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Die Verzögerungen

Bildschirmfoto 2016-09-20 um 14.39.53Die Landesregierung hat beschlossen, 4,7 Millionen zu investieren, um die Abteilungen Notaufnahme, Intensivstation und die Poliambulatorien der neuen Bozner Klinik schneller in Betrieb nehmen zu können.

Die Landesregierung hat beschlossen, 4,7 Millionen zu investieren, um die Abteilungen Notaufnahme, Intensivstation und die Poliambulatorien der neuen Klinik vorab, nämlich 2018/2019, in Betrieb zu nehmen, bevor das Infrastrukturnetz bereit steht.

Bei dem Bau der neuen Klinik handelt es sich um das größte Bauprojekt Südtirols mit einem Wert von 610 Millionen Euro.

Der Plan der Bauarbeiten der neuen Klinik des Krankenhauses Bozen war im Frühjahr dieses Jahres überarbeitet worden, um entstandene Verzögerungen zu berücksichtigen. Diese sind in erster Linie auf den Konkurs der zuständigen Baufirma zurückzuführen. Der aktuelle Plan sieht den Abschluss der Bauarbeiten für Ende 2018 vor.

Viel empfindlichere Verzögerungen bestehen hingegen im Zusammenhang mit dem Bau der Vorsorgungseinrichtungen, die für Strom, Wasser, Abwasser sowie für die Fernwärme sorgen, die von der Restmüllverwertungsanlage kommen wird.

Eine Delegation besichtigt die Baustelle der neuen Klinik.

Eine Delegation besichtigt die Baustelle der neuen Klinik.

Diese Verzögerungen, die vor allem von Problemen normativer Natur verursacht sind, würden die Inbetriebnahme der neuen Klinik unter Umständen bis 2021 verzögern.

Das gesamte Bauwerk, das dringend benötigt wird, stünde in diesem Falle zweieinhalb Jahre leer.

So würde die neu gebaute Struktur nicht nur an Wert verlieren, beispielweise Garantien verfallen; es würde vor allem der Sanitätsbetrieb zu lange auf die wichtigen Abteilungen wie die Notaufnahme und die Poliambulatorien warten müssen, die längst zu klein sind.

Bildschirmfoto 2016-09-20 um 14.40.27Um mögliche Lösungen für das Problem ausfindig zu machen, hat das Amt für Sanitätsbauten eine Machbarkeitsstudie ausarbeiten lassen, die Für und Wider einer vorzeitigen Inbetriebnahme analysiert – bevor also die definitiven Infrastrukturen bereit stehen. Die Landesregierung hat am Dienstag auf Empfehlung von Bautenlandesrat Christian Tommasini beschlossen, die Mehrkosten für provisorische Anschlüsse im Wert von 4,7 Millionen Euro zu genehmigen.

„Damit werden Teile des zweiten Bauloses, zu denen die Versorgungseinrichtungen zählen, vorgezogen“, sagt Landeshauptmann Arno Kompatscher.

„Es handelt sich um eine wichtige Maßnahme. Es geht schließlich darum, die Erweiterung und Erneuerung des Krankenhauses Bozen zu garantieren, ein Projekt von großer Bedeutung nicht nur für die Landeshauptstadt sondern für das ganze Land”, unterstreicht Tommasini.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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