Du befindest dich hier: Home » Gesellschaft » Die Version des Taxlers

    Die Version des Taxlers

    taxi-waltherplatzDer Fall des Bozner Taxifahrers, der eine Kundin verprügelt haben soll, ist laut Polizeibericht komplexer als bisher dargestellt. Der Taxler wurde bei dem Streit mit der 33-jährigen Frau selbst verletzt und seine Brille beschädigt. Er wird selbst Anzeige erstatten.

    Von Thomas Vikoler

    Der Bericht liegt inzwischen auf dem Schreibtisch von Staatsanwalt Axel Bisignano, der formell ein Ermittlungsverfahren gegen den Bozner Taxifahrer eingeleitet, über den die ganze Stadt spricht. Eine 33-jährige gebürtige Kenianerin wirft ihm vor, sie während einer Taxifahrt am 2. Dezember ausgeraubt und verprügelt zu haben.

    Am Mittwoch lehnte die Taxikommission der Gemeinde Bozen allerdings eine Suspendierung der Taxilizenz des Mannes ab.

    Nicht ohne Grund, denn laut Polizeibericht ist der Fall komplexer als bisher dargestellt. Zwar läuft gegen den Taxler ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Raubes, Körperverletzung und Bedrohung (dieselben Tatbestände wie in der Anzeige des mutmaßlichen Opfers). Das Faszikel der Staatsanwaltschaft erhält aber auch Hinweise, die die Vorwürfe der Frau relativieren.

    Zum Beispiel, dass der Taxifahrer bei dem Gefecht selbst verletzt worden ist. Er wandte sich – wie die Frau – an das Bozner Spital, wo bei ihm Verletzungen im Gesicht (Kratzer) mit einer Heilungsdauer von zehn Tagen festgestellt worden sind. Außerdem beklagt der Taxifahrer eine zu Bruch gegangene Brille.

    Größer die Verletzung des Fahrgastes. Bei der 33-jährigen Frau aus Kenia stellten die Ärzte einen Bruch des Nasenbeins fest. Heilungsdauer: 15 Tage. Eine Körperverletzung, die durch nichts zu rechtfertigen ist.

    Die Dynamik des Streits zwischen Fahrer und Fahrgast, der zu einer derartigen Gewalteskalation führte, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen. Aus dem Polizeibericht geht jedenfalls hervor, dass die Frau, die gegen 1.30 Uhr nachts am Pfarrhof zustieg, „betrunken“ war.

    Erwiesen ist, dass es eine heftige Diskussion um die Fahrtroute des Taxis gab. Die Frau verdächtigte den Fahrer, um mehr kassieren zu können, eine längere Route als nötig gefahren zu sein. Im Verlauf der Diskussion hat der Taxifahrer laut Handy-Aufzeichnungen die Drohung ausgesprochen, die Frau zu verprügeln.

    Unklar sind hingegen die Angaben der Frau über das Geld, das ihr der Fahrer des Taxis Nr. 22 entrissen haben soll. Zunächst sagte sie gegenüber der Polizei, es fehlten 20 Euro, in der Anzeige war dann von 50 Euro die Rede. Auch zum IPhone-Handy gibt es unterschiedliche Angaben: Im Polizeibericht steht, die Frau habe es verloren. In der Anzeige, dass es ihr der Taxifahrer entrissen und über das Brückengeländer geworfen habe.

    Staatsanwalt Bisignano geht bereits jetzt davon aus, dass es sich in Bezug auf das Geld um keinen Raub handelt. Allenfalls um den Tatbestand des eigenmächtigen Inkassos eines Guthabens.

    Wie es aussieht, wird sich Bisignano bald mit einer zweiten Anzeige zu dem Fall befassen müssen. Der Taxler, der weiter fahren darf, ist bereits mit einem Anwalt in Kontakt getreten.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (17)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • watschi

      immer wieder müssen taxifahrer betrunkene leute nach hause kutschieren. nicht selten müssen sie hinterher ihren wagen von kotze, urin oder kot reinigen. manches mal werden sie verprügelt oder auch ausgeraubt. ja, nicht immer sind die sogfenannten „feinen“ kunden freundlich. er wird herabwürdigend behandelt. wenn man dann von einer betrunkenen person nicht nur verbal, sondern auch physisch angegriffen wird, dann kònnte einem auch einmal der kragen platzen und dies bezahlt man dann halt teuer. das ist der grund, weshalb die meisten taxler in diesen fällen die ordnungshüter herbeirufen und somit hinterher keine probleme haben. in der presse liest man halt nie davon.

