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Alle Leichen geborgen

Der Einsatz der Bergretter am Hochferner (Fotos: Bergrettung Sterzing)

Der Einsatz der Bergretter am Hochferner (Fotos: Bergrettung Sterzing)

Nun herrscht traurige Gewissheit: Auch Andreas Zöggeler und Ulrich Seebacher haben das Lawinenunglück am Hochferner nicht überlebt. Beide Leichen konnten am Mittwoch geborgen werden. UPDATE.

+++ UPDATE 18.37 UHR +++

Die Suchaktion am Hochferner ist beendet.

Die Bergretter konnten am späten Nachmittag, gegen 18.00 Uhr, auch die Leiche von Andreas Zöggeler bergen.

Die offizielle Bestätigung kam mittels Pressemitteilung durch die Landesnotrufzentrale.

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Gegen Mittag war die Leiche von Ulrich Seebacher auf etwa 3.100 Metern Meereshöhe geortet und anschließend im Hubschrauber zu Tal gebracht worden.

Die beiden Leichen lagen in einer Gletscherspalte unter einer zwei Meter hohen Schneedecke.

Die Notfallseelsorge kümmert sich um die Angehörigen der Opfer.

Damit ist das eingetreten, was allenthalben befürchtet worden war:

Das Lawinenunglück am Hochferner vom vergangenen Samstag hat vier Todesopfer gefordert.

Thomas Lun, Peter Vigl, Ulrich Seebacher und Andreas Zöggeler vom Ritten überlebten den Lawinenabgang nicht.

Die Bergretter gehen jetzt davon aus, dass an jenem schwarzen Samstag zwei Lawinen abgegangen sind. Ein erstes Schneebrett ist aus einer Höhe von 3.200 Metern abgegangen.

Diese Lawine könnte Ulrich Seebacher und Andreas Zöggeler in den Tod gerissen haben. Und diese Lawine könnte auch das zweite Schneebrett ausgelöst haben.

Die zweite Lawine, so vermuten die Bergretter, ist aus einer Höhe von 3.000 Metern abgegangen und dürfte Thomas Lun und Peter Vigl mitgerissen und verschüttet haben.

Die Leichen der beiden Rittner waren auf etwa 2.600 Metern Meereshöhe aufgefunden worden.

+++ UPDATE 15.33 UHR +++

der-krimi-im-hochfernerEin Bergretter bestätigte gegenüber TAGESZEITUNG Online:

Die Leichen der vermissten Ulrich Seebacher und Andreas Zöggeler sind am Mittwoch gegen Mittag geortet worden. Die Leiche von Ulrich Seebacher ist bereits geborgen worden.

Ulrich Seebacher lag in einer Gletscherspalte auf rund 3.100 Metern Meereshöhe.

Zwei Bergretter wurden vom Hubschrauber abgeseilt und gruben den Toten aus den rund zwei Meter tiefen Schneemassen aus.

Die sterblichen Überreste von Ulrich Seebacher wurden mit dem Hubschrauber zu Tal geflogen.

Der Hubschrauber konnte mittels Recco-System auch den Helm von Andreas Zöggeler orten. Die Leiche Zöggelers konnte noch nicht geborgen werden. Aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse gestaltet sich die Bergungsaktion schwierig. Es ist möglich, dass die Bergung von Andreas Zöggeler auf Donnerstag verschoben werden muss.

Nun herrscht also tragische Gewissheit:

Die Lawinen-Tragödie vom Hochferner hat vier Todesopfer gefordert.

Die beiden anderen Opfer, Thomas Lun und Peter Vigl, werden am Donnerstag bzw. am Freitag beigesetzt.

ALLE DETAILS UND HINTERGRÜNDE ZUR DRAMATISCHEN BERGUNGSAKTION AM HOCHFERNER LESEN SIE AM DONNERSTAG IN DER PRINT-AUSGABE.

+++ UPDATE 12.47 UHR +++

Die beiden Vermissten sind von der Bergrettern geortet worden.

Die noch inoffizielle Meldung erreichte die TAGESZEITUNG von einer Minute. MEHR IN KÜRZE.

DAS HABEN WIR BISLANG BERICHTET!

Eine achtköpfige Rettermannschaft sucht seit den Morgenstunden den Wandfuß des Hochferners ab.

Zum Einsatz kam am Mittwoch auch ein Hubschrauber mit einem sogenannten Recco-Gerät an Bord. Dieses Gerät reagiert auf Reflektoren.

Einer der beiden vermissten Bergsteiger soll einen Recco-Reflektor an seinem Helm tragen.

20161023_163048_heli-rega_1920pxBereits am Sonntagmorgen waren die Rittner Bergsteiger Peter Vigl und Thomas Lun tot geborgen worden.

Thomas Lun wird am Donnerstag beigesetzt. Die Beerdigung von Peter Vigl findet am Freitag statt.

Der Bergrettungsdienst Ritten/Barbian hat indes bei der Raika Ritten ein Spendenkonto (IBAN: IT24T081875874000 0001032897) für die hinterbliebenen Familien der Opfer des Lawinenunglücks vom vergangenen Samstag eingerichtet. Das Kennwort: „Unglück Hochferner“.

 

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