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    Die Volksbank-Aktie

    Präsident Otmar Michaeler und Generaldirektor Johannes Schneebacher

    Präsident Otmar Michaeler und Generaldirektor Johannes Schneebacher

    Der Verwaltungsrat der Volksbank hat den Auszahlungspreis der Aktie im Zuge der Umwandlung in eine AG festgelegt: 12,10 Euro.

    Der Verwaltungsrat der Südtiroler Volksbank hat am Montag den Auszahlungspreis der Aktie im Zuge der Umwandlung in eine AG bei 12,10 Euro pro Aktie festgesetzt.

    Die Voraussetzungen für eine Kapitalauszahlung bestehen zum heutigen Zeitpunkt laut der Bank nicht, die endgültige Entscheidung wird nach der Umwandlung getroffen. Zudem wurde der Strategieplan bis 2021 genehmigt.

    Im Zuge der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft steht den Mitgliedern und Aktionären einer Gesellschaft per Gesetz das so genannte Austrittsrecht zu. Die Bank ist dazu verpflichtet, einen Auszahlungspreis (valore di liquidazione) festzusetzen – für jene Mitglieder, die von ihrem Austrittsrecht Gebrauch machen. Heute hat der Verwaltungsrat der Volksbank diesen Auszahlungpreis bei 12,10 Euro pro Aktie festgesetzt.

    Die Volksbank hat für die Bewertung die Gutachten von zwei unabhängigen Beratern eingeholt. Die Gutachter haben für den Auszahlungspreis eine gemeinsame Preisspanne von 12,10 – 15,00 Euro pro Aktie angegeben, was einem Buchwertmultiple von 0,73 bis 0,90 entspricht.

    Die Bewertung beruht auf der anhaltend schwierigen Marktsituation im Bankensektor. Sie ist charakterisiert von einem niedrigen Zinsniveau und einem dauerhaften Margendruck sowie einem starken regulatorischen Druck, der zu zusätzlichen Kosten führt. Zudem führt die fortschreitende Digitalisierung zu einem Umbau der Vertriebsmodelle der traditionellen Banken. Bankaktien im gesamten System stehen auch deshalb derzeit unter hohem Druck.

    „Den Verwaltungsräten der Volksbank ist es angesichts dieser Rahmenbedingungen bewusst, dass sie bei der Festlegung des Auszahlungspreises besonders umsichtig vorgehen mussten“, sagte Volksbank-Präsident Otmar Michaeler.

    Die gesetzlichen und statutarischen Bestimmungen sehen vor, dass die Bank im Rahmen der Umwandlung in eine AG die Auszahlung der Aktien einschränken oder ausschließen kann, sofern dies notwendig ist. Der Verwaltungsrat hat festgestellt, dass zum heutigen Zeitpunkt die dafür notwendigen Bedingungen nicht gegeben sind. „Eine Auszahlung würde den bisherigen Einschätzungen zur derzeitigen und zukünftigen Vermögenslage der Bank widersprechen und sich unverzüglich auf die Kapitalratios auswirken und somit die notwendigen Mittel für die Wachstumsziele des Strategieplans binden“, sagte Michaeler.

    Die endgültige Entscheidung zum Ausschluss der Auszahlung wird der Verwaltungsrat im Sinn der aufsichtsrechtlichen Auflagen erst dann treffen, sobald nach der Umwandlung in die Aktiengesellschaft die Anzahl an Aktien aus Austritt bekannt ist.

    Der Verwaltungsrat hat zudem den Strategieplan 2017-2021 beschlossen. Er ist im wesentlichen eine Fortführung und Vertiefung des bisher gültigen Strategieplans (die quantitativen Zielgrößen entnehmen Sie folgendem Link: www.volksbank.it/strategieplan).

    „Der Strategieplan 2017-2021 bestätigt zwar das Geschäftsmodell einer tief verankerten Regionalbank im Nordosten Italiens. Er trägt aber den veränderten Kundenanforderungen nach einfacheren und schnelleren Bankdienstleistungen Rechnung. Wir werden energische Anstrengungen unternehmen, um den Umbau des Vertriebsmodells zügig voranzutreiben. Insgesamt erreichen wir eine noch solidere Eigenkapital- und Liquiditätssituation, einen Abbau der Problemkredite und eine nachhaltige Rentabilität der Bank“, sagte Generaldirektor Johannes Schneebacher.

    Die Volksbank-Mitglieder sind am 26. November zu einer ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlung einberufen, um u.a. über die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft abzustimmen.

    Der Bericht des Verwaltungsrates zur Festlegung des Auszahlungswertes wird innerhalb 10. November auf der Website der Bank veröffentlicht.

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    Kommentare (19)

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    • tiroler

      ich habe bei der letzten kapitalerhöhung volksbanksaktien auf anraten der volksbankangestellten erworben. der preis war ca 18euro je aktie. mir wurde versichert, dass ich garantiert keine verluste haben werde.
      jetzt lese ich, dass ich für die aktie noch 12 euro erhalte.
      meiner meinung nach nennt man so etwas betrug

      • morgenstern

        Das mag zwar kein Trost sein, aber dein Geld ist nicht futsch, es hat nur jemand Anderer.

      • besserwisser

        @tiroler: hast du das wirklich geglaubt? aktienpreise sind nie garantiert!

      • guenther

        Kann bestätigen, dass auch ich bei der letzten Kapitalerhöhung von Mitarbeitern der Volksbank angerufen wurde und mir zum Kauf von Aktien geraten wurde. Nicht nur dies; vor mehreren Monaten wollte ein Mitglied unserer Familie die Aktien verkaufen. Es wurde strikt abgeraten dies zu tun. Im Gegenteil, man sollte noch Aktien dazukaufen, denn dies wäre eine sichere Anlage. Von wem wurden die Mitarbeiter der Volksbank angewiesen, den Leuten solche Sachen zu erzählen (ja sogar die Mitglieder telefonisch zu kontaktieren und ihnen zu raten Aktien zu kaufen ?) Nun wurde der Wert auf ca. € 12 festgelegt. Ob dieses ganzen „Beratungen“ und Anrufe von Seiten der Volkbank-Mitarbeiter rechtlich in Ordnung sind, ist erst noch abzuklären.
        Abgesehen davon werden viele Kleinsparer mit diesem Verhalten der Volksbank in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Mich würden mehrere Meinungen von Mitgliedern interessieren, die bei der letzten Kapitalerhöhung Aktien gekauft haben (vor wie vielen Monaten???) und für diese Aktien jetzt noch ca. € 12 erhalten.
        Müssen wir uns dies bieten lassen? NEIN. Wir können uns auch wehren.
        Wenn solche Sachen in Konzernen, bzw. Firmen passieren, so tritt der Verantwortliche (Präsident oder wer auch immer) zurück oder wird aufgefordert sofort zurückzutreten.

    • ft

      Wer einem Banker glaubt dem ist nicht zu helfen.

    • wollpertinger

      Das Schachspielen in Marostica, das von der VB gesponsert wird, kostet viel Geld, und das fehlt halt an allen anderen Ecken und Enden. Dafür sollte man als Aktionär schon etwas Verständnis haben. Wenn die Aktie nichts mehr wert ist, kann man sie immer noch als Klopapier verwenden.

    • xy

      Mich hat ein Mitarbeiter der Volksbank mit allen Mitteln versucht zu überreden, dass ich Aktien ihrer Bank erwerben soll.
      Du hast diesen und jenen Vorteil bla…..bla…..bla… usw.
      Ich bin seinen noch so gutgemeintem Ratschlag nicht gefolgt, und siehe da mein Bauchgefühl hat sich jetzt bestätigt.

    • dr.sheldoncooper

      na ja… der präsident der volksbank kommt auf einem anderen onlineportal nicht umsonst im artikel „moderne raubritter-im zeichen des falken“ vor
      und auf zeit.de sogar als „Hypo-Profiteur“ in Zuge des Hypo Skandals.

    • werner

      Einfach mal ein Zeitungsinserat aufgeben. Wenn jemand will, kann er einem Austrittswilligen seinen Anteil um 12,30€ abkaufen. Dann haben beide was davon.

    • politikverdrossener

      So long sich dei Gscheiden im Veneto ausbreiten werden,werds lei weiter owerts gian.Hoben von der Sparkassenkonkurrenz nix glernt.Werden schun moanen sein Obergscheide,ober es isch jo nit ihr Geld.

    • perikles

      Wer nach dem Debakel der Sparkasse mit ihrer Expansion in italienische Regionen glaubte, die Volksbank könne das Expandieren besser und dann neue Volksbankaktien um 19 Euro gekauft hat, während bereits bestehende einen Wert von ca 15 Euro hatten, dem ist wohl nicht zu helfen. Und im Gegensatz zu einer Ehe, wo man sich zu Beginn ebenfalls die Treue in guten wie in schlechten Zeiten verspricht, sich aber scheiden lassen kann, wenns doch nicht läuft wie vorgestellt, kommt man von Aktien der Sparkasse und der Volksbank gar nicht mehr weg.

    • andreas

      Warum soll es den Volksbankaktionären besser als denen der Sparkasse gehen? 🙂

      Beide Banken wollten am großen Rad drehen, können es aber anscheinend nicht.

    • scudetto

      Was heißt 12,10 Euro, nur wer die Aktie verkauft und wenn nicht wie ist der Preis?

    • scudetto

      Alle die gleichen Gauner

    • scudetto

      La volpe perde il pelo ma non il vizio!!!!!

    • fb

      .. die verdienstmedaille des landes kärnten war sicher nicht unverdient…

    • gerry

      Bin überzeugt dass Michaeler keine einzige Aktie besitzt. Beim Flughafen ist ihm das Grinsen auch vergangen , mal sehen wie lange er es bei der Volksbank noch schafft.

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