der Pannen nicht ab. Schuld daran sind allerdings nicht die Stromanbieter wie Alperia, sondern die römische Regierung und  das Finanzministerium, die eine nicht durchdachte Regelung eingeführt  und damit ein Chaos verursacht haben“, so Pöder.

    „Wie bereits die Verbraucherzentrale mitgeteilt hat, ist die Geschichte  im RAI-Gebühren-Chaos um ein Kapitel reicher: Nachdem die Stromanbieter wie Alperia die RAI-Gebühren fast ausschließlich über die Stromrechnung für 3 Kilowatt-Anschlüsse einheben konnten, mussten die  meisten anderen Haushalte und Betriebe die RAI-Gebühr von 100 Euro selbst über den F24 Einzahlungsschein berappen. Wenn jetzt allerdings Alperia mit der November-Dezember Stromrechnung doch die RAI-Gebühr einhebt, sind diese Bürger die Gelackmeierten: Sie haben die Gebühr für die RAI doppelt bezahlt“, so Pöder.

    Das Alperia-Schreiben

    Das Alperia-Schreiben

    „Damit aber nicht genug:  Alperia teilt nun in einem  (dieser Mitteilung beiliegenden) Schreiben allen Kunden umständlich mit, dass sie die neuen Stromrechnungen kontrollieren sollen: Wenn dort die RAI-Gebühr angerechnet wird und der betreffende Bürger die Fernsehsteuer bereits selbst eingezahlt hat, dann sollte man doch bitteschön nicht die ganze Stromrechnung zahlen sondern die RAI-Gebühr einfach abziehen“, kritisiert Pöder.

    „Was Alperia den nun restlos verwirrten Stromkunden aber nicht mitteilt, ist, wie man
    verfahren soll, wenn der Betrag  – wie bei den meisten Stromrechnungen – über einen Dauerauftrag vom Konto abgebucht wurde oder wird. Dann wird die RAI-Gebühren-Geschichte endgültig zum Spießrutenlauf: Man muss bei der Bank den Dauerauftrag rechtzeitig stoppen, hat man das versäumt, muss man versuchen bei Alperia den zu viel bezahlten Betrag zurückzubekommen. Es scheint fast so, also müssten die Bürger regelrecht darum betteln, die RAI-Steuer bezahlen zu dürfen und im Zweifel sogar eine Doppelbezahlung hinnehmen. Bleibt zu hoffen, dass dann auch das Programm doppelt so gut wird“, so Pöder.

    „Es wird Zeit, dass sich die Landesregierung bei der Regierung in Rom um eine vernünftige
    Lösung bemüht“, so Pöder abschließend.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (4)

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    • einereiner

      Nur die pflichtbewussten Südtiroler betteln um das Bezahlen der Steuern. Italiener bettelt keiner. Dass Südtirol nicht Italien ist wissen wir ja seit dem Referendum.

    • itler

      Und das Ganze dann auch noch für KEINE GEGENLEISTUNG!
      Auch nicht zu vergessen dass nur wir Südtiroler nochmals 20 Mio € pro Jahr an die RAI über unsere Steuern zahlen!

    • saustall_kritiker

      Man kann mir Fug und Recht behaupten, dass alle jene, die diese Rai-Steuer zu managen hatten, wirklich reinste Trittbrettfahrer sind. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich viele, welche nicht direkt eine Stromrechnung bekommen, da der Strom über einen gemeinsamen Zähler im Mehrfamilienhaus abgerechnet wird und die Rechnung der Hausverwalter bezahlt und über die Hausspesen mittels interner Zähler aufteilt und verrechnet. Besagte Personen haben sich letztes Jahr immer wieder an die Rai und an die Agentur der Einnahmen gewandt, niemand wusste aber, wie diese die Rai-Steuer bezahlen müssten. Und dann am 27. Oktober erst kam eine Pressemitteilung der Agentur der Einnahmen, der zufolge diese Personen die Rai-Steuer bis 31.Oktober, also an den verbliebenen noch zwei Werktagen mittels F24 in der Bank einzuzahlen hätten, ansonsten wurde mit einer gesalzenen Strafe gedroht. Sowas ist reine Trittbrettfahrerei, um es sehr gelinde auszudrücken: Denn was war, wenn diese Personen gerade an diesen Tagen außer Landes waren, wie es wirklich in einigen Fällen zutraf. Wie kann man als Agentur der Einnahmen das ganze Jahr nichts wissen und dann drei Tage vor Fälligkeit die Leute, die sich das ganze Jahr besorgt erkundigt hatten ohne je eine Antwort zu bekommen, verrückt machen und mit Strafen bedrohen…..? Sowas gibt es nur in einer ganz extremen Bananenrepublik. Danke Herr Pöder, dass du dich solch skandalöser Zustände annimmst!

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