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    Familie Plus

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    Als einer der ersten Väter in Südtirol hat Matthias Ausserer aus Prad fürs neue „Familiengeld +“ angesucht und zwei Monate Elternzeit beansprucht. Ein Modell mit zögerlichem Start.

    Für seine zweite Tochter Paula hat Matthias Ausserer aus Prad am Stilfser Joch zwei Monate Elternzeit in Anspruch genommen. Das war bei seiner ersten, mittlerweile zwei Jahre alten, Tochter Lina nicht der Fall. Das neue „Familiengeld +“ war für ihn Anreiz dafür.

    Auch sein Arbeitgeber Andreas Egger von der Firma „Luis Egger – Heizung & Sanitäre Anlagen“ aus Schenna hatte ein offenes Ohr für das Anliegen seines Mitarbeiters, sich eine kurze berufliche Auszeit zu nehmen. Familienlandesrätin Waltraud Deeg stattete der Familie Ausserer kürzlich einen Besuch ab – sie sind die ersten Antragssteller für das neue „Familiengeld +“ in Südtirol.

    „Mit dem Landesfamiliengeld + unterstützen wir Väter, die eine berufliche Auszeit nehmen“, erklärt Deeg. Das staatliche Gesetz sehe in diesem Fall Elternzeit vor, die beansprucht werden könne. „Wenn die Väter diese Möglichkeit nutzen, haben die Familien in Südtirol Anrecht auf das Landesfamiliengeld +“, betont Deeg. So gibt es seit 1. September 2016 zusätzlich bis zu 800 Euro monatlich für Väter, die in der Privatwirtschaft angestellt sind und in den ersten 18 Lebensmonaten des Kindes für einen Zeitraum von mindestens zwei und höchstens drei aufeinanderfolgenden vollen Monaten die Elternzeit in Anspruch nehmen.

    Noch gehen die Ansuchen für das neue „Landesfamiliengeld +“ zögerlich ein. Doch die Familienlandesrätin hofft, dass diese zusätzliche finanzielle Unterstützung verstärkt wahrgenommen wird. „Es muss sich auch das Rollenverständnis ändern“, meint Deeg, „wichtig ist es, dass die Rahmenbedingungen stimmen, damit Eltern die Wahlfreiheit haben, denn sie wissen am besten, was für ihre Kinder gut ist“. Das „Landesfamiliengeld +“ zielt in diese Richtung: Es ist eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für Familien, bei denen sich die Eltern die Erziehungsarbeit teilen.

     

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    Kommentare (1)

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    • vogel

      Kinder kosten viel Geld, das stimmt. Allerdings ist mir ein Rätsel wieso es immer Geld für kleine Kinder gibt.
      Richtig teuer wird es wenn die Kinder anfangen zu studieren.
      Besonders blöd ist es dann, wenn beide Eltern arbeiten und zusammen ein gutes Einkommen erwirtschaften. Dann wird man gleich doppelt bestraft: Einmal mit den unverschämt hohen Steuern und dann bekommt man auch nur minimale oder gar keine Beiträge mehr.
      Das geht mittlerweile so weit, dass es besser ist, wenn nur ein Partner arbeitet und die ganzen möglichen Beiträge abgeschöpft werden.
      Noch besser ist es wenn beide das Arbeiten lassen. Dann haben sie auch noch Anrecht auf eine Wohnung. Selbstverständlich ohne Miete zu bezahlen. Warum soll man sich da noch anstrengen?
      Merkt denn niemand wie krank dieses System ist???

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