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    Die Tourismus-Bosse

    img_4238Die TAGESZEITUNG hat am Mittwoch die Namen der neuen Destinationsmanager für Südtirol enthüllt: Mirjam Lanz, Artur Costabiei und Kurt Sagmeister.

    Nun gibt es die offizielle Bestätigung:

    Am Mittwochvormittag hat der IDM Südtirol eine Meldung der TAGESZEITUNG bestätigt, laut der die drei Namen der neuen Destinationsmanager für Südtirol feststehen: Mirjam Lanz, Artur Costabiei und Kurt Sagmeister.

    In der Pressemitteilung, die der IDM kurz nach 11.00 Uhr verschickt hat, heißt es:

    Ab Januar 2018 nehmen die drei neuen Destinationsmanagementeinheiten (DME) für Südtirol ihre Arbeit auf. Wer sie leiten wird, steht aber jetzt schon fest: Mirjam Lanz wird in der DME Mitte am Ruder stehen, Artur Costabiei ist Chef der DME Ost, während Kurt Sagmeister der DME West vorstehen wird. Die frischgebackenen Manager starten bereits ein Jahr früher, um in Zusammenarbeit mit der IDM Südtirol, an die alle DME strukturmäßig angedockt sind, die Ausrichtung und Strategien ihrer Organisationen festzustecken, ein Netzwerk aufzubauen und ihr Team aufzustellen.    

    Südtirols Tourismusstrukturen ordnen sich neu: In etwas mehr als einem Jahr werden drei neue Verwaltungs- und Organisationseinheiten – die sogenannten DME – ihre Tätigkeit starten. Ihre Standorte werden in Bozen, Bruneck, Meran, Brixen, St. Christina und Glurns sein. Aufgabe der DME ist es, die touristischen Leistungsträger in den Orten – also Tourismusvereine, Freizeitanbieter und Betriebe – zu unterstützen, zu stärken und an gemeinsamen Zielen auszurichten. „Ziel des Projekts ‚Zukunft Tourismus‘ ist es, alle touristischen Kräfte im Land zu bündeln, besser zu vernetzen und zu koordinieren, um die Destination Südtirol zu stärken und wettbewerbsfähig zu bleiben. Nur gemeinsam kann es gelingen, Südtirol, seine Themen und Erlebnisräume gezielt weiterzuentwickeln und auf den Märkten noch bekannter zu machen“, sagt Landeshauptmann und Tourismuslandesrat Arno Kompatscher.

    Die drei Destinationsmanagementeinheiten werden Teil der IDM Südtirol sein; wie die Rollen und Aufgaben zwischen IDM, den DME und den Tourismusvereinen künftig verteilt sein werden, wird derzeit mit den Südtiroler Tourismusverbänden und Tourismusvereinen erarbeitet. 

    3_dme_fuer_suedtirolMirjam Lanz, zuletzt verantwortlich für die Leitung Marketing und Verkauf des Flughafens Bozen, wird für die DME Mitte mit den Sitzen Bozen und Brixen zuständig sein. Ihr geht es vor allem darum, „alle beteiligten Akteure in den Prozess der nächsten Monate mit einzubeziehen und von den Zielen der Tourismusreform zu begeistern“. Mit den neuen Strukturen und vereinten Kräften sei eine noch klarere Positionierung Südtirols möglich, wobei die Destination mit Themen, Produkten und Aktivitäten punkten könne. Ihr neuer Kollege Artur Costabiei, künftiger Chef der DME Ost mit den Sitzen Bruneck und St. Christina, schlägt in dieselbe Kerbe: „Mit einer Bündelung von Kräften kann die Destination Südtirol noch besser am Markt konkurrieren. Es wird möglich sein, Marketingaktionen in einer Größenordnung zu planen, die bis heute nicht denkbar war“, sagt der derzeitige Geschäftsführer des Tourismusverbands Kronplatz. Dritter Manager im Bunde ist Kurt Sagmeister, jetziger Direktor von Vinschgau Marketing. Er wird ab Januar zuständig sein für die DME West mit den Sitzen Meran und Glurns. Er sieht den Reiz seiner neuen Aufgabe darin, gemeinsam mit einem motivierten Team für eines der schönsten Gebiete im Alpenraum zu wirken. „Mein persönliches Ziel ist es, den Schulterschluss zwischen den Regionen, aber auch zwischen den einzelnen Ebenen wie eben IDM, Tourismusvereine, Betriebe zu verstärken“, so Sagmeister.“

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    Kommentare (19)

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    • besserwisser

      interessant wäre zu wissen was jetzt de anderen machen werden?

