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Sigmunds „Etappensieg“

sigmund dokumentEr war der große Ankläger im Kaufleute-Aktiv-Skandal – und wurde am Ende selbst angeklagt. Nun ist Thomas Sigmund am Landesgericht vorzeitig vom Vorwurf des Beitragsbetrugs freigesprochen worden.

von Thomas Vikoler

Seine Wohnung in Meran ist mittlerweile versteigert worden (er hat die Maßnahme selbstredend angefochten), und auch sonst hat Thomas Sigmund der Skandal um den Meraner Verein Kaufleute Aktiv ziemlich zugesetzt.

Am Montag aber konnte er aber einen „wichtigen Etappensieg“, wie er es selbst nennt, bekanntgeben:

Einzelrichter Ivan Perathoner sprach Sigmund in einem Hauptverfahren vorzeitig vom Vorwurf des Beitragsbetrugs frei – mit der Formel „weil keine Straftat vorliegt“. Er nahm einen, von Verteidiger Marco Ferretti in der vorangegangenen Verhandlung eingebrachten Antrag auf Einstellung des Verfahrens an. Ohne Diskussion, ohne Plädoyers, was selbst Staatsanwalt Axel Bisignano verwunderte.

Zur Erinnerung:

Thomas Sigmund hatte den Fall Kaufleute Aktiv ins Rollen gebracht, indem er – nach seiner Rückkehr aus Tschechien, wo er zeitweise im Gefängnis saß – der Staatsanwaltschaft einen USB-Stick mit Daten über finanzielle Unregelmäßigkeiten beim Meraner Kaufleuteverein übergab. Sigmund war zuvor für diesen Koordinator des Meraner Weihnachtsmarktes und war deshalb gut dokumentiert.

Was er am Ende nicht erwartete:

Die Staatsanwaltschaft erhob nicht nur gegen mehrere Vorstandsmitglieder Anklage wegen Beitragsbetrugs, sondern auch gegen ihn, Sigmund, selbst.

 

LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

  • Was für den Freispruch ausschlaggebend war
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