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    So viel kostet Olympia

    Wintersport-Fan Günther Platter (Foto: meinbezirk.at)

    Wintersport-Fan Günther Platter (Foto: meinbezirk.at)

    Soll Südtirol gemeinsam mit Tirol an einer Olympia-Kandidatur 2026 arbeiten? So viel Geld gaben die letzten Olympia-Veranstalter aus.

    Das Land Tirol arbeitet derzeit an einer Machbarkeitsstudie, um die Möglichkeiten einer Kandidatur für die Olympischen Winterspiele 2026 auszuloten. Dabei soll geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine Austragung der Spiele erfüllt werden und welche Investitionen dafür notwendig wären.

    Tirols Sportlandesrat Josef Geisler wäre dabei an einer Austragung in der gesamten Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino interessiert, wie er am Donnerstag bei einem Treffen in Bozen bekräftigte. Südtirols Sportlandesrätin Martha Stocker zeigt sich offen für eine Zusammenarbeit.

    Kritisch betrachtet der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, die Olympia-Träume der Südtiroler Landesregierung. Und zwar aus Kostengründen: „Allein die Bewerbung der Euregio unter Beteiligung Südtirols um Olympische Winterspiele würde mindestens 12 Millionen Euro kosten. Die Gesamtkosten für Olympische Winterspiele sind im Alpenraum mit mindestens 3,3 Milliarden Euro zu beziffern, die Ausrichtung in mehreren Ländern kostet in der Regel mehr als in Einzelländern.“

    image1Eine Kostenexplosion auf 21 Milliarden Euro wie in Sotschi müsse man zwar nicht als Maßstab nehmen, aber Kostenexplosionen seien bei solchen Großereignissen nie auszuschließen.

    „Der Kosten-Nutzen-Faktor ist entscheidend, was kosten Bewerbung und Ausrichtung die Steuerzahler, was bringen dir Spiele der lokalen Volkswirtschaft? Durch die europäischen Ausschreibungsregeln werden Europakonzerne eher am Bauvolumen verdienen als lokale Unternehmen. Die neuen teuren Sportstätten können vor allem in Südtirol nach den Spielen zu Bauruinen werden und die Steuerzahler noch lange beschäftigen. Welchen langfristigen Nutzen Olympische Spiele für den Tourismusmarkt haben, muss untersucht werden. Südtirols Nächtigungszahlen steigen beständig und sind am oberen Anschlag“, so Pöder.

    Andreas Pöder

    Andreas Pöder

    Geht überhaupt noch mehr, müsse man sich in Sachen Verbauung, Verkehr und Tourismus fragen, so der Abgeordnete, der befürchtet, dass nun auch die Flughafen-Diskussion wieder angekurbelt wird.

    Pöder sagt weiters: „Die Landesregierung träumt von Olympia und vermeidet es damit, die harte Realität der Strukturreformen in der Sanität, der öffentlichen Verwaltung und in der Raumordnung zügig zu führen. Die Landesregierung redet lieber über den großen Kuchentraum anstatt die kleinen Provinzbrötchen zu backen.“

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