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    Gostners Konter

    Josef Gostner

    Josef Gostner

    Das Unternehmen Fri-EL der Gostner-Brüder übernimmt um 28,74 Millionen Euro 25 Prozent des Energie-Konzerns Alerion – und lässt sich gleichzeitig in einen Bieter-Wettstreit mit Edison um die absolute Aktienmehrheit ein.

    von Heinrich Schwarz

    Wie turbulent es an der Börse zugehen kann, bewies in den letzten Jahren der italienische Energie-Konzern Alerion Clean Power. Der Aktienwert des Windpark-Betreibers lag im Jahr 2010 zeitweise bei mehr als sechs Euro. Danach ging es kontinuierlich bergab – bis auf 1,48 Euro pro Aktie im Juni 2016.

    Zwei Monate später brachten dann die Bozner Gostner-Brüder Thomas, Josef und Ernst neuen Schwung in das börsennotierte Unternehmen: Der Verwaltungsrat des Gostner-Unternehmens Fri-EL Green Power hat Ende August ein öffentliches Kaufangebot an Alerion gerichtet. Fri-EL bot Alerion an, 29,9 Prozent der Aktien zu übernehmen – zu 1,90 Euro pro Aktie. Das entspricht einem Kaufpreis von 24,76 Millionen Euro.

    „Laut unserer Analyse sind 1,90 Euro pro Aktie ein fairer Preis“, erklärte damals Patrick Pircher, Head of Finance bei Fri-EL. Das Interesse an Alerion hat den Aktienkurs jedoch auf über zwei Euro hochgetrieben. Und der Verwaltungsrat von Alerion bewertete das Kaufangebot als unzureichend.

    Mit ihrer Offensive haben die Gostner-Brüder die italienischen Konkurrenten geweckt. Mitte Oktober lancierte die Eolo Energia Srl ein besseres Angebot. Die Gesellschaft, die zu 51 Prozent von der Edison und zu 49 Prozent vom Investmentfonds F2i kontrolliert wird, will gleich 100 Prozent der Alerion übernehmen. Eolo Energia hat ein Angebot von 2,46 Euro pro Aktie auf den Tisch gelegt. Es wäre ein 107-Millionen-Euro-Deal.

    Doch so schnell gibt die Fri-EL um Geschäftsführer Josef Gostner nicht auf. Das Bozner Unternehmen hat sein Angebot über die eigens gegründete Tochtergesellschaft FGPA jetzt auf 2,60 Euro pro Aktie aufgebessert – wiederum für 29,9 Prozent der Alerion-Aktien. Der Gesamtwert des Angebotes: 33,88 Millionen Euro.

    Damit allerdings nicht genug: Am Tag, an dem der Fri-EL-Verwaltungsrat den entsprechenden Beschluss gefasst hat – am 28. Oktober –, hat das Gostner-Unternehmen 25,37 Prozent der Alerion-Aktien gekauft. Und zwar außerhalb des (finanzrechtlich vorgesehenen) öffentlichen Kaufangebotes.

    Wie Fri-EL mitteilt, liegt der Kaufpreis bei 2,60 Euro pro Aktie. Das entspricht einem Gesamtpreis von 28,74 Millionen Euro.

    EINEN AUSFÜHRLICHEN ARTIKEL ÜBER DEN BIETER-WETTSTREIT MIT EDISON LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

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