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    Vorsorge verbessern

    gd_Diabetes_Typ_2_Jugend_12KW46_Pixelio-1024x967Zum Weltdiabetestag „Augen auf den Diabetes“ am 14. November unterstreicht Landesrätin Martha Stocker die Bedeutung der Prävention und der Eigenverantwortung.

    Laut dem Gesundheitsbericht der Epidemiologischen Beobachtungsstelle des Landes waren im vergangenen Jahr 2015 knapp 22.000 Südtiroler von Diabetes mellitus, der so genannten Zuckerkrankheit, betroffen. 8 Prozent der Fälle (935) betreffen den Diabetes Typ I, eine vorwiegend in der Kindheit und Jugend vorkommende Form, die mit Insulin behandelt werden muss; mehr als 90 Prozent (20.799) leiden an Diabetes Typ II, der im Erwachsenenalter ausbricht und zumeist durch Diät, körperliche Bewegung und den Blutzuckerspiegel senkende Medikamente unter Kontrolle gehalten werden kann.

    Diabetes und die damit verbundenen Komplikationen wie Herzkreislauferkrankungen, Bluthochdruck und Stoffwechselkrankheiten gelten als eines der größten Gesundheitsprobleme der Industrieländer, deren Häufigkeit gerade wegen des allgemein immer stärker verbreiteten Übergewichts und des zunehmenden Bewegungsmangels der Menschen ansteigt.

    Anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November rückt die Südtiroler Gesundheitslandesrätin Martha Stocker die Bedeutung der Präventionsarbeit und die Stärkung der Eigenverantwortung der Patienten in den Mittelpunkt. „Diabetes gehört zu jenen chronischen Erkrankungen, deren Vorbeugung und deren Verlauf wir durch unsere Gewohnheiten wesentlich beeinflussen können. Gemeinsam mit den Patientenorganisationen unseres Landes arbeiten wir an der fortlaufenden Sensibilisierung der Menschen“, betont Landesrätin Stocker.

    Daher sehe der Landespräventionsplan eine Reihe von Initiativen zur verbesserten Vorsorge wie die regelmäßige Überwachung und Studie der Lebensstile in Südtirol, die Durchführung von Sensibilisierungsaktionen im Bereich der Ernährung, die Förderung der sportlichen und körperlichen Tätigkeiten und nicht zuletzt die Stärkung der „Evviva-D“-Programme vor. Bei diesen Kursen erlernen Diabetiker, Angehörige, Freunde und diabetesgefährdete Menschen aktuelles Wissen und Techniken im Umgang mit der Krankheit, um in Eigenverantwortung ihre Lebensgewohnheiten zu ändern und in der Behandlung unterstützend mitzuwirken.

    Der Weltdiabetestag wird seit 1991 am 14. November als ein Tag der Internationalen Diabetes-Föderation begangen: An diesem Tag ist Frederick G. Banting geboren, der gemeinsam mit Charles Herbert Best im Jahr 1921 das lebenswichtige Insulin entdeckte. Seit 2007 ist der Weltdiabetestag ein offizieller Tag der Vereinten Nationen.

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