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    Neue Sorten

    890677_aepfel-versuchszentrumlaimburg140 Teilnehmer aus 22 Ländern informierten sich beim Sorten-Symposium des Versuchszentrums Laimburg im Rahmen der Interpoma über neue Apfel- und Birnensorten.

    Über Methoden, Ergebnisse und Herausforderungen von Züchtungsprogrammen in Italien, Europa und Australien informierten sich 140 Wissenschaftler, Anbauer, Züchter, Sortenprüfer, Vermarkter, Sortenmanager, Berater. „Neue Sorten zu entwickeln und anzubieten“, betonte Pomologe und Sortenexperte Walter Guerra, „ist eine wichtige Strategie, um sich von der Konkurrenz abzuheben“.

    Das Interesse an neuen Gala-Klonen, das bereits seit längerem anhält, bleibt weiterhin bestehen. Interessant sind auch resistente Sorten, die ein bemerkenswertes Qualitätsniveau erreicht haben. Daneben füllen kleinfruchtige Snack-Äpfel eine wichtige Nische im Markt. Neuheiten gibt es auch bei der Farbe des Fruchtfleisches, berichtete der Experte: Neugezüchtete Sorten mit rotem Fruchtfleisch wecken das Interesse vieler Konsumenten. Ausschlaggebend sind aber auch Saftigkeit, Süße und Knackigkeit, die neben Geschmack und Aroma seit jeher eine wichtige Rolle spielen.

    Neue Zuchtziele können in Zukunft auch in Richtung super-süße Äpfel gehen, die insbesondere für die Eroberung des asiatischen Marktes eine große Rolle spielen. „Daneben geht die Forschung aber auch in die Richtung von Sorten, die einen niedrigen Anteil von Allergenen aufweisen“, erklärte Guerra.

    Das nationale Sortenprüfungsprojekt „Liste Varietali“, vom italienischen Ministerium für Landwirtschafts-, Ernährungs- und Forstpolitik 1994 gestartet, stellte Stefano Tartarini von der Universität Bologna vor. Ziel dieses Projektes, an dem neben anderen auch das Versuchszentrum Laimburg beteiligt ist, sind die Finanzierung und Koordinierung der Versuche zur Leistungsfähigkeit neuer Sorten in ganz Italien. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden insgesamt 300 Sorten getestet; auf der Grundlage dieser Tests wird jährlich die Liste der für den Anbau geeigneten Sorten erstellt.

    Über die Prüfung von Birnensorten im Rahmen des nationalen Projekts „Liste Varietali“ referierte Giuseppina Caracciolo von der Forschungsgruppe Obstbau im Consiglio per la ricerca in agricoltura e l’analisi dell’economia agraria (CREA): Von den 79 evaluierten Birnensorten wurden 18 für positiv befunden. In Italien bleibt die Sorte Abate Fetel weiterhin mit Abstand die am meisten angebaute Birnensorte.

    Das EU-weite Netzwerk Eufrin, an dem auch das Versuchszentrum Laimburg beteiligt ist, stellte Jef Vercammen vom Forschungszentrum pcfruit in Belgien vor. In Arbeitsgruppen werden dort Informationen und Erfahrungen über neue Sorten und Unterlagen ausgetauscht.

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