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    Schael in Sterzing

    imageDer Generaldirektor des Sanitätsbetriebes, Thomas Schael, hat am Donnerstag an einer Primarssitzung in Brixen teilgenommen – und das Krankenhaus Sterzing besucht.

    Der Südtiroler Sanitätsbetrieb befindet sich im Umbruch. „Der intensive Austausch mit den Verantwortlichen der Gesundheitsbezirke und der einzelnen Abteilungen und Dienste ist demnach ein Gebot der Stunde“, heißt es in einer Presseaussendung.

    Generaldirektor Thomas Schael besuchte am Donnerstag den Gesundheitsbezirk Brixen. Er nahm an der Chefarztsitzung in Brixen teil und nutzte die Gelegenheit für eine Stippvisite im Krankenhaus Sterzing.

    Es war eine Primarsitzung im Krankenhaus Brixen, in der streckenweise die Tagesordnung beiseitegelegt wurde. Generaldirektor Thomas Schael war gekommen, um zu sehen, wo der Schuh drückt. Bezirksdirektor Walter Amhof und die Primare brachten deshalb auch die unterschiedlichsten Themen und Anliegen zur Sprache: Ärztemangel, Entwicklung des Krankenhaus-Informationssystems, die landesweite Vormerkzentrale, die „Übernahme“ der Geburten in Sterzung durch das Krankenhaus Brixen, die Umsetzung des Konzeptes „Ein Krankenhaus – zwei Standorte“ – die Liste der behandelten Themen war lang.

    „Für Schael war es wichtig – in Brixen wie in Sterzing – zu betonen, dass der Betrieb voll und ganz hinter allen sieben Spitälern des Landes steht“, so der Sanitätsbetrieb. Schael sagt: „Angesichts des nach wie vor drängenden Problems des Fachärzte-Mangels müssen wir aber noch intensiver an der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen arbeiten.“ Auch Bezirksdirektor Walter Amhof blies in dasselbe Horn: „Wenn es gelingt, freie Valenzen in einem Krankenhaus dem anderen zur Verfügung zu stellen, so wird das System als Ganzes optimiert. Auch gilt es, in Absprache mit den Verantwortlichen der Abteilungen und Dienste noch genauer festzulegen, wo welche Leistungen erbracht werden.“

    imageFür die nächsten Jahre zielt Generaldirektor Thomas Schael zudem darauf, in eine Mehrjahresplanung zu gelangen. Jeder größere Betrieb habe lang-, mittel- und kurzfristige Ziele. Dadurch solle mehr Ruhe ins System kommen und die tägliche Unsicherheit, die derzeit stark auf die Motivationslage aller drückt, reduziert werden. Auch die Personalpolitik des Betriebes soll stärker auf Kontinuität und Stabilität ausgerichtet werden: „Wenn wir Ärzte und Pflegepersonal suchen, so zielen wir prioritär darauf, festangestellte Mitarbeiter zu finden. Diese identifizieren sich stärker mit der Abteilung, in der sie arbeiten, und verlegen eher den Lebensmittelpunkt in die Nähe des Arbeitsplatzes. Was nicht heißen soll, dass wir all jene, die über einen zeitlich begrenzten Vertrag für uns arbeiten, nicht wertschätzen.“

    Thema waren auch der Abbau der Vormerkzeiten, die stark abhängig von der Personaldeckelung sind. Gesucht werden Ärzte insbesondere auch für jene Fachbereiche, wo es lange Vormerkzeiten gibt. Die Verantwortlichen der Abteilungen und Dienste wurden zudem aufgefordert, eine detaillierte Leistungsplanung für 2017 zu erstellen und bereits jetzt die „Gewichtungen“ zwischen stationärer Tätigkeit, Operationen, Notfallversorgung und ambulanter Betreuung vorzunehmen. Durch den gezielten Einsatz der Neuanstellungen soll es gelingen, Bereiche mit besonders langen Wartezeiten zu entlasten.

    „One-to-one“ war dagegen das Motto im Krankenhaus Sterzing. Trotz „Überraschungsbesuch“ fanden der Ärztliche Direktor Franz Ploner und die einzelnen Primare und Verantwortlichen jeweils einige Minuten Zeit, um sich mit dem Chef des Sanitätsbetriebes einzeln auszutauschen.

    Schael betonte, dass er gekommen war, um zuzuhören und dass er sich einen Eindruck über den aktuellen Stand der Dinge und Diskussionen verschaffen wolle. Die Gespräche verliefen in konstruktiver Atmosphäre, heißt es vom Betrieb. Für den Sanitätsbetrieb seidas Krankenhaus Sterzing unverzichtbar für die gesundheitliche „Nahversorgung“ im oberen Wipptal. Indem künftig immer mehr auf standortübergreifende Ärzte- und Pflegeteams gesetzt wird, soll auch der Personalmangel in den kleineren Spitälern des Landes abgefedert werden.

    Thomas Schael bedankte sich im Rahmen der Gespräche auch bei allen Verantwortlichen im Gesundheitsbezirk Brixen für ihren täglichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung.

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