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    Der verhinderte Auftritt

    max-raiPosse im Funkhaus am Mazziniplatz: Rai Südtirol wollte den unter Hausarrest stehenden Ausbrecherkönig Max Leitner am Freitag in die Live-Sendung zum Jahresrückblick einladen. Rai-Koordinator Markus Perwanger legte ein Veto ein.

    von Artur Oberhofer

    Die Bestätigung kommt vom Koordinator von Rai Südtirol:

    „Ich konnte und wollte es nicht verantworten, dem Herrn Leitner, der ja noch unter Hausarrest steht, in einer Live-Sendung eine Bühne zu geben“, so Markus Perwanger.

    Die Macher beim sonst so braven und biederen Sender wollten offenbar über ihren Schatten springen und mal einen richtigen Aufreger und Quotenhit landen.

    Nach Informationen der TAGESZEITUNG sollte der Ausbrecherkönig Max Leitner, der erst seit wenigen Monaten in seinem Heimathaus in Elvas unter Hausarrest steht, an der Jahresrückblick-Sendung von Rai Südtirol partizipieren.

    Die Sendung wird am kommenden Freitag nach der Tagesschau live ausgestrahlt.

    Die Jahresrückblick-Sendung ist eine Gemeinschaftsproduktion der Programmabteilung und der Redaktion von Rai Südtirol. Die Kontakte zwischen Max Leitner und Rai Südtirol sind über die beiden Moderatoren Magdalena Schwellensattl und Zeno Braitenberg gelaufen.

    Das Justizministerium soll bereits grünes Licht für Max Leitners Teilnahme an der Live-Sendung erteilt haben, als sich dann Rai-Koordinator Markus Perwanger querstellte und ein Veto aussprach.

    Gegenüber der TAGESZEITUNG sagte Markus Perwanger am Montag:

    „Ich hatte von Beginn an große Bedenken gegen eine Teilnahme des Herrn Leitner an der Live-Sendung, denn er steht formell unter Hausarrest und hat seine Haftstrafe noch nicht abgebüßt.

    Auch wenn er seine Haftstrafe abgesessen hätte, wäre ich nicht der Meinung gewesen, dass Herr Leitner eine prägende Persönlichkeit des Jahres 2016 ist, der mit dem Landeshauptmann, mit Cuno Tarfusser und anderen Persönlichkeiten in der abendfüllenden Live-Sendung sitzen sollte. Das wäre in meinen Augen nicht opportun gewesen.“

    Markus Perwanger betont außerdem, dass der Sender noch keine formelle Einladung ausgesprochen habe. Man habe sich „im Stadium von Vorgesprächen“ befunden, so der Rai-Koordinator.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    • Wie das Rai-Studio in der Messe Bozen hätte überwacht werden müssen.
    • Und: Wie Max Leitner in der Sprechstunde einer Politikerin aufgetaucht ist.

     

     

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