      • michih

        Ja dafür sind Taxis da, damit die Betrunkenen nicht mit dem eigenen Auto fahren! Es ist eben ihr Job, sonst sollen sie eben was anderes machen!

        • franz

          @michih
          Aber auch für betrunkene und Menschen mit Migrationshintergrund gelten die selben Gesetze, sie haben nicht das Recht Taxifahrer und Bus-Zugkontrolleure zu attackieren
          Oder sindTaxi & Bus-Zugkontrolleure dazu da von Idioten betrunkene und Menschen mit Migrationshintergrund attackiert zu werden ?

    • franz

      Übergriffe von Immigranten auf Taxi und Bus -Zug Kontrolleure gibt es beinahe täglich,
      Da hört man von bestimmten Gutmenschen nichts.
      Im Gegenteil besteht ein TAXI oder Buskontrolleur auf sein Recht wird er niedergemacht und von bestimmten Kreisen wie Sozialzentren und naiven Gutmenschen als Rassist beschimpft.
      Erinnern wir uns an den Fall des Buskontrolleur Hermann Mair. http://www.tageszeitung.it/2016/01/04/wie-ein-rotzbub/
      Polizisten müssen bei einer Verhaftung solcher Elemente fürchten eine Anzeige wegen Diskriminierung oder Folter zu bekommen. So zumindest der Gesetzesvorschlag ddl. der Postkommunisten und linken Gutmenschen des PD im letzen Moment im Senat von Gaspari Fi und Lega verhindert.
      http://www.repubblica.it/politica/2016/07/19/news/tortura_senato_sospende_esame_ddl-144456836/
      Schon genug , dass mit den DL-Depenalizzazione die art .337 c. p & art 336 c . p ( Wiederstand gegen die Staatsgewalt vom Strafrecht gestrichen wurde und so kommt es , dass Immigranten glauben sie können sich alles erlauben.
      In derTat genießen mit den “svuota carceri“ und den DL-Depenalizzazione beinahe völlige Straffreiheit.
      Während italienische Staatsbürger mit den selben DL-Depenalizzazione zivilrechtlich massakriert
      werden.
      Die Rechnung ohne den Wirt gemacht hat womöglich der 19 jährige junge Mann mit Migrationshintergrund der die Staatsanwältin Dr Mosna und den Richter Emilio Schönsberg beim Verhör bedroht hat. Das geht vielleicht doch zu weit.
      http://www.tageszeitung.it/2016/12/15/wegschauen-geht-nicht/#comment-337696

    • siegsch ober glei olle der frau recht geben weils a stark pigmentierte isch – und glei die kort wegen diskriminierung ausstellen – dai dai stronzate – de wert schun a net gonz unschuldi sein gweden tat i sogen ha…….

    • franz

      Mal angenommen, der Taxifahrer wäre ein Mann mit Immigrationshintergrund gewesen und der Fahrgast eine Frau aus Südtirol, dann würde es wohl heißen, na ja die Frau ist selbst schuld, warum fährt sie Nachts alleine leicht bekleidet ohne Kopftuch und mit Minirock durch die Gegend.
      Und von den ganzen von Sozialzentren gesteuerten links-grünen Gutmenschen, würde man nichts hören.
      Siehe Silvester Köln, Frauen die alleine aus den Haus gehen um zu feiern sind Freiwild und Schlampen. ( Und die linke Bürgermeisterin wollte alles unter den Tisch kehren bzw. der Polizei einen Maulkorb verpassen.)
      Oder
      Nicht Muslimische Mädchen sind Freiwild und Schlampen
      Wochenlang wurde eine Hauptschülerin aus Salzburg von einem türkischen Mitschüler massiv sexuell belästigt. Geholfen hat ihr niemand, die Direktorin der Schule warf ihr sogar vor, selber schuld zu sein, da sie „sich schminkt“.
      https://antiislam.wordpress.com/2009/11/22/nicht-muslimische-madchen-sind-freiwild-und-schlampen/
      Wollen wir doch die Kirche im Dorf lassen, ( nicht wie Bum Bum Bürgermeister Rösch anlässlich der Ankunft der neuen Bürger in Meran, ) ( nähe Bahhof ) meinte, würden wir diese Menschen nicht aufnehmen, müsste man die Kirchen auch abreißen. ?
      Um nicht die Gefühle dieser neuen Bürger zu verletzen hat der grüne Bum Bum Bürgermeister Rösch beschlossen, das Silvester-Feuerwerk zu verbieten.

