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    Stocker in München

    Landesrätin Martha Stocker (3.v.l.) mit Ministerin Melanie Huml, MEP Elmar Brok und der Organisatorin des Gesundheitskongresses Claudia Künig in München

    Landesrätin Martha Stocker (3.v.l.) mit Ministerin Melanie Huml, MEP Elmar Brok und der Organisatorin des Gesundheitskongresses Claudia Künig in München

    Landesrätin Martha Stocker ist beim 15. Gesundheitskongress in München mit dem Europaparlamentarier Elmar Brok und der bayrischen Gesundheitsministerin Melanie Huml zusammengetroffen.

    Die europäische Verantwortung, die flächendeckende Gesundheitsversorgung und immer wieder das Thema der verstärkten Nutzung der IT-Technik für die Patientenversorgung, -steuerung und -überwachung waren wichtige Themen am 15. Europäischen Gesundheitskongress am Freitagvormittag in München. Südtirols Gesundheitslandesrätin Martha Stocker nutzte dabei die Gelegenheit, um sich mit der bayerischen Gesundheitsministerin Melanie Huml und dem deutschen Europaparlamentarier Elmar Brok im Anschluss an deren Referate über die aktuellen Herausforderungen aus europäischer und aus lokaler Sicht auszutauschen.

    Europa sieht sich oft mit dem Vorwurf konfrontiert, die Bürokratie zu erhöhen. Europaparlamentarier Brok stellte daher in seinem europa- und weltpolitischem Vortrag klar, dass die europäische Regelung eine einzige wäre, wenn sie nicht in den 28 Ländern auf verschiedene Art und Weise nachjustiert würde. Brok brach dabei eine Lanze für europäische Regelungen in der Medikamentenversorgung, die seiner Meinung nach genauso wichtig wären wie eine einheitliche Regelung bei der Organspende: Europaweit sterben täglich zwölf Menschen, weil ein geeignetes Spenderorgan fehlt. Insgesamt mahnte der Europaparlamentarier die gemeinsame Verantwortung und Solidarität Europas, aber auch die einheitliche außenpolitische Vorgangsweise an.

    Die bayerische Staatsministerin Huml berichtete anlässlich des Gesundheitskongresses von den großen Herausforderungen Bayerns in der Gesundheitsversorgung, wobei sie die hausärztliche Versorgung als eine der größten bezeichnete: Jeder dritte Hausarzt in Bayern ist über 60 Jahre alt. Angesichts der bevorstehenden Pensionierungswelle kommen jedoch nicht ausreichend junge Ärzte nach. „Wie in Südtirol geht es auch in Bayern einerseits um eine Abstimmung der Leistungserbringung der Krankenhäuser untereinander und des Miteinanders zwischen Krankenhaus und Gesundheitsversorgung vor Ort, der Stärkung der Spezialisierung und aber auch des flächendeckenden Angebotes von Gesundheitsleistungen“, zog Landesrätin Stocker Parallelen zur Gesundheitsversorgung in Südtirol.

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