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    Beben fordert 247 Tote

    Ein Bild der Verwüstung (Foto: Rieti Life)

    Ein Bild der Verwüstung (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Ein schweres Erdbeben in der zentralitalienischen Provinz Rieti nordöstlich von Rom hat in der Nacht auf Mittwoch möglicherweise 247 Todesopfer gefordert.

    +++ UPDATE Donnerstag 06