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    Verschobene Schützen

    juncker kompatschWeil sich seine Ankunft in Südtirol etwas verspätet, muss der „landesübliche Empfang“ für EU-Kommissions-Präsident samt Schützensalven verschoben werden.

    (ar) Die Email, die Arno Kompatscher am Mittwoch an Südtirols Landtagsabgeordnete verschickte, liest sich einigermaßen verwirrend:

    „Sehr geehrte Damen und Herren“, schreibt der Landeshauptmann darin, „der Präsident der Europäischen Kommission, Jean-Claude Juncker, […] wird etwas später als geplant in Bozen eintreffen. Aus diesem Grund findet um 09.15 Uhr kein landesüblicher Empfang am Silvius Magnago Platz statt.“ 

    Zur Erinnerung:

    Der ehemalige Luxemburger Premierminister und nunmehrige Präsident der EU-Kommission wird als Ehrengast zur Konferenz „70 Jahre Pariser Vertrag: Autonomie und Föderalismus in Europa“ am 18. November in Bozen erwartet.

    Wie zuletzt im Juni bei Heinz Fischer, damals noch Bundespräsident Österreichs, war auch zur Ankunft Jean Claude Juncker ein sogenannter „landesüblicher Empfang“ eingeplant gewesen.

    Dieser leitet sich aus der Tradition des kaiserlichen Österreichs ab, nach der hohe Ehrengäste (vornehmlich aus dem Kaiserhaus) mit militärischen Ehren empfangen wurden. In keinem anderen österreichischen Bundesland finden derartige Landesübliche Empfänge statt – es sei denn, sie werden im Sinne des Landes Tirol durchgeführt (z.B. beim Tirolerball in Wien).

    All das nimmt natürlich einige Zeit in Anspruch – insbesondere dann, wenn, wie beim Besuch von Jean-Claude Juncker, „wie geplant pünktlich für 10.00 Uhr“ der Beginn der 70-Jahr-Veranstaltung vorgesehen ist. Wird die Zeremonie samt Begrüßungsschnapserl und Ehrensalve nun also abgesagt?

    „Nein“, beruhigt Landeskommandant Elmar Thaler, „aber ich gebe zu, dass mich die Email auch etwas verwirrt hat.“ Tatsächlich findet die offizielle Begrüßung vor dem Palais Widmann nun einige Stunden später statt, die Salven wurden auf kurz vor Mittag verschoben.

    Die Eröffnung des 70-Jahre-Events in der Universität Bozen muss Juncker bis dahin als Begrüßung reichen.

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