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    Tirol-Krimi

    Andere Kinos tun’s schon lange, jetzt probiert es der Filmclub auch. Er zeigt zwei ORF-Landkrimis vorab.

    von Renate Mumelter

    „Sommernachtsmord“ heißt der erste der vier Landkirmis, die der ORF bis Ende Dezember bereit hält. Sie spielen in Tirol, Salzburg, Südtirol, Wien. Weil es aber bis Dezember noch lange hin ist, zeigt der Filmclub den Tirol-Krimi und den Südtirol-Krimi bereits vor dem Sendetermin. 

    Warum aber ins Kino gehen, wenn der Krimi eh im TV kommt?  Weil im Kino das Bild so groß ist wie sonst nirgends und weil im Kino andere Menschen sitzen, die lachen, weinen, sich fürchten oder sich ärgern. Tatort-Nächte und House-of-Cards-Sessions zeigen, dass TV-Serien dem Kino wieder auf die Sprünge helfen könnten.

    In Bozen läuft der Tirol-Krimi schon, obwohl er erst am 8. Dezember ausgestrahlt wird. In „Sommernachtsmord“ hat die gesamte Tiroler Schauspielelite von Julia Gschnitzer über Gregor Bloèb bis zu „unseren“ Gerti Drassl und Peter Mitterrutzner ihren Auftritt.  Angesiedelt ist die Story in den Bergen, es gibt eine Leiche, etwas Kontraposition zwischen Bergvolk und Stadtleut‘ und viel Düstertirol-Klischee. Felix Mitterer, ein Garant für schwere Stimmungen, hat das Drehbuch geschrieben. Das Ambiente ist so tirolerisch, dass es fast schon zuviel wird, außer man grinst sich eins. Die  Story  nimmt eine interessante Wendung, und Regisseur Harald Sicheritz gelingt es, trotz der Schwere Lächellichtblicke einzubauen.

    Auch der Südtirol-Krimi „Endabrechnung“ wird schon bald im Filmclub zu sehen sein.

    Schalkos Wien-Krimi und der Salzburg-Krimi kann man jetzt schon auf dem österreichischen Filmportal Flimmit streamen, Tirol- und Südtirol-Krimi folgen. In Südtirol klappt das Streamen allerdings nicht, denn „in deinem Land“ ist  der Film „ aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar“. Das Rechteproblem für Südtirol ist nach wie vor politisch ungelöst.

    Sommernachtsmord (A 2016), 88 Min., Regie: Harald Sicheritz, Drehbuch: Felix Mitterer, mit Peter Mitterrutzner, Gerti Drassl, Julia Gschnitzer, Gregor Bloèb. Bewertung: Eine Mitterer-Geschichte.

    Was es sonst noch gibt: „Deutschland, bleiche Mutter“ am Dienstag im Filmclub, Hauptdarstellerin Eva Mattes ist mit dabei. „I, Daniel Blake“ in Meran

    Das Ambiente ist so tirolerisch, dass es fast schon zuviel wird, außer man grinst sich eins

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