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    Die Kuli-Betrüger

    dsc_1174Die Polizei hat in Bozen drei dreiste Betrüger angezeigt, die ihren Opfern vor Spitälern und Supermärkten aufgelauert haben.

    Es geschah am Dienstag vor einem Supermarkt in der Industriezone in Bozen:

    Ein älterer Herr sprach zwei junge Frauen an, die gerade aus dem Supermarkt kamen. Er bot ihnen gegen eine Spende für arme Kinder Kugelschreiber an. Die beiden Frauen gab dem Mann einige Euro-Münzen.

    Der alte Mann, der eine gelbe Weste mit einen Abzeichen trug, bat die beiden Frauen, sie möchten doch bitteschön mehr spenden, 10 Euro pro Kopf. Die Frauen ließen sich überreden und gaben dem Mann schließlich 200 Euro.

    Im Gegenzug erhielten sie zwei Kugelschreiber.

    dsc_1179Die Frauen stellten in der Folge fest, dass die Kulis nicht einmal die Aufschrift dieser angeblich gemeinnützigen Hilfsorganisation für arme Kinder trug. Die beiden Frauen beschlossen, den Mann zur Rede zu stellen. Der alte Mann befand sich auf dem Weg zu einem unweit des Supermarktes geparkten Wagen. Als er die Verfolgerinnen bemerkte, stieg der Mann in den Wagen. Doch den Frauen gelang es, die Autotür zu blockieren.

    In dem Wagen saßen zwei weitere Männer. Einer der beiden Männer zählt gerade Geld.

    Der alte Mann gab dann zu, dass er nicht für ein Kinderhilfswerk Spenden sammle. Er sagte, das Geld benötige er für seine eigenen Kinder.

    Zuvor hatten die beiden Frauen die Polizei alarmiert.

    Die herbeigeeilten Polizeibeamten brachten die drei Männer in die Quästur.

    Es stellte sich heraus, dass die drei Männer – 60, 37 und 30 Jahre alt – aus Apulien stammen und wegen Betruges vorbestraft sind.

    Die drei Männer waren in verschiedenen italienischen Städten angezeigt worden. Sie wandten die Kugelschreiber-Masche immer wieder vor Spitälern und Supermärkten an. Bei den Männern, die wegen Betruges angezeigt wurden, konnte eine ansehnliche Bargeldsumme beschlagnahmt werden.

     

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