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    „Die Kulturverbrecher“

    caprile_collalbo_fakeDer Toponomastikexperte der Süd-Tiroler Freiheit, Cristian Kohlmann, spricht in Zusammenhang mit den Ortsnamen von einem Kulturverbrechen.

    Cristian Kollmann, Toponomastikexperte der Süd-Tiroler Freiheit, widerspricht der Behauptung mehrerer Sprachwissenschaftler, darunter Dieter Kremer und Maria Giovanna Arcamone, dass Tolomeis frei erfundene Orts- und Flurnamen nach mittlerweile fast 100 Jahren als Kulturgut zu betrachten seien.

    Kollmann stellt klar:

    Cristian Kollmann

    Cristian Kollmann

    Diese Namen erfüllen bis heute den Zweck, die Siedlungs- und Sprachgeschichte Südtirols zu manipulieren. Sie sind und bleiben ein Kulturverbrechen!

    Diese Tatsache wird sich nie ändern. Auch wenn so genannte Wissenschaftler und Faschistenversteher noch so oft versuchen wollen, diese Pseudonamen als entfaschistisiertes Kulturgut, als sprachlich-kulturelle Bereicherung und als friedenserhaltende Maßnahme zu reinterpretieren.“

    Kollmann appelliert an die Politik, „aber auch an seriöse Wissenschaftler, die nur scheinbar wissenschaftlich, de facto aber italienisch-nationalistisch motivierte Aktion der Mitglieder der ,Accademia della Crusca‘ zu verurteilen und diesen unter dem Deckmantel der Wissenschaft daherkommenden Populisten Paroli zu bieten“.

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    Kommentare (8)

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    • einereiner

      Die Südtiroler sind nicht sehr intelligent, was diese Sache angeht. Z. B. das Schigebiet „Carezza“, wie kann man nur so einen einfallslosen Namen nehmen, wenn man die Möglichkeit hat, das Gebiet Karersee zu nennen. Im Namen den See zu haben wäre marketingmäßig genial….es legt nahe den Ort auch im Sommer wegen des Sees zu besuchen. Man läge auf Augenhöhe mit gut klingenden Namen wie St. Anton, St. Moritz, Lenzerheide, Saalbach und andere eigenständige Namen. Und deutsch klingt für Schigebiete sowieso besser.
      Lieber biedert man sich mit einem billigen Carezza an. Ciao carezza, andiamo a sciare a Carezza……

      • andreas

        Schreib doch nichts von Marketing, wenn du keine Ahnung davon hast.
        Mit ein wenig Hausverstand sollte auch dir einleuchten, dass es kontraproduktiv wäre, ein Skigebiet Karersee zu nennen. Aber wenn du so überzeugt bist, ruf den Georg Eisath an, der ändert das dann ganz sicher. 🙂

        • einereiner

          @andreas
          auch der SVP-Senfomat hat wieder was von sich gegeben…wie oft reinen Blödsinn.

          • andreas

            Immer wieder amüsant wie wenig Argumente du hast um deine Meinung zu verteidigen.

            Und nebenbei, Carezza, Cortina, Badia, Gardena oder Madonna di Campiglio können beim Namen locker mit den von dir Genannten mithalten.
            Du wirst doch nicht ernsthaft abstreiten, dass Carezza besser klingt und leichter zu merken ist wie Saalbach-Hinterglemm oder Lenzerheide?

            • einereiner

              Oh Andreas, die italienischen Namen ziehen nicht mehr. Lies mal den Artikel über die Drei Zinnen als neuer, nur deutscher Name für Sexten bis Niederdorf. Von eurem SVP-Liebling Engl höchstpersönlich vorgeschlagen.
              Cortina ist runtergewirtschaftet, Badia und Gardena sind Ladiner und Madonna ist dritte Liga. Carezza ist 08/15, billig im Vergleich zu Lenzerheide und Saalbach Hinterglemm
              Das zum Thema Marketing und was wer von uns zwei davon versteht.

            • andreas

              Badia und Gardena sind italienische Namen und keine ladinischen.

              Und wenn Cortina und Madonna heruntergewirtschaftet sind, hat das nichts mit dem Namen zu tun, sondern damit, dass sie sich auf ihren Lorbeeren ausgeruht haben.

              Carezza war bis vor Kurzem ein Pleitekandidat, wurde von privaten Investoren mit dem eigenen Geld gerettet und jetzt wird versucht, sich neu zu positionieren.
              Dass Carezza eine andere Liga als Gardena oder Badia ist, liegt wohl in der Natur der Sache, da sie ganz andere Voraussetzungen haben. Sie sind momentan aber auf einem guten Weg.

              Auf die Idee Carezza und St. Moritz zu vergleichen bist nebenbei du gekommen….

    • einereiner

      Karersee und St. Moritz haben eines gemeinsam: einen See, am Ufer stehen die Megavillen. Mit einem See sollte man Werbung machen und nicht mit einem billigen 08/15 italienischen Namen als Anbiederung an die Unterschichten des Tourismus.
      Hast du es jetzt verstanden?

    • andreas

      Am Ufer des Karersees steht keine einzige Villa und das deshalb, weil einerseits keine Platz hätte und andererseits dort sicher nie gebaut werden darf.
      Carezza positioniert sich momentan als Gebiet für Familien und da zielen sie sehr auf Einheimische, was auch sinnvoll ist, da das Skigebiet zu klein ist, qualitativ hochwertigen Häuser fehlen und die Lifte verschiedene Eigentümer haben, was die Sache auch nicht einfacher macht. Und keine Sorge, derjenige welcher x Millionen eigenes Geld in die Hand genommen hat um Carezza wieder zu beleben, hat sich die Strategie gut überlegt. Aber frag ihn mal, vielleicht erzählt er dir etwas anderes.
      Weißt du überhaupt wo Carezza liegt?

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