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    „Das ist nicht zu schaffen“

    „Das ist nicht zu schaffen“

    Nach dem Rücktritt von Andreas Mariner als Präsident des HC Pustertal: Ein Gespräch über die Herausforderungen im Ehrenamt, über Job und Familie und über die Zukunft des Vereins.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Mariner, Ihr Rücktritt als HCP-Präsident scheint für viele überraschend zu kommen. Warum?

    Andreas Mariner: Mein Rücktritt mag für viele Außenstehende unerwartet kommen, weil ich bis zuletzt versucht habe, stets vollen Einsatz zu zeigen. In Wahrheit aber hat sich der Rückzug schon länger abgezeichnet. Beruflich stehen bei mir einige Änderungen ins Haus, die von mir mehr Aufmerksamkeit und Präsenz im eigenen Betrieb verlangen. Und auch die Familie soll nicht zu kurz kommen, schließlich habe ich zwei kleine Kinder zu Hause.

    Torjubel bei den Wölfen: Jubelt man nächste Saison in der EBEL?  (Foto: Fisg.it)

    Torjubel bei den Wölfen (Foto: Fisg.it)

    Ist das Amt des Präsidenten beim HC Pustertal so etwas wie ein Vollzeit-Job?

    Für mich ist diese Aufgabe zeitlich nicht länger zu schaffen, das ist völlig klar. Auf der einen Seite ist das Amt zu 100 Prozent Ehrenamt, aber auf der anderen Seite ist man 24 Stunden am Tag ständig damit konfrontiert: Telefonate, Sitzungen, Laufereien. Die Anforderungen an dieses Amt sind in den letzten Monaten und Jahren sicherlich gewachsen. Für mich ist der Zeitpunkt gekommen, einen Schlussstrich zu ziehen, weil ich alle Anforderungen zeitlich und organisatorisch nicht länger unter einen Hut bekomme.

    Sie beklagen auch, dass manches Mal der nötige Rückhalt fehlte…

    Sobald es brenzlig wird, muss immer der Präsident den Kopf hinhalten. Das ist nicht immer ganz leicht. Ich bin außerdem nicht der Präsident der Großsponsoren, der ein großes Netzwerk und großen Einfluss hat. Es ist eher umgekehrt: Ich habe bei möglichen Großsponsoren selbst Schwierigkeiten, einen Termin zu bekommen.

    Für 17. Oktober ist eine Gesellschafterversammlung anberaumt. Wäre Ihre Amtszeit da nicht ohnehin ausgelaufen?

    Die reguläre Amtszeit wäre erst im Herbst 2017, also nach drei Jahren, ausgelaufen. Ich wollte auch nicht bis zur Gesellschafterversammlung am 17. Oktober diesen Jahres warten, weil dieser Termin mitten in die Saison fällt. Außerdem hat der Verein so jetzt Zeit, sich auf die Suche nach einem neuen Präsidenten zu machen und sich entsprechend auf die Gesellschafterversammlung vorzubereiten.

    LESEN SIE IN DER HEUTIGEN PRINT-AUSGABE: 

    *Wie es um den HC Pustertal steht

    *Warum ein Ehrenamtlicher nicht mehr HCP-Präsidnet sein kann

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