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    Umzäunte Wiesn

    oktoberfest münchen KopieAm heutigen Samstag wird die 183. Ausgabe des Münchner Oktoberfestes eröffnet. Aufgrund der letzten schweren Gewalttaten in Bayern ist mit verschärften Kontrollen zu rechnen.

    Personenkontrollen, Rucksackverbot und mobile Zäune: Beim Besuch des Münchner Oktoberfestes muss man heuer mit verschärften Sicherheitsvorkehrungen rechnen. Zwar gebe es keine konkrete Gefährdungslage, betonen die bayrischen Sicherheitskräfte, dennoch will man aufgrund der letzten Gewalttaten Vorkehrungen treffen. In Bayern hatte es im Juli binnen kürzester Zeit drei schwere Gewalttaten gegeben. Ein 18-jähriger Schüler tötete bei einem Amoklauf in der Nähe des Olympia-Einkaufszentrums in München neun Menschen und sich selbst. Zuvor hatten es mutmaßlich islamistisch motivierte Anschläge in Würzburg und Ansbach gegeben. Zu Spitzenzeiten sollen daher auf dem Festgelände bis zu 600 Personen im Einsatz stehen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten.

    Neu sind neben einem mobilen Sicherheitszaun um das Wiesn-Gelände auch intensive Taschenkontrollen an den Eingängen und ein Rucksackverbot. Konkret ist alles, was mehr als drei Liter fasst, nicht mehr erlaubt.

    Um die Kontrollen und Arbeiten der bayrischen Kollegen zu unterstützen, werden auch heuer wieder Polizisten und Carabinieri aus Südtirol nach München reisen. „Die Staatspolizei wird mit fünf Personen und die Carabinieri werden mit zwei weiteren Beamten in München vertreten sein“, erklärt Quästor Luico Carluccio. Seit 2005 ist die Staatspolizei auf dem Oktoberfest präsent – heuer sind erstmals auch zwei Carabinieri vor Ort. „Die Polizeibeamten sind auf dem Oktoberfest nicht nur in Uniform und bewaffnet unterwegs, vielmehr hat jeder einzelne von ihnen auch alle Befugnisse eines Münchner Polizeibeamten“, erklärt der Quästor. Gerade aufgrund der hohen Besucherzahlen aus Italien sei diese Zusammenarbeit sehr wertvoll. „Sollten Italiener in Auseinandersetzungen verwickelt oder zu Opfern von Gewaltakten oder Diebstählen werden, können die Polizeibeamten auch aus sprachlicher Sicht weiterhelfen“, so Carluccio.

    Die Wiesnkarte

    Die Wiesnkarte

    Das Oktoberfest beginnt am heutigen 17. September und dauert bis zum 3. Oktober. Jedes Jahr zieht das bekannteste Volksfest Deutschlands rund sechs Millionen Besucher an.

    Dass die Besuche aufgrund der aktuellen Sicherheitslage oder aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen zurückgehen könnten, daran glauben die Veranstalter nicht – auch wenn die Buchungslage derzeit nicht so rosig wie andere Jahre aussieht. „Die Sicherheitsexperten der Stadt München haben vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse für die Wiesn 2016 das Konzept neu bewertet und erarbeitet“, so der Quästor.

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