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    „Die Nicht-Nachricht“

    florian kronbichlerFlorian Kronbichler kann das Getöse über die angebliche Rettung der Schlanderser Geburtenabteilung nicht verstehen. Die Nachricht sei bereits seit einem halben Jahr bekannt.

    Der Abgeordnete Florian Kronbichler kann das Getöse über die angebliche Rettung der Schlanderser Geburtenabteilung nicht verstehen. Die Nachricht sei bereits seit einem halben Jahr bekannt.

    Ins iner Aussendung schreibt Kronbichler am Dienstag:

    „Gut für Schlanders und für den ganzen Vinschgau! Doch muss die Rettung der dortigen Geburtenabteilung von der Landesregierung mit solchem Getöse und abgesehen davon, mit den leider üblichen Verantwortungs-Abschiebungen kundgetan werden? Dass Schlanders gerettet ist, steht fest, seit feststeht, dass Sterzing geopfert wird. Und dieser Beschluss ist bald ein halbes Jahr alt. Somit ist die Meldung keine Nachricht mehr. Sie bringt nichts, was nicht schon bekannt gewesen wäre.

    Was an der Erfolgsmeldung aber bedenklicher ist: Sie tut so, als habe man bis gestern auf eine Entscheidung Roms gewartet. Rom hat gar nichts entschieden. Die so genannte Geburten-Kommission im Gesundheitsministerium hat zur Kenntnis genommen und ihr Okay gegeben zu etwas, was in Bozen beschlossen worden ist. Es ist bedauerlich und Verwirrung stiftend, dass die Landesregierung in der Geburtenabteilungsfrage weiterhin so tut, als wäre Rom schuld an der Schließung von Innichen und Sterzing.

    Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin hat wiederholt erklärt, es liegt in der Zuständigkeit der autonomen Provinz Bozen, welche und wie viele Geburtenabteilungen das Land sich leisten will. Die Schließung von Sterzing wurde vom Land ausdrücklich begründet mit der Notwendigkeit, Schlanders zu erhalten. Das Ministerium hat diesem Wunsch stattgegeben. Jetzt so zu tun (wie der Landeshauptmann und der Bezirkspräsident des Vinschgaues tun) dass sie die ,Entscheidung‘ Roms für Schlanders emphatisch begrüßen, ist schlicht opportunistischer Autonomieverzicht:

    Das böse Rom hat uns die Geburtenstationen von Innichen und Sterzing genommen und jetzt Gott sei Dank mindestens Schlanders zugestanden. Das stimmt nicht. Über richtig oder falsch lässt sich streiten. Unstrittig aber ist: Es sind die Südtiroler Landesregierung und ihr Sanitätsbetrieb, die es in ihrer Autonomie so wollten.“

     

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    Kommentare (5)

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    • franz

      “Die Nachricht sei bereits seit einem halben Jahr bekannt.“(…….)
      Da ist wohl kein Zufall, dass die SVP/PD genossen solche Nachricht jetzt verbreiten, wenn Zufällig gerade ein Referendum statt findet. 🙂
      Typisch von den ganzen Sauhaufen SVP/PD. das Volk verarschen und belügen und die Tatsachen verdrehen.
      Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin hat wiederholt erklärt, es liegt in der Zuständigkeit der autonomen Provinz Bozen, welche und wie viele Geburtenabteilungen das Land sich leisten will.(…..)
      Wenn es sich um Flüchtlingsthemen bzw. zu Themen zur Sanität geht ist die der Staat zuständig, wenn es um Politikergehälter geht liegt die Zuständigkeit bei der autonomen Provinz.
      In Sachen Sanität widerlegt Gesundheitsministerin Beatrice Lorenzin dies.
      Was die Zuständigkeit in der Flüchtlingsthematik betrifft, ist es wohl ähnlich, zumindest wenn es stimmt was Generalvikar Eugen Rungaldier von der Katholischen Kirche auf rai südtirol 21.10.2016. 20:00 meint.
      Er meint Nicht der der Staat ist für die Aufnahme der Flüchtlinge in Südtirol zuständig wie zum Teil bewusst oder aus politischen Gründen behauptet wird sonder auf Grund des Autonomiestatuts das Land und kann demensprechen autonom entscheiden wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen.
      Nicht wie uns Frau Soziallandesrätin Stocker bzw. LH Kompatscher immer wieder weismachen wollen man müsste die Staatlichen Quoten respektieren.
      Nicht das Land finanziert die Unterkünfte sondern der Staat !
      Wie in der Dolomitenausgabe vom 07.10.2016 zu lesen war unterstreicht Kompatscher außerdem dass“ nicht “ wir“ sondern der Staat kommt für die Finanzierung auf.
      Wie schon am am runden Tisch 07.03.2016 20:21-Video 50:00 < )
      ''LH Kompatscher: Nicht das Land finanziert die Unterkünfte ( -35 € laut Innenministerium ) sondern der Staat. mit ( 30 € sagt der LH. ) Aha und wer ist der Staat – Nicht die Steuerzahler, also wir ?''(….)
      ''Wir wollen nicht`s schönreden oder Panik machen.'' (……)

    • franz

      Interessant auch die Behauptung auf der von Renzi kontrollierten Rai , auf rai radio südtirol 22.11.2016. 12:00 hieß es heute die Zufriedenheit mit der Regierung Renzi sei in den letzten Jahren angestiegen, besonders bei Jugendlichen.
      Wenn das nicht Wahlpropaganda ist ? 🙂
      Bei 5 Millionen Arbeitslosen 9 Millionen Italienern die unter der absoluten Armutsgrenze leben und 200.000 Jungen Menschen die seit 2014 auswandern mussten. ( Daten ITSAT )
      Und den JOPS ACT mit 80 Millionen VOUCHER von Renzi, was Junge Menschen zu Sklaven degradiert hat.

      • yannis

        >>>auf rai radio südtirol 22.11.2016. 12:00 hieß es heute die Zufriedenheit mit der Regierung Renzi sei in den letzten Jahren angestiegen, besonders bei Jugendlichen<<<

        wer so einen Schmarrn glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen, oder anders ausgedrückt "Er hat sich aufgegeben"
        Bei der höchsten Jugendarbeitslosigkeit von 39% in der EU entlarvt sich diese Meldung als gezielte Wahlpropaganda von selbst.

    • leitnerandreas

      Gratuliere! Nachdem Stocker und Co es nicht geschafft haben nach Innichen und Sterzing auch Schlanders zu schließen wird dies nun als großer Sieg verkauft! Erbärmlich…

    • unglaublich

      Dass man von den eigenen Volksvertreter wie ein Idiot behandelt wird, tut fast am meisten weh.

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