    • tiroler

      franz! bitte!
      verfasse einen kommentar wenn du willst, aber schreibe keine romane!
      stell dir vor, jeder würde so viel kram schreiben wie du, den keiner lesen will. ein bisschen rücksicht auf die restlichen user ausser dir!
      danke

    • goggile

      Tiroler gretisier mal den franz nicht, weil in meinen augen ist er eine sehr intelligente Persönlichkeit. Sehr grosses fundiertes Wissen.

      • wollpertinger

        Was hat die Greti mit der Sache zu tun? Um welche Greti geht es hier eigentlich?

      • andreas

        Ohne Google würde er kaum seinen Namen fehlerfrei schreiben können.

        • franz

          Den naiven Gutmensch andreas scheint wohl nicht zu gefallen wenn jemand seine Freunde beschreibt wie sie eben sind.
          Schließlich meint er ja auch, die Opfer von Charli Hebdo sind selbst schuld weil sie den Propheten beleidigt haben.
          Zu bedauern sind natürlich die bei der Demo gegen das Blatt zu Tode gekommenen Anhänger der ( so andreas ) zum Thema : http://www.tageszeitung.it/2015/01/18/knallkoepfe-charlie/
          Kriminelle gehören nicht eingesperrt , so andreas , ein richtiger Gutmensch eben, naiv und blauäugig wie Realitätsverweigerer eben sind.:-)
          Apropos fehlerfrei schreiben ,
          Ich würde Dir empfehlen , um fehlerfrei zu schreiben solltest Du selbst ab und zu auf Google nachschauen. ( siehe Kommentar zum Thema Knallköpfe )

    • franz

      Bevorzugt sind natürlich Kommentare mit beleidigenden Innhalten die gleich veröffentlicht bzw. freigeschaltet werden, wie z. B
      User wie maierwalter flizzer ft Aber scheinbar ist es für die Verantwortlicher der Redaktion kein Problem wenn, wenn User Richter der Lüge bezichtigen ( die Richter am Landesgericht Bozen sind nur mit einer Lüge auf ihren hochdotierten Posten gekommen) ( italienische Anwälte , ( Prof. avv. Dr. C. Taormina ) und den Unterfertigten als rechte braune Drecksschweine bezeichnen.
      Der Unterfertigte auf diesen Portal 50 mal als Lügner bezeichnet wird. http://www.tageszeitung.it/2016/11/23/deutlicher-akzent/#comment-336558
      Oder User auf diesen Portal Propaganda für den Anbau bzw., den Konsum von Drogen verbreitet.
      Was gegen den art. 1 in der Verfassung verankerte Jugendschutz,. bzw. den Art. 82, D.P.R. n. 309/1990 – verletzt.
      Istigazione, proselitismo e induzione al reato di persona minore
      «1. Chiunque pubblicamente istiga all’uso illecito di sostanze stupefacenti o psicotrope, ovvero svolge, anche in privato, attività di proselitismo per tale uso delle predette sostanze, ovvero induce una persona all’uso medesimo, è punito con la reclusione da uno a sei anni e con la multa da lire due milioni a lire dieci milioni.
      2. La pena è aumentata se il fatto è commesso nei confronti di persone di età minore…….
      “ L’avvocato Angelo Greco, esistono due tipi di responsabilità in questi casi: quella omissiva e quella per omesso controllo“
      Bezüglich Jugendschutz und Privacy –
      Das müsste Herr Oberhofer und Herr Tribus eigentlich ja kennen..
      L’avvocato Angelo Greco, esistono due tipi di responsabilità in questi casi: quella omissiva e quella per omesso controllo“
      Lässt ein Internetportal beleidigende Kommentare auf seiner Seite stehen, kann das teuer werden. So will es ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). in seinen ersten Urteil vom 10.10.2013 bzw. im Urteil vom 16.06.2015
      Demzufolge kann ein Portal für beleidigende Kommentare seiner Nutzer zur Verantwortung gezogen werden.
      Vielleicht hilft eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft.
      In diesem Sinne, Lg

    • michih

      Dass der Täter (sic!) ein Wiederholungstäter ist, verschweigen all die rechts-blaunen Schlechtmenschen natürlich, passt ja nicht in ihr unterdurchschnittlich pigmentiertes Weltbild….

      • franz

        @michih
        Wo steht etwas von Wiederholungstäter ?
        Und warum sollen die Rechten Schlechtmenschen sein ?
        Im Gegensatz zu den links-grünen naiven. blauäugigen Realitätsverweigere und Gutmenschen welche ganz Europa ins Chaos gestürzt haben, hätten die Rechten durchaus konstruktive Vorschläge und Ideen Problem zu lösen.
        So gesehen sind die linken Gutmenschen die Schlechtmenschen.
        Das “VOLK“ der Souverän gibt den Rechten bei Wahlen recht.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen