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    Der Fabi-Deal

    img_0108Der ehemalige Generaldirektor des Sanitätsbetriebes bekommt vom Land 150.000 Euro netto, sein Anwalt 10.000 Euro.

    Am Donnerstag wurde das Kriegsbeil begraben.

    Fast anderthalb Jahre lang hatten sich der ehemalige Generaldirektor des Sanitätsbetriebes Südtirol, Andreas Fabi, und die Landesregierung gestritten.

    Am Donnerstag wurde am Arbeitsgericht ein Schlussstrich gezogen. Andreas Fabi bekommt vom Land 150.000 Euro netto, sein Anwalt Gianni Lanzinger 10.000 Euro.

    Andreas Fabi befindet sich seit Juni 2015 im Wartestand ohne Einkommen.

    Laut einer Vereinbarung, die Andreas Fabi im Herbst 2014 mit Landesrätin Martha Stocker getroffen hatte, wären dem Ex-Direktor 270.000 Euro brutto plus anderthalb Jahre an Pensionszahlungen zugestanden.

    Das Land hat nun bis Jahresende Zeit, dem Ex-„General“ das Geld zu überweisen.

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    Kommentare (15)

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    • tiroler

      zum fremdschämen, herr fabi!
      Jahrzehnte lang ein vielfaches verdienen als 95% der südtiroler und am ende den großzügigen arbeitsgeber noch verklagen.
      schämen sie sich und genießen sie ihr geld. pfui!!

      • franz02

        Solch ein Geschwätz! Pfui, tiroler!

      • kleinlaut

        Ich schäme mich auch! Unter den gegebenen Umständen hätte ich nämlich genauso gehandelt…

      • franz02

        Die Landesregierung als großzügig zu bezeichnen, ist hanebüchen. Die Landesregierung ist nur mit jenen großzügig, die ihr in Konzept passen. Wenn jemand in Ungnade gefallen ist, werden auch bestehende Verträge und Vereinbarungen mir nichts dir nichts gebrochen. Fabi ist zu friedfertig und hat sich mit einer billigen Abspeisung zufrieden gegeben, um dem Streit ein Ende zu setzen. Eigentlich gehört die Landesregierung richtig abgestraft für so ein Verhalten!

        • owl

          Mittlerweile sind wir so weit, dass wir jemanden der 160.000 Euro vom Steuerzahler (nicht von der Landesregierung) kassiert als barmherzigen Samariter hinstellen?

          160.000 Euro für 1,5 Jahre Nichtstun!?!? Hallo! Aufwachen! Woraus eigentlich und bitte sehr, leitet sich denn dieser Anspruch ab?

          Einmal mehr wird deutlich, in welch einem Schlaraffenland die hiesige „Elite“ lebt.

          Und dann wird noch auf allerhöchstem Niveau herumgeraunzt.
          Wenn über Arbeitsplätze „normaler“ Angestellter entschieden wird, ist man weit weniger zimperlich (auch der Herr Fabi selbst). Da gibt es auch keine 160.000-Euro-Zuckerlen die einem zugesteckt werden, wie einem plärrenden Buben…

          • guyfawkes

            „Wenn über Arbeitsplätze „normaler“ Angestellter entschieden wird, ist man weit weniger zimperlich (auch der Herr Fabi selbst).“

            Ja denn nennen Sie bitte mal einen Fall bei dem ein Angestellter des Sanitätsbetriebes (oder ein anderer öffentlicher Angestellter – denn darum geht es wenn Sie schon Herrn Fabi als Vetreter eines Arbeitgebers ins Spiel bringen) unrechtmässig entlassen worden ist und nicht wieder eingestellt werden musste.

            • meintag

              Dann informier dich mal in deinem Bekanntenkreis über Ausschreibungsmodalitäten im Sanitätsbereich welche noch auf seine Amtszeit zurückgehen.
              Beispiel spezialisierte Hilfskraft also Putzdienst im untersten Einkommensbereich. Hier sind vor Jahren bereits Leute mit befristetem Vetrag eingestellt worden. Sie haben in dieser Zeit die Prüfung zur Fixanstellung zwar abgelegt, der Sanitätsbetrieb war aber nicht im Stande die Liste der bestandenen Personen einen dementsprechenden Vertrag zeitgerecht vorzulegen. Heisst die Personen mussten mit Ende des ersten Vertrags zu Hause bleiben bis es laut Rangordnung und Punktezahl möglich war wieder im Betrieb mit Vertrag auf unbestimmte Zeit aufgenommen zu werden. Wohlgemerkt in der Zeit eines Andreas Fabi als Direktor oder schon vorher in der Sanitätseinheit Meran wo er auch als Direktor „schaffteln“ konnte.

      • goggile

        tiroler schämen Sie sich! seit Fabi nicht mehr ist geht alles den Bach runter fals das Ihnen immer noch nicht aufgefallen ist!

    • guyfawkes

      Herr Fabi hatte offensichtlich noch einen gültigen Vertrag. Wenn man ihn dann kurz vor der Pensionierung entgegen den getroffenen Vereinbarungen vor die Tür setzt, braucht man sich nicht wundern wenn er sich wehrt; würde wohl jeder tun.
      Schämen muss sich hier nur die Landesregierung.

    • drago

      Fabi wahr anscheinend damals bereit, anderthalb Jahre vor dem Ablauf seines Vertrages den Platz für seinen Nachfolger freizumachen und diesen einzuführen/begleiten. Dazu hätte er von der Sanitätseinheit angestellt werden. Dies wurde so mit den politischen Verantwortlichen vereinbart. Da hatte aber anscheinend jemand etwas versprochen, das er/sie/Land/Sanitätseinheit nicht halten konnte/wollte. So wie es derzeit allgemein aussieht, machen nicht mehr die gewählten Politiker Politik, sondern Beamte und Rechtsabteilungen entscheiden. Vielleicht sollten in Zukunft Politiker nach ihren Fähigkeiten angestellt und Beamte gewählt werden. 🙂

    • realist

      Vereinbarungen sind einzuhalten.
      Auch vom Land.
      Wenn Rom die Vereinbarungen nicht einhält, dann wehrt sich das Land auch, zumindest wird immer so getan.
      Herr Fabi wurde als Generaldirektor eingestellt, mit allen zugrunde liegenden Bedingungen, die Er auch eingehalten hat, und den Betrieb zumindest versucht so zu führen, dass nicht so ein Durcheinender in der gesamten Sanität herrscht wie zur Zeit.

      Dass unser Land schon längst vorwiegend von Beamten beeinflusst wird, kann man an so manchen Entscheidungen ablesen, die in letzter Zeit gefällt worden sind.
      Vor allem im Bereich Sanität, Landwirtschaft u. Handel.

      Immer dort, wo die Interessensverbände am schwächsten sind.
      Im Gasgewerbe sieht das schon anders aus.
      Da ist noch ein bisschen Hausverstand im Spiel.

    • unglaublich

      Rechtlich kann man Fabi bei dieser Geschichte wohl nicht all zu viel vorwerfen. Was uns aber zu denken geben sollte, ist eine andere Frage. Darf ein Spitzenverdiener auch dann seine hohen Bezüge erhalten, wenn es mit dem Betrieb abwärts geht? Eine auf Leistung ausgerichtete Bezahlung muss doch auch ein Risiko für den Manager beinhalten, man spricht doch immer bei der Rechtfertigung dieser unglaublichen Bezahlungen von der so hohen Verantwortung.
      Wo bleibt die Verantwortung der Banker, welche die Weltwirtschaft 2008 an die Mauer gefahren haben. Wieso können Führungspersonen der Sanität eine Gehaltsaufbesserung von 40.000.-€ erhalten, wo doch die Dienste in den Sanitätseinheiten in den letzten Jahren zusehends schlechter wurden.?
      Und wieso sollten diese so hoch dotierten Manager in der Nachleistungszeit Pensionen erhalten, von denen der Normalbürger nur träumen kann.
      Mein Resümee, es gibt weder eine Leistungsgesellschaft, noch gibt es gerechte Entlohnungen.

    • morgenstern

      Leistung muss sich lohnen, aber wo bleibt hier die Leistung für 150.000,- Euro netto.

    • roadrunner

      Wir sind nicht mehr im Kommunismus. Heute regiert Angebot und Nachfrage. Aber sind wir doch mal ehrlich, wer von uns würde ein solchen Koloss für ein paar tausend Euro führen wollen? Ich würde ihn nicht mal für 10000 € führen wollen…

      • owl

        „Heute regiert Angebot und Nachfrage“

        Du träumst wohl. Sogar in der sogenannten „freien Wirtschaft“ stimmt dieser Satz nur mehr eingeschränkt (oder was hat z.B. die heutige Finanzindustrie noch mit Angebot und Nachfrage zu tun?).

        Noch weniger stimmt dieser Satz im öffentlichen Dienst und schon gar nicht auf höherer Ebene. Vitamin B übertrifft da Angebot und Nachfrage bei weitem.

        Abgesehen davon: wenn dass etwas mit „Angebot und Nachfrage“ zu tun hätte, würde er wohl kaum 160.000 Euro netto für Nichtstun bekommen. Denn die Nachfrage nach ihm war wohl nicht mehr sehr groß… Oder?

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