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Gestrichener Rabatt

Elektro autoDie Landesenergiegesellschaft SEL lockte mit einem großzügigen Preisnachlass für Besitzer von Elektroautos. Nach der Fusion mit den Etschwerken wurde das Angebot jedoch gestrichen. Weil es keinen Wettbewerb um Kunden mehr gibt? Die Hintergründe.

von Heinrich Schwarz

Zehn Prozent Preisnachlass auf die gesamten Energiekosten und 15 Prozent Preisnachlass zusätzlich auf den reinen Energiepreis für den Stromverbrauch in den Nachtstunden, an Wochenenden und an Feiertagen: Mit diesem Angebot lockte die Landesenergiegesellschaft SEL bis Ende 2015 zahlreiche Südtiroler an. Das Angebot „MobilityPlus“ war für all jene reserviert, die ein Elektroauto besitzen. Die SEL wollte damit einen Beitrag für die umweltfreundliche Mobilität leisten.

Seit sich die SEL jedoch zu Jahresbeginn mit dem Konkurrenten Etschwerke zusammengeschlossen hat, gibt es für neue Elektroauto-Besitzer keinen Preisnachlass mehr. Die heutige Alperia hat das Angebot der SEL nicht übernommen, wobei die bereits abgeschlossenen Verträge natürlich weiterhin Gültigkeit haben.

Für einen Kleinunternehmer aus dem Bezirk Bozen, der nicht namentlich genannt werden will, hat dieser Umstand für eine ärgerliche Situation gesorgt: Ende 2015, als er ein Elektroauto kaufte, hat er einen „MobilityPlus“-Vertrag mit SELTRADE abgeschlossen (der Vertragsentwurf liegt der TAGESZEITUNG vor) und kam deshalb in den Genuss des großzügigen Preisnachlasses. Heuer ist der Kleinunternehmer allerdings umgezogen – und hat bei Alperia vergeblich um die Weiterführung des Vertrages angefragt.

Kaum gibt es zwischen SEL und Etschwerke keinen Wettbewerb um die Südtiroler Kunden mehr, streicht man die vorteilhaften Angebote?

DIE RECHTFERTIGUNG VON ALPERIA LESEN SIE IN DER MITTWOCH-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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