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    „Meinungs-‚Vielfalt‘ a km zero

    Die grünen Abgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba

    Die grünen Abgeordneten Hans Heiss, Brigitte Foppa und Riccardo Dello Sbarba

    Die Grünen kritisieren die Übernahme des Alto Adige durch Athesia – und die Aussagen von Athesia-Chef Michl Ebner.

    „Heute Morgen hat Athesia-Chef Michl Ebner die Übernahme von ‚Alto Adige‘ und ‚Trentino‘ durch seinen Medienkonzern quasi zur ‚ökologischen Maßnahme‘ stilisiert. Die Transportwege würden durch den Druck beider Blätter in der firmeneigenen Druckerei verringert, dies sei ein wichtiger Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft. Mit Verlaub, Herr Ebner: Sogar wir als Hüterinnen und Hüter der Natur und Umwelt finden in diesem Fall diesen Aspekt nebensächlich. Vielmehr gilt: Es gibt nichts Unökologischeres als Machtkonzentration. Und es gibt nichts Unnachhaltigeres als Machtkonzentration im Mediensektor. “

    Dies schreiben die Grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba in einer Presseaussendung.

    Darin heißt es weiters:

    „Italien hat in den letzten zwanzig Jahren deutlich aufgezeigt, was es für die Politik- und Meinungskultur bedeutet, wenn Medien in wenigen Händen verbleiben und diese auch noch politisch verflochten sind. Südtirol steuert auf eine ähnliche Situation zu und als eine jener Oppositionsparteien, die in den ‚Dolomiten‘ systematisch klein gehalten werden, können wir uns nur sorgen über die massive Steuerung der öffentlichen Meinung, die sich nun sprachgruppenübergreifend noch ausweitet.

    Herr Ebner sichert in den ersten Interviews Unabhängigkeit der Redaktionen zu. Wir werden ihn an den Taten messen. Für die sich mühsam ausweitende Bürgerbeteiligung, die demokratische Partizipation und Information ist diese mediale Machtballung in jedem Fall ein herber Rückschlag, ein weiterer Schritt hin von der Demokratie der Bürgerinnen und Bürger zur Dominanz der Medien.“

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    Kommentare (5)

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    • andreas

      Es ist ja nicht so, dass die Käufer Schlange gestanden wären um den Laden zu erwerben.
      Und wenn Politiker die Abos einer kleinen ladinischen Wochenzeitung Zeitung kündigen und die Subventionen auf ein Minimum streichen, nur weil ihnen die Berichterstattung nicht passt, trägt das auch nicht unbedingt zur Meinungsvielfalt bei oder Herr Mussner?

    • checker

      Die Pressefreiheit ist eine der Grundsäulen der Demokratie und es brauch sich keiner mehr über irgendwelche Schachzüge von einflussreichen Südtirolern aufregen, wenn solche Monopolbildungen einfach so hingenommen werden.
      Aber die Leute sind wieder einmal viel zu viel damit beschäftigt, wieso der Rasen des Nachbarn schon wieder grüner ist, als der Seine.
      Für die Italiener in Südtirol bedeutet dies: Sie sind gerade übernommen worden, denn es wird keine Stimme mehr für sie geben. Aber die haben sowieso kapituliert und schliessen sich jetzt den deutschen Parteien an.
      Vergesst die direkte Demokratie, die werden wir hier sowieso nie haben…denn um sich eine Meinung bilden zu können, benötigen wir Pressevielfalt. Haben wir nicht, also ist es sowieso besser einer entscheidet, als die Gemeinschaft eines blöden manipulierten Volkes

    • florianegger

      auch die Grünen werden gehört, daß der Alto Adige zum Verkauf steht. Sie hätten nur Kaufen müssen und die riesigen Beiträge und Werbeaufträge des Landes abholen brauchen. Alles andere ist kleinkarierter Futterneid.

    • martinsenoner

      Ich wäre auf jeden Fall dafür, dass diese Operation auf eine Verletzung des Wettbewerbsrechtes untersucht werden soll, auch wenn Ebner behauptet, dass die Rechtslage bei Zeitungen anders ist, als bei Energiekonzernen!

    • perikles

      Die Macht der Medien kommt von ihrer Verbreitung. Und wenn die Dolomiten so viel öfter gekauft wird als andere Zeitungen im Land werden die Ebner schon was richtig machen. Um ein wenig aufzuholen, könnte die Tageszeitung ja auch verstärkt in das Geschäft mit den Todesanzeigen einsteigen, für viele Leser einer der wichtigsten Teile der Dolomiten ( und wohl auch einer der rentablsten). Aus Gründen der Pietät halt nicht gerade auf Seite 5, wenn die Seite 4 von den Damen mit dem ganz persönlichen Service besetzt wird.

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