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    Ebners Coup

    ebner alto adigeNun ist die offizielle Bestätigung da: Athesia hat die Tageszeitung „Alto Adige“ übernommen.

    Nun ist das eingetreten, was die TAGESZEITUNG am Dienstag enthüllt hat:

    Der Athesia-Konzern übernimmt 71 Prozent der Anteile an der SETA AG – der Herausgebergesellschaft der Tageszeitungen „Alto Adige“ und „Trentino“.

    Athesia-Chef Michl Ebner hatte die Exklusivmeldung der TAGESZEITUNG am Dienstag gegenüber Rai Südtirol noch als „Vermutung“ abgetan.

    Interessant ist, wie Athesia nun diese Übernahme erklärt:

    Man habe gemeinsame Wurzeln!

    Das ist die offizielle Aussendung der Athesia AG, die am Mittwoch kurz vor 17.00 Uhr an die Medien ging:

    „Die Athesia AG hat 71% der S.E.T.A. Spa, Herausgeberin der Tageszeitungen „Alto Adige“ und „Trentino“, gekauft. Die Verträge mit der Finegil Editoriale Spa sind unterzeichnet und die jeweiligen Gremien haben ihr grünes Licht gegeben.

    imageDie von Athesia und S.E.T.A. herausgegebenen Tageszeitungen „Dolomiten“ und „Alto Adige“ sind aus dem antifaschistischen und antinationalsozialistischen Widerstand nach dem 2. Weltkrieg im Mai bzw. Juni 1945 durch Lizenz der Alliierten entstanden und haben damit gemeinsame Wurzeln.

    Die Athesia freut sich, dass die Traditionszeitungen „Alto Adige“ und „Trentino“ nun zu 71% Teil der Athesia Gruppe geworden sind.

    Die Athesia respektiert die autonomiefreundliche Ausrichtung des „Alto Adige“ und des „Trentino“ und wünscht sich, dass diese fortgesetzt wird.

    Die Athesia AG wird auch dafür Sorge tragen, dass die Entscheidungsgremien bei der S.E.T.A. eine Kontinuität mit der jüngsten Vergangenheit beibehalten, was dem Unternehmen und den beiden Zeitungstiteln Stabilität geben soll.

    Die Athesia gibt bereits seit vielen Jahren eine Vielzahl an Büchern und periodisch erscheinenden Zeitungen in italienischer Sprache heraus.

    Neben den traditionellen Tätigkeitsgebieten in Südtirol und Nordtirol hat die Athesia Gruppe mittlerweile Tätigkeiten und Niederlassungen in Trient, Mailand, Triest, Catania sowie jeweils mehrere im Veneto, in der Emilia Romagna und in Apulien.“

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    Kommentare (5)

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    • prof

      Beim heutigen (Donnerstag) Morgengespräch von Rai-Südtirol mit Herrn Ebner klang seine ( vermeintliche) gütige Stimme wohl eher die eines hohen Würdenträgers,also fast päpstlich.
      Nachdem sich Herr Ebner wegen seiner politischen Vergangenheit in Rom bestens auskennt,könnte er wohl bei der nächsten Papstwahl ( hoffentlich noch lange nicht) für das Amt des Papstes kandidieren.

    • politikverdrossener

      Deutsche lesen Dolomiten. Italiener den Alto Adige.Wo bleibt da in Zukunft die Auseinandersetzung wenn beide das selbe lesen?

    • saustall_kritiker

      Ich frage mich, wer von denen, die einen PC oder ein Handy haben, noch eine „papierene“ Zeitung lesen oder gar kaufen. Allenfalls noch ältere Leute bzw. Bar/Kneipenbesucher; und letztere, wenn sie sich dazu Zeit nehmen, lesen eh nur die Zeitung, die in der Bar aufliegt. Also wird wohl die Zukunft jene sein, dass Ebner seine Zeitungen vorwiegend nur mehr an Bars/Kneipen/Gasthäuser bzw. Altersheime verkaufen wird. Da sich aber immer mehr Leute die Informationen eh aus Handy/PC/Internet holen, ist der Ebner-Kauf, der direkt mit den Berlusconi-Zuständen in Gesamt-Italien zu vergleichen ist, weniger wirkungsvoll, da sich dank Internet auch Herausgeber mit weniger Geld und ohne Druckerei eine Internet-Zeitung leisten können. Die fortschreitende Technik also als demokratischer „Regulator“. Es gibt in Südtirol dazu schon gute Ansätze.

    • checker

      Wo bleibt der Aufschrei der Bevölkerung? Man hört nichts, absolut nichts. Dies zeigt wieder einmal mehr, was der Südtiroler (nur er?) wirklich ist: Eine unterwürfige Systemhure, der den Grosskopfigen das Hinterteil leckt und glaubt wenn er über den Flughafen abstimmt, dass er ein Demokrat sei. Er hat keine eigene Meinung, ausser die die in der Zeitung steht.
      Für die Italiener in Südtirol bedeutet dies: Sie sind gerade übernommen worden, denn es wird keine Stimme mehr für sie geben. Nicht, dass der Alto Adige jemals extrem italienerfreundlich gewesen wäre, aber jetzt ist es „over“.
      Freistaat, Eigenständigkeit? Vergesst es einfach. Ihr werdet nie eigenständig sein, solange ihr zulässt dass ihr beherrscht werdet. Ihr seid nur aufmüpfig, weil euer „Chef“ im Landhaus nicht mit der Faust auf den Tisch haut.
      Ich bin sowieso der Meinung: Der Mensch will geführt werden, denn Eigenständigkeit ist anstrengend.
      Viel Spass mit euren neuen alten Herrschern.

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