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    Einbrecher im Wohnzimmer

    Einbruch InnerhoferDer ehemalige Lananer SVP-Gemeinderat, Philatelist und Heimatschützer Albert Innerhofer hat zwei Einbrecher auf frischer Tat in seiner Wohnung ertappt. Gegenüber der TAGESZEITUNG schildert er, was passiert ist.

    von Karin Gamper

    Der Vorfall, den Albert Innerhofer wohl nicht mehr so schnell vergessen wird, liegt nun schon einige Tage zurück. Dennoch sitzt der Schrecken dem Lananer noch tief in den Knochen: „Das war keine besonders schöne Erfahrung“, sagt der ehemalige SVP-Gemeinderat, Philatelist und Heimatschützer.

    Albert Innerhofer hat – als er Mitte vergangener Woche mittags nach Hause kam – zwei Fremde in seiner Wohnung angetroffen. Anstatt zu fliehen und die Polizei zu rufen, wollte Innerhofer die beiden Männer zur Rede stellen. Eine Entscheidung, die ein böses Ende hätte nehmen können.

    Gegenüber der TAGESZEITUNG schildert Albert Innerhofer, was sich an jenem Tag in seiner Wohnung in Niederlana zugetragen hat:

    „Ich kam um die Mittagszeit nach Hause und sperrte die Eingangstür auf. Da bemerkte ich, dass Licht im Wohnzimmer brannte. Sofort schrillten sämtliche Alarmglocken in meinem Kopf. Ich war mir nämlich ganz sicher, dass ich das Licht ausgemacht hatte, als ich fortging. Da sah ich auch schon einen fremden Mann durch das Wohnzimmer huschen.

    Ich ging hin, gestikulierte und schrie ihn an, was er dort mache und dass er verschwinden solle. Der Mann flüchtete daraufhin aus dem Fenster über eine drei Meter hohe Mauer in den Garten der Nachbarin und anschließend auf die Straße.

    Als ich zur Haustür ging, um die Polizei zu rufen, bemerkte ich einen zweiten Mann, der vom oberen Stockwerk die Stiege herunterkam. Ich war total überrascht. Der Mann war sehr kräftig und groß, mindestens 1,85 Meter. Ich schrie ihn wiederum an, doch er machte keine Anstalten zu flüchten. Es kam zu einem Handgemenge, ich habe versucht, ihn mit einem Kleiderbügel in die Flucht zu schlagen.

    Doch er machte keine Anstalten aufzugeben. Also rannte ich in das Wohnzimmer, schloss mich dort ein und kletterte aus dem Fenster. Ich lief zur Nachbarin und verständigte die Carabinieri, die auch sofort eintrafen, allerdings war auch dieser zweite Einbrecher bis dahin schon über alle Berge“.

    Die beiden Einbrecher haben sämtliche Kommoden durchwühlt, aber nichts gestohlen. Wie Albert Innerhofer im Zuge des Gefechts feststellte, handelte es sich bei den zwei Männern um Osteuropäer, Polen vermutlich, die bereits andernorts im Burggrafenamt gesichtet wurden.

    Albert Innerhofer erzählt seine Geschichte auch deshalb, weil er die Bürger zu Wachsamkeit anhalten möchte: „Es ist wichtig, dass man suspekte Beobachtungen den Ordnungshütern mitteilt“.

    Er selbst würde im Nachhinein nicht mehr selbst die Initiative ergreifen: „Ich habe instinktiv gehandelt, aber wahrscheinlich wäre es besser gewesen, sofort zu fliehen und die Carabinieri zu holen“. Denn wenn einer der Einbrecher bewaffnet gewesen wäre, so Albert Innerhofer, dann hätte die ganze Geschichte vielleicht auch weniger glimpflich ausgehen können.

     

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