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    Der Geburtstag

    Markus Kolhaupt, Roberto Rubbo, Valentino Pagani, Claudio Gelmi, Florian Mussner und Günther Burger. (Foto: Roman Clara)

    Markus Kolhaupt, Roberto Rubbo, Valentino Pagani, Claudio Gelmi, Florian Mussner und Günther Burger (Foto: Roman Clara)

    Im Oktober vor zehn Jahren ging die neue Landesprüfstelle für Fahrzeuge in Betrieb. Am Mittwoch wurde bei einer Feierstunde Bilanz gezogen.

    „Zehn Jahre Landesprüfstelle bedeutet nicht nur viele tausend Fahrzeugkontrollen, sondern vor allem zehn Jahre Einsatz für Verkehrssicherheit und umweltverträgliche Mobilität“, unterstrich Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

    Ob Führerschein-Anwärter, Fahrzeuglenker, Fahrzeugbesitzer, Berufsfahrer oder Transportunternehmer – die Landesprüfstelle stehe stets mit Rat und Tat zur Seite, unterstrich Mussner. „Revisionen, Fahrzeugkontrollen oder Prüfungen sind manchmal lästig und mit Kosten verbunden, aber schlussendlich geht es um die eigene größtmögliche Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer sowie um eine sauberere Luft“, betonte der Landesrat.

    Mussner nutze die Gelegenheit sich bei Amtsdirektor Claudio Gelmi und Koordinator Markus Kolhaupt und seinem Team für die verantwortungsvolle Arbeit in der Prüfstelle und in den Werkstätten in allen Landesteilen und das Engagement, die Straßen ein Stück sicherer zu machen.

    Auch Abteilungsdirektor Günther Burger hob den unerlässlichen Dienst der Landesprüfstelle für eine erhöhte Sicherheit im Straßenverkehr hervor: „Nicht nur durch die vielen Zulassungen, Überprüfungen und Revisionen der Fahrzeuge jedes Jahr, sondern auch durch die Organisation der theoretischen Führerscheinprüfungen für Fahranwärter und der Zusammenarbeit mit verschiedenen Verbänden leistet die Prüfstelle einen enorm wichtigen Dienst für die Verkehrssicherheit in ganz Südtirol“, so Burger.

    Eine kuriose Anekdote erzählte der Direktor des Landeskraftfahrzeugamts Claudio Gelmi beim einem kurzen Rückblick über die Entstehung der ersten Prüfstelle in Südtirol: „In den sechziger Jahren, als die Fahrzeugüberprüfungen noch eine Kompetenz des Staates waren, überprüfte man die Fahrzeuge indem man sie um das Siegesdenkmal in Bozen kreisen ließ, bis dann 1970 die erste staatlich geführte Prüfstelle in Südtirol errichtet wurde.“ 1996 gingen die Zuständigkeiten in diesem Bereich und somit auch das Kraftfahrzeugamt an das Land über.

    Am 24. Oktober 2006 wurde die Landesprüfstelle mit den drei Bereichen Prüfhalle, Verwaltungsgebäude und Umweltinsel nach dreijähriger Bauzeit offiziell in Betrieb genommen.

    In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Landesprüfstelle zur zentralen Anlaufstelle in Sachen Abnahmen (collaudi), Hauptuntersuchungen (Revisionen), Unterwegskontrollen sowie für verschiedenste technische Angelegenheiten rund um das Thema Kraftfahrzeuge, Zulassungen, Überprüfungen usw. entwickelt. Zudem ist die Landesprüfstelle Partner und Koordinierungsstelle für die vielen Werkstätten landesweit, speziell für jene, die vor Ort Fahrzeugrevisionen durchführen.

    Die Landesprüfstelle pflegt eine enge Zusammenarbeit mit Berufsverbänden, Institutionen (Berufsfeuerwehr, Amt für Landmaschinen, Polizeiorgane) sowie mit Berufsfahrern und zahlreichen Personen und Betrieben im Transportsektor. In der Prüfstelle werden auch theoretische Prüfungen für Führerschein-Anwärter abgenommen.

    „Allein im Jahr 2015 hat die Prüfstelle 2560 Abnahmen gemacht, 407 Fahrzeuge unterwegs kontrolliert, 10.700 Hauptuntersuchungen (vor allem Schwerfahrzeuge, Baumaschinen usw.) vorgenommen, zusätzlich haben die ermächtigten Werkstätten landesweit fast 139.000 Hauptuntersuchungen an Fahrzeugen durchgeführt“, berichtete Koordinator Markus Kolhaupt.

    Die Landesprüfstelle für Fahrzeuge verfügt über ein Kontrollareal mit einer Fläche von über 11.000 Quadratmetern und ist Bezugspunkt für die Bürger, wenn es um Fragen im Bereich der technischen Überwachung von Fahrzeugen geht.

    In der Prüfhalle werden auf vier Prüflinien die Fahrzeuge von unten und oben und im Betrieb überprüft. Es gibt zudem eine 5. Prüflinie für Motorkrafträder und Kleinkrafträder. Die Umweltinsel ist für die Abgas- und Lärmprüfung bestimmt. Dort wird sichergestellt, dass die Motorfahrzeuge nicht mehr Emissionen erzeugen als zulässig.

    Der Schadstoffausstoß der Benzin- und Diesel-betriebenen Fahrzeuge müssen, wie die Lärmemissionen, streng in Grenzen gehalten werden, um die Umweltbelastung durch den Fahrzeugverkehr so gering wie möglich zu halten. Zur Prüfstelle gehört auch ein Verwaltungsgebäude mit einem Atrium, Konferenzraum, den Kundenschaltern, Büros, einem und einem Prüfungssaal für die Abnahme der theoretischen Fahrerlaubnisprüfung

    In der Landesprüfstelle arbeiten 15 Personen, darunter acht Techniker, sechs Assistenten, eine Sekretärin, zudem zwei Schalterbedienstete sowie ein Mitarbeiter, der sich um die theoretischen Führerscheinprüfungen kümmert.

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