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    Land der Seilbahnen

    imageIm Jahr 2015 gab es in Südtirol 371 Seilbahnanlagen, die zusammen eine Förderleistung von 522.677 Personen pro Stunde hatten.

    2015 gab es in Südtirol 371 Seilbahnanlagen, die zusammen eine Förderleistung von 522.677 Personen pro Stunde hatten. Die Föderleistung gibt an, wie viele Personen in einer Stunde in eine Richtung befördert werden.

    Damit reiht sich Südtirol im Vergleich mit den Nachbarländern an dritter Stelle, hinter dem Land Tirol mit 1072 Seilbahnanlagen und einer Föderleistung von 1.475.361 Personen pro Stunde und dem Land Salzburg mit 556 Seilbahnen und einer Förderleistung von (522.677) 780.866 Personen pro Stunde.

    Südtirol liegt somit bei der Anzahl von Anlagen vor den Skiregionen im Trentino (231 Seilbahnanlagen und 349.730 Personen pro Stunde), Aostatal, Vorarlberg und Graubünden. Was die Anzahl von Seilbahnanlagen je 1000 Quadratkilometer Landesfläche betrifft, liegt Südtirol gegenüber den Nachbarländern in Österreich mit 50,1 Anlagen weit hinter Vorarlberg, Tirol und Salzburg.

    In Südtirol wird nur 0,5 Prozent der Gesamtfläche für den Wintersport genützt.

    Sämtliche Daten zu den Aufstiegsanlagen hat das Landesamt für Seilbahnen nun in einer handlichen Broschüre herausgegeben. „Die Seilbahnen sind ein zentraler Bestandteil der Südtiroler Mobilitätspolitik, nicht nur weil sie das umweltfreundlichste Fortbewegungsmittel sind, sondern auch weil sie für die Wettbewerbsfähigkeit des Wintertourismus unentbehrlich sind und deswegen auch stetig erneuert werden müssen“, erklärt Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

    Mit einem Jahrsumsatz von 287,7 Millionen Euro sei die Seilbahnbranche ein sehr bedeutender Sektor und ein wichtiger Impulsgeber für die lokale Wirtschaft, so Mussner.

    Im Laufe des Jahres 2015 wurden insgesamt fünf Anlagen neu gebaut, erneuert oder potenziert. So wurde im Planungsraum Eggental – Jochgrimm im Skigebiet „Karerpass“ ein neuer Schlepplift“ mit einer Länge von 121 Meter errichtet. In Gröden – Plan de Gralba wurde der 2er-Sessellift „Piz Sella 2“ durch eine moderne Einseilumlaufbahn mit einer erhöhten Föderleistung auf 2.190 Personen pro Stunde ersetzt und im Planungsraum Wipptal wurde der im Jahr 1933 errichtetet 3er-Sessellift „Kalcheralm“ durch eine komfortablere Einseilumlaufbahn mit betrieblich lösbaren 4er-Sesseln und einer Förderleistung und von 2.200 Personen in Stunde ausgetauscht.

    Im Planungsraum Pustertal wurde am Kronplatz die Kabinenbahn „Belvedere“ von Grund auf erneuert. Im Skigebiet Alta Badia wurde in Corvara anstelle des 4er Sesselliftes „La Fraina“ eine neuartige Umlaufbahn mit betrieblich lösbaren 6er Sesseln mit Kindersicherung errichtet.

    Bei dieser Gelegenheit wurde die Förderleistung auf 2.200 Personen die Stunde erhöht. Dazu wurde ebenfalls in Corvara der Schlepplift „Capanna nera“ um 225 Meter verkürzt. An der Dreiseilumlaufbahn „Bozen – Oberbozen“ wurde die Föderleistung durch den Ankauf von zwei zusätzliche Kabinen von 550 auf 720 Pesonen pro Stunde erhöht, somit reduzieren sich auch dort die Wartezeiten bei hohem Andrang.

    Die höchste Förderleistung erzielte 2015, wie in den Jahren zuvor, der Planungsraum Gröden-Seiseralm, und zwar mit 111.406 Personen pro Stunde, gefolgt von Hochabtei mit 83.626 Personen pro Stunde und Pustertal mit 66.407 Personen pro Stunde.

    Von den 120.768.953 während der Wintersaison 2014/15 beförderten Personen wurden 68,1 Prozent von den Umlaufbahnen mit betrieblich lösbaren Fahrzeugen befördert, 18,2 Prozent von den Sessel- und Korbliften und 11,0 Prozent von den Schleppliften. Im Jahr 2014 arbeiteten insgesamt 1953 Personen in der Seilbahnbranche.

    Einen Rückgang um 6,3 Prozent hat es 2014 bei der Zahl der beförderten Personen (Fußgänger), welche die Aufstiegsanlagen zwischen Mai und Oktober 2014 genutzt haben, vermutlich wegen der schlechten Witterung. Während der Sommersaison 2015 hat sich der Trend aber nicht bestätigt, denn im Sommer 2015 wurden laut Hochrechnung in Südtirol 7.010.000 Personen befördert, das einem Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Sommer 2014 entspricht.

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