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    Gefährdetes Klausen

    hangsicherung

    Steinschlag- und Überschwemmungsrisko: Klausen weist weit mehr rote Zonen auf, als ursprünglich angenommen. Nun soll ein besonderer Schutzbau her.

    von Erna Egger

    „Wir mussten leider feststellen, dass wir in Klausen mehr gefährdete Zonen haben, als ursprünglich angenommen“, erläuterte Gemeindereferent Helmut Verginer bei der jüngsten Bürgerversammlung in Klausen.

    In diesen roten Zonen herrscht absolutes Bauverbot.

    Zurzeit plant man im Künstlerstädtchen an umfangreichen Sicherungsmaßnahmen, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

    Erste Hangsicherungen zum Schutz der Bevölkerung in der Zone Leitach wurden bereits durchgeführt: Oberhalb des Hiang-Hofes wurden ein Erdwall und Steinschlagnetze errichtet. Dieses erste Baulos ist abgeschlossen. Die Arbeiten für das Baulos 2 werden demnächst beginnen, die weiteren vier Baulose werden innerhalb 2019 umgesetzt.

    Die Hangsicherung Pucherstraße zur Absicherung des Krafthauses und der Pucherstraße wurden indes an die Firma Alpenbau um 30.000 Euro vergeben. „Eine Million Euro kosten die Bauarbeiten, wobei die Gemeinde 20 Prozent beitragen muss“, erklärte Verginer.

    Eine weitere große Gefahr geht vom Eisack aus: Das Büro Ingena aus Bozen wurde beauftragt, ein Vorprojekt für den Hochwasserschutz auszuarbeiten. Bei mehreren Zusammentreffen mit Amtsdirektor Alexander Pramstraller vom Amt für Wildbachverbauung war man sich einig, dass eine Gesamtlösung zum Schutz vor Hochwasser für das Gemeindegebiet Klausen ausgearbeitet werden muss.

    In einer Machbarkeitsstudie wurden mehrere Lösungen in Betracht gezogen: Die Errichtung von Mauern bis zu einer Höhe von vier Metern, das Absenken der Bachsohle und Entfernen der sogenannten Ablagerungen im Eisack, was jedoch sehr gefährlich wäre und Folgeprobleme verursachen könnte, sowie der Bau eines Bypasses. In diesem Fall würde das Hochwasser in einen Tunnel um Klausen abgeleitet – diese letztere Lösung wäre jedoch viel zu teuer.

    „Derzeit wird eine kombinierte Lösung aus fixen Böschungen und Mauern sowie mobilen Wänden angestrebt“, so Verginer.

    Ein erster Entwurf des Vorprojektes soll im Jänner 2017 vorliegen. „Es muss auch der urbanistische Aspekt von mobilen Wänden überprüft werden“, fügt der Gemeindereferent hinzu.

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