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    Der Durchbruch

     LH Arno Kompatscher

    LH Arno Kompatscher

    Der Ministerrat hat am Donnerstag in Anwesenheit von Landeshauptmann Kompatscher zwei Durchführungsbestimmungen zur Jagd genehmigt.

    Kurzfristiger Umbau des Terminkalenders von Landeshauptmann Arno Kompatscher: Der Ministerrat in Rom hat am Donnerstag die Behandlung der beiden Durchführungsbestimmungen zur Jagd auf die Tagesordnung gesetzt.

    Die Entwürfe dazu waren von der Zwölferkommission ausgearbeitet worden. Es handelt sich dabei um die Durchführungsbestimmungen zur Regelung der Jagd in Naturparks und jene zur Ausnahmeregelung für jagdbare Arten (TAGESZEITUNG Online berichtete).

    „Worum sich das Land Südtirol seit Jahrzehnten bemühen, ist heute gelungen“, freut sich Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Der Ministerrat hat die Durchführungsbestimmungen zur Jagd verabschiedet. Dadurch ermöglicht er Südtirol und auch dem Trentino, die Jagd autonomer zu gestalten und schafft Rechtssicherheit“, erklärt Landeshauptmann Kompatscher, „im Sinne des gemeinsamen Anliegens von Naturschutz und Jagd, das Gleichgewicht zwischen Wildtieren und ihren Lebensräumen nachhaltig zu erhalten.“

    So ist im Sinne der neuen Durchführungsbestimmungen die Jagd in Südtirols Naturparks – im Unterschied zum restlichen Staatsgebiet – nicht absolut verboten sondern weiterhin möglich. „Dies ist für uns von Bedeutung, da ein Fünftel der bejagbaren Fläche in Naturparks liegen“, so der Landeshauptmann, „mit der Durchführungsbestimmung wird nun klar festgelegt, dass es Zuständigkeit des Landes ist, die Jagd in den Naturparks zu regeln.“

    Die zweite Durchführungsbestimmung schafft Klarheit, was die jagdbaren Wildarten angeht und sichert auch in diesem Bereich die Zuständigkeit des Landes. In den vergangenen Jahren war diese Zuständigkeit immer wieder in Frage gestellt und ausgehöhlt worden, unter anderem durch Urteile des Verfassungsgerichtshofes.

    Die Jagd in den Naturparks wurde beanstandet und die Entnahmeermächtigungen von nicht jagdbaren Wildarten wurden wiederholt vom Verwaltungsgericht ausgesetzt.

    „Nach langen und schwierigen Verhandlungen ist es uns nun gelungen, unsere Zuständigkeit für die Jagd abzusichern“, sagt Landeshauptmann Kompatscher, der sich dafür auch bei den Südtiroler Parlamentariern, allen voran Senator Karl Zeller, bedankt.

    Damit seien in der laufenden Amtszeit bereits elf Durchführungsbestimmungen vom Ministerrat genehmigt worden. Die beiden neuen Durchführungsbestimmungen treten nach ihrer Beurkundung durch den Staatspräsidenten und nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.

     

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    Kommentare (6)

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      das ist doch eine sehr gute Nachricht,
      freut mich echt

    • dr.sheldoncooper

      die Tiere wären unter italienischer Gesetzgebung sicher besser vor dem Abknallen geschützt.

      • ft

        Sie sind wohl nie über die Salurner Klause hinausgekommen, sonst könnten sie nicht so einen Käse verzapfen. Wandern Sie einmal in Italien während der Jagdsaison durch die Landschaft. Aber Vorsicht, denn dort streifen tausende von Jägern, die nie eine ordentliche Jagdprüfung gemacht haben, durch das Land, und schiessen auf alles was sich bewegt. Und wenn bis am Abend zu wenig Wild geschossen wurde, lässt man aus Gehegen einige aus, um die leer ausgegangenen Jäger zu befriedigen. Merken Sie sich. Immer nur reden von etwas wo man was versteht und Erfahrung hat. So vermeidet man als wichtigtuerischer Tölpel dazustehen.

    • flixoflex

      Endlich sind wir Südtiroler am Ziel. Viel zu lange mussten wir darauf warten, die kleinen Tierchen abzuschießen. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung und wir können die Büchse krachen lassen. Beschämend, welche Prioritäten man in Südtirols Politik seit Jahrzehnten setzt. Offensichtlich hat die Schießlobby in Südtirol ein politisches Gewicht.

    • kleinlaut

      Es sind ja alles nur Heger und Pfleger! Sogar die aufgestylten Flintenweiber dienen nur zur Belustigung der honorigen Jägerschaft…keine davon würde einem armen Tierchen etwas zuleide tun!

    • thefirestarter

      Und wieder ein Meilenstein auf dem Weg zur Vollautonomie
      und schon das 2 x innerhalb weniger Wochen in dem sich die Zirkustruppe um LB Kompatscher gegen Rom durchsetzen kann und die Interessen aller Südtiroler erfolgreich verteidigen konnte.
      Zuerst die Ihre eigenen Gehälter, jetzt ihre eigenen Jagdtrophäen… was werden wir wohl als nächstes selber etnscheiden können?
      P.S.: ich bin so froh in einer so aufregenden Zeit leben zu dürfen in der ich echt Geschichtsträchtige Augenblicke hautnah miterleben darf…, dachte sich das Murmeltier

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