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    Die erste Bäuerinnenschule

    ageFür Frauen, die einen landwirtschaftlichen Haushalt oder Betrieb führen wollen, bietet die Fachschule Dietenheim einen Lehrgang mit 300 Unterrichtsstunden an.

    Die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Dietenheim wartet mit einem landesweit erstmals angebotenen Lehrgang auf: In 300 Unterrichtsstunden und einer großen Vielfalt an Themen werden all jene ausgebildet, die einen landwirtschaftlichen Haushalt führen und einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaften wollen.

    „Ich komme aus einem ganz anderen Berufsfeld und bin Sozialbetreuerin“, berichtet Irene Pfraumer aus Kaltern, „Mit meiner Motivation für die Ausbildung steht es immer noch gut. Die hauswirtschaftlichen Inhalte sind sehr interessant, auch Betriebswirtschaftslehre. Mein Ziel ist, mein Grundstück gut bewirtschaften zu können.“

    Karin Trenkwalder aus Ridnaun fügt dem Folgendes hinzu: „Ich bin voll motiviert, es gibt in der Ausbildung so viele Bereiche, dass für jede etwas dabei ist. Die Inhalte entsprechen meinen Vorstellungen, bis jetzt war alles interessant und brauchbar.“ Besonders gespannt ist sie schon auf die Wahlfächer. Ihr Ziel ist es, viele Möglichkeiten zu erkunden, um zu verstehen, wie sich die Landwirtschaft in fünf bis sechs Jahren entwickeln wird: „Mir geht es darum, mich zu orientieren, um meine Möglichkeiten zu finden“, sagt Karin.

    Für die Schule war das überaus große Interesse überraschend, das die erste Informationsveranstaltung im letzten Frühjahr hervorrief.

    Nach einem Auswahlverfahren im Herbst haben sich schließlich 13 junge, motivierte Frauen aus dem Vinschgau, dem Überetsch, dem Wipptal und dem Pustertal zusammengefunden, um die Ausbildung zu absolvieren. Sie kommen aus anderen Berufssparten und sehen in der Land- und Hauswirtschaft ein künftiges Arbeitsfeld.

    Die Ausbildung umfasst land- und hauswirtschaftliche Inhalte wie Recht und Wirtschaft, Buchführung und Betriebswirtschaft, Lebensmittelkunde, Garmethoden und Speisenpräsentation, Nutztierhaltung, Landmaschinenkunde und Bodenkunde.

    Besonders wertvoll für die Teilnehmerinnen sind die Angebote der Wahlpflichtmodule. Je nach Betriebszweig (von der Nutztierhaltung bis zum Weinbau) ermöglichen sie es, ein ganz individuelles Konzept für die Umsetzung der erworbenen Kompetenzen in der späteren Tätigkeit zu erarbeiten.

    Konzipiert haben die Ausbildung die Fachschule für Land- und Hauswirtschaft Dietenheim und die Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung Haslach in Zusammenarbeit mit der Südtiroler Bäuerinnenorganisation. Die Aussagen der Lehrgangsteilnehmerinnen lassen annehmen, dass diese Ausbildung die erste, aber sicher nicht die letzte dieser Art sein wird.

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