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    Elenas Kampagne

    Elenas Kampagne

    Große Ehre für das A-Team: Die Abgeordnete Elena Artioli wird neue Autonomie-Botschafterin von Südtirol.

    von Matthias Kofler

    Wie die TAGESZEITUNG berichtete, fordert Elena Artioli in einem Beschlussantrag eine Kampagne für die Bewerbung der Südtiroler Sonderautonomie. Der Landtag möge die Landesregierung auffordern, ein Konzept zur Vorstellung unserer Autonomie zu entwickeln sowie eine Informationsplattform zu gestalten, die sich mehrerer Kommunikationskanäle, einschließlich der neuen sozialen Netzwerke, Internet, Videos aber auch Printmedien bedient. Der Antrag wurde am Donnerstag mit 31 Jastimmen, einer Neinstimme bei einer Enthaltung vom Landtag angenommen.

    Große Freude bei Elena Artioli: „Was unserer Autonomie heute fehlt, sind Maßnahmen, welche die wahren Gründe unseres Wohlstandes vermitteln und jenen die Augen öffnen, die behaupten, dass unser System auf Privilegien baut“, meint die Abgeordnete des A-Teams. Alle, Bürger wie Politik, sollten zu „Botschaftern des Landes“ werden und anderen erklären, dass dieser Erfolg nicht auf Privilegien beruhe, sondern auf Einsatz und System, und dass unsere Autonomie ein Mehrwert für ganz Italien sei.
 Vor allem müsse man den Italienern beibringen, dass Südtirol ihnen nicht Geld abnehme, so Artioli.

    Sven Knoll (Süd-Tiroler Freiheit) erklärte seine volle Zustimmung zum Antrag. Man müsse den Italienern klar machen, wie Südtirol zu diesem Staat gekommen sei, dass die Autonomie und ihre Finanzierung der Preis für die verweigerte Selbstbestimmung sei. In manchen Fernsehsendungen würden reine Absurditäten über unser Land verbreitet. Kritisch äußerte sich Alessandro Urzì (L’Alto Adige nel cuore), es bestehe die Gefahr der einseitigen Information, wenn sie von der Landesregierung komme. Hier sei man wieder beim faschistischen MinCulPop, dem Ministerium für Volkskultur. Es gebe die Rhetorik der Autonomie, die Verdienstmedaillen der Autonomie, die Mythen der Autonomie usw. Eine Selbstkritik vermisse er hingegen.

    Die Haltung in Italien zu den Sonderautonomien habe durchaus mit Unkenntnis zu tun, bestätigte LH Arno Kompatscher. Die ständigen Angriffe auf die Autonomie täten dieser nicht gut. Es sei aber nicht so, dass man bisher bei der Information untätig gewesen sei. Man habe auch eine Broschüre für die Gastwirte erstellt, aber das sei noch zu wenig. Auch die SMG, jetzt IDM, habe sich mit der Aufgabe beschäftigt und man wolle nun die Autonomie als besonders interessanten Aspekt dieses Landes bewerben. Es gebe auch die Idee, in Franzensfeste ein Autonomiemuseum einzurichten. Er könne dem Antrag zustimmen, aber man dürfe sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Erfolg sich nicht sofort einstellen werde. Manchmal werde die Autonomie, auch von staatlicher Ebene, absichtlich angeschwärzt.

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