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„Zu viel Kleidung“

„Zu viel Kleidung“

Am Samstag findet in Südtirol die landesweite Gebrauchtkleidersammlung statt. Durchschnittlich entsorgen die Südtiroler sechs Kilogramm Kleidung pro Jahr.

Rund 18 Kilogramm Kleidung kauft jeder Deutsche im Jahr ein. Umgekehrt landen mehrere Kilo Wäsche jährlich in den Containern und bei den Sammelstellen der Hilfsorganisationen. „Für Südtirol haben wir keine genauen Zahlen, wie viel Kleidung gekauft wird, aber ich gehe davon aus, dass wir nicht weit vom Durchschnitt in Deutschland entfernt liegen. Sehr wohl wissen wir aber, dass durchschnittlich fünf bis sechs Kilogramm Kleidung bei uns in den Containern entsorgt werden“, erklärt Guido Osthoff von der Caritas Gebrauchtkleidersammlung.

2.500 Tonnen Wäsche wurden im Vorjahr von der Caritas in Südtirol eingesammelt – 700 Tonnen bei der großen Kleidersammlung im November und rund 1.300 Tonnen über Containern der Caritas. „Bei der großen Gebrauchtkleidersammlung im November bemerken wir seit Jahren einen abnehmenden Trend, insgesamt steigt die Menge in den Straßencontainern an“, sagt Guido Osthoff.

Da der Preis für die Gebrauchtkleider seit Jahren sinkt, überlegt die Caritas einen Teil der Spenden in Südtirol auszusortieren. „Wir würden uns sehr freuen und unterstützen auch Initiativen in diese Richtung, dass Gebrauchtkleider in Südtirol sortiert werden“, so Osthoff. Er ergänzt: „Es wäre wünschenswert wenn wir bald nicht mehr alle Gebrauchtkleider unsortiert über so weite Strecken nach Bremen schicken müssten, um sie dort zu sortieren, und dadurch Arbeitsplätze in Südtirol geschaffen werden könnten.“

Konkret heißt das: Die Caritas versucht über eine Zusammenarbeit mit den Sozialeinrichtungen eine Sammel- und Sortierstelle zu schaffen, wo Gebrauchtkleider aussortiert und Integrationsarbeitsplätze geschaffen werden. „Wir hoffen, dass sich bereits 2017 etwas realisieren lässt“, so Osthoff.

Bereits zum 40. Mal sammelt die Caritas am heutigen großen Sammeltag die gelben Kleidersäcke ein. Was soll in den gelben Beutel? „Wir sammeln gut erhaltene, saubere und trockene Wäsche. Es können auch Schuhe oder Bettwäsche oder Handtücher in die Beutel gepackt werden“, erklärt Guido Osthoff.

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