    • dr.sheldoncooper

      interessant wäre zu wissen, wieso gerade mirjam lanz.

      a) weil sies gut laufen hat mit christian tschurtschenthaler?
      b) weil sie nach ihrem unermüdlichen einsatz für den flughafen einen ersatzposten braucht und sich michl ebner gnädig zeigt?
      c) weils eine quotenfrau braucht?

      fragen über fragen.
      ein kleiner tipp: der betrieb der familie lanz an der pustertaler strasse verursacht kilometerlange staus, wenn da jemand abbiegt. vielleicht kann sie da ja als erste amtshandlung abhilfe schaffen.

    • andreas

      Was genau hat Ridnaun mit dem Kalterersee oder Obereggen mit Gröden, welche ganz andere Kundenschichten ansprechen zu tun?
      Schon die Webseite von Meranerland mit allen Destinationen scheint nicht der Renner zu sein.

    • dr.sheldoncooper

      andreas: lass mich dir auf managerdeutsch antworten:
      um synergien zu schaffen und damit grössenvorteile zum tragen kommen.
      ausserdem ist es das ziel, südtirol zum begehrtesten lebensraum des universums zu machen, und der geht nun mal
      vom brenner bis salurn.

      • roberto

        Nichts lässt sich besser verkaufen als das Marketing ( fittierte Luft). Die Tourismuswirtschaft wirft derart viel Geld ab, dass man sich diese Marketingvorhaben locker leisten kann auch wenn es ohne diese Organisationen gleich oder vielleicht sogar besser laufen könnte. Der ständige Wechsel der Strukturen und Projekte weisen auf die Erfolgslosigkeit vorhergehender Vorhaben hin.

        • roadrunner

          Marketing ist kein Produkt oder eine Dienstleistung welches man kauft oder verkauft, sondern ist ein Instrument um Produkte oder Dienstleistungen besser an den Mann bringen zu können, mit der Absicht diese besser abzusetzen oder ein Interesse zu wecken.
          Über Methoden kann man diskutieren, aber dass alles frittierte Luft, ist schon eine sehr magere Aussage.

          • roberto

            Es geht hier genau um den Verkauf des neuen Markentig, das unteranderem auch mit Steuergeldern der Bevölkerung der Provinz Bozen mitfinanziert wird. Man versucht hier wieder bewusst neue Wege der Vermarktung der Begriffe Südtirol = Tourismus = Reichtum der eigenen Bevölkerung vorzugaukeln um auf Zustimmung und Wohlwollen zu appellieren. Die vielen vorhergewesenen Vorhaben und Projekte hinsichtlich dieser „Vermarktung“ haben möglicherweise klanglos versagt oder wurden als inflationäre Strategien abgelegt. Im Zentrum des neuen Vorhabens bleibt das ständig Gleiche: Zahlen – Werte – Tabelle – Umfragen……… ergo „Frittierte Luft“.
            Den realen Mehrwert für den Gast schaffen nur die Unternehmer und dessen fleißige Mitarbeiter.

      • besserwisser

        @dr.sheldoncooper: brenner und salurn sind ja besonders begehrenswert!

    • hirsch

      Also gegen die Idee Synergien zu sammeln und Kräfte zu bündeln, sowie für das Projekt selbst, spricht nichts! Von mir aus gesehen ist das eine sehr gute Methode auch den ein oder anderen doppelt besetzten Posten und doppelt ausgeführte Arbeiten zu vereinfachen, auch wenn dadurch einige Arbeitsplätze wegfallen.
      Was ich jedoch bezweile ist die Sinnhaftikeit der Aufteilung dieser DMEs… viel Sinnvoller wäre es doch das Pustertal inklusive, Gadertal, Gröden, Plose und dem Wipptal zu vereinen, da diese thematisch viel näher beieinanderliegen, z.B. bei den Themen Skifahren, hochalpin, usw.
      Die Mitte könnte dann das restliche Eisacktal, Bozen, Unterland, Überetsch, Burggrafenamt und Meran bilden. Vinschgau kann so bleiben wie es ist.
      Dass Gröden hierbei eine ganz andere Klasse an Gäste anzieht als Pfitsch ist hierbei zweitrangig… demnach müsste jedes Dorf (oder quasi Fraktion) einen eigenen Verband gründen.
      Bemerkenswert ist auch das Alter dieser Manager. Dieses spiegelt wohl den allgemeinen Trend am Arbeitsmarkt wieder, aber nichtsdestotrotz wünsche ich allen Beteiligten gutes Gelingen, viel Einsatzfreude und Motivation!

      • andreas

        Dass Göden und Obereggen 2 unterschiedliche Kundenschichten anziehen ist nicht zweitrangig.
        Sprich mal mit den Verantwortlichen in den beiden Tälern, die sind beide dagegen.
        Die Tourismusvereine für fast jedes Dorf gibt es ja schon, es muss ja nichts neu erfunden werden und diese funktionieren gut.
        Informiere dich mal über die Klickzahlen der verschiedenen Dörfer vom Meranerland, wo jetzt alle glaub 16 Tourismusvereine zusammen eine Webseite haben. Die Großen werden geklickt, die Kleinen haben Pech gehabt.
        Ich habe nicht grad den Eindruck, dass du dich sonderlich gut im Tourismus auskennst oder du arbeitest bei IDM und möchtest etwas schönreden.

        • roadrunner

          Dass ein Destinationsmarketing zentralistisch ausgelegt wird, hat sicher auch ihre Vorteile, eben um eine Destination zu stärken. Viele Hoteliere beklagen sich aber, dass ihre Beiträge dafür ausgegeben werden und deshalb keine Mittel – über den Tourismusverein- mehr zur Verfügung stehen, um lokale Aktionen zu fördern. Sie sind deshalb gezwungen, weitere Gelder flüssig zu machen um gewohnte Aktionen, welche gut funktionierten, zu finanzieren.
          Es ist leicht möglich, dass Betriebe in hinterliegenden Orten komplett vom Tourismusverein austreten, da sie sich nicht mehr repräsentiert fühlen. Wie z.B. Sulden, Schnals und andere.
          Was mich ein wenig beängstigt ist, dass das Land Südtirol hier gleich wie der Staat vorgeht und eine zentrale Steuerung anstrebt, andererseites aber wieder auf Föderalismus pocht….

        • hirsch

          Es ist zweitranging, es zählt die Marke Südtirol und es ist das Ziel genau diese zu stärken und nicht „Gröden“, „Kronplatz“ und „Meran“ als Einzelmarken. Die wenigsten Nicht-Südtirol-Urlauber kennen diese Gebiete beim Namen, bei der Marke Südtirol sieht das schon ganz anders aus. Es ist klar, dass Gröden nicht ganz einverstanden mit dieser Umstellung ist, da man Angst hat, dass die Marke dadurch etwas verblassen könnte. Klar ist, dass das neue Konzept ein „Miteinander“ und nicht ein „Jeder für sich ist“ und genau darin liegt die Stärke. Warum sollen zudem von 5 Verbänden jeweils 30.000 Euro pro Wintersaison für eine Kampagne „Skifahren in den Dolomiten“ rausgeblasen werden, wenn die DME Ost eine Kampagne pro Saison zu 50.000 Euro schalten kann?
          Btw. in Gröden gastieren nicht nur 5***** Gäste, sondern auch gewöhnliche Busreisende, ganz nebenbei 😉 Es geht hierbei um Themen und nicht um Gebiete, wobei Gröden sicher immer noch seine Plattform haben wird.
          Und was genau willst Du uns mit deiner Aussage über das Meranerland sagen?

    • tiroler

      Mirjam Lanz ist sicher ein Glpcksgriff.
      Sie hat schon bi ABD bewiesen, wie einsatzfreudig und innovativ sie ist.
      Ich wünsche ihr viel Erfolg!

    • stefan28

      Das sind keine gute Aussichten für uns Hoteliers und Gastwirte wenn die gut geführten Tourismusverbände der schlecht geführten und nicht funktionierenden IDM angeschlossen werden. Diese Fusionen haben bis jetzt nichts gebracht und werden auch in Zukunft unter dieser Führung nichts bringen. Bleibt zu hoffen, was ich aber nicht glaube, dass die DMEs dabei etwas verändern können.

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