Du befindest dich hier: Home » News » „Finanziell nichts Schlechtes“

    „Finanziell nichts Schlechtes“

    köllenspergerJene Firma, die für den Sanitätsbetrieb neue Informatik-Systeme ausarbeiten sollte, dürfte nun den Eigentümer wechseln. Die Details.

    Von Anton Rainer

    Wie die TAGESZEITUNG am Dienstag berichtete, soll die EDV-Firma Insiel Mercato, die im Rahmen der SAIM GmbH die Südtiroler Sanitätsinformatik auf Vordermann bringen sollte, verkauft werden. Gestern berichtete Paul Köllensperger vom Movimento 5 Stelle während der Aktuellen Fragestunde im Landtag von dem brisanten Deal.

    Käufer soll die Trentiner GPI sein, die das Informatiksystem für das Trentiner Gesundheitswesen erstellt hat – jenes System, „das Südtirol kostenlos hätte übernehmen können“, so Köllensperger. Eine Aussage, die vom Sanitätsbetrieb „angesichts hoher Anpassungskosten“ bestritten wird. Der Grillino wollte daher wissen:„ Ist der Landesregierung bekannt, dass Insiel Mercato verkauft werden soll bzw. bereits verkauft worden ist? Hat diese Tatsache einen Einfluss auf die von SABES getroffenen Entscheidung, der Insiel die Erstellung der klinischen Patientenakte anzuvertrauen? Wie ist der Stand der Umsetzung der digitalen Patientenakte durch Insiel?“

    Die Frage liege erst seit kurzem vor, antwortete Gesundheitslandesrätin Martha Stocker, und sie habe noch keine Antwort von den Ämtern. Aber: „Eine Übernahme dürfte finanziell nichts Schlechtes sein, über die Auswirkungen auf das Informatikprojekt kann ich aber noch nichts sagen.“

    Auch beim Sanitätsbetrieb hat man noch keine Informationen darüber, dass „Insiel Mercato“ verkauft werden soll. Sollten sich die Eigentümerverhältnisse in der Gruppe TBS, zu der Insiel Mercato gehört, aber ändern, so habe dies „keine Auswirkungen auf das Projekt der Integrierten Patientenakte“, versichert der Sanitätsbetrieb.

    In diesen Tagen beschließt die Direktion den operativen IT-Masterplan – und zeigt sich optimistisch: „Es ist unser Ziel, die SAIM innerhalb Dezember dieses Jahres mit der Entwicklung zu beauftragen.“

    Clip to Evernote

    Kommentare (3)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • yannis

      Da wird eine riesen Geschrei für ein „Softwärchen“ gemacht dieses ein halbwegs versierter Hobby-Programmierer auf GNU/Linux Basis mit offenen Quelltext nach Feierabend schreibt.
      Wenn durch diese Deals unter den Softwareerstellern derjenige den Bach runter geht (was nicht selten vorkommt) von dem man das System für seinen „Betrieb“(Sanität) erworben hat und dieser dabei, wie meistens, den Quelltext mitnahm, ist ein „Worst Case“ sehr nahe.

    • politikverdrossener

      Wir sind im Jahr 2016 und die Südtiroler Sanität ist immer noch nicht untereinander verbunden ! Mein Hausarzt kann meine Sanitätsakte nicht konsultieren, weil es sie nicht gibt.Alle zum Teufel schicken !
      aber in Tagusens brauchen sie ein schnelles internet.

      • yannis

        @politikverdrossener,
        >>>Mein Hausarzt kann meine Sanitätsakte nicht konsultieren<<<

        dazu ist noch nicht mal langsames oder schnelles Internet erforderlich.

        In Deutschland trägt jeder mit seiner Krankenversicherungskarte, auch Gesundheitskartekarte genannt, seine Krankenakte auf den Chip der Karte in seiner Hosentasche mit, vorausgesetzt er hat der Speicherung dieser Daten auf seiner Karte zugestimmt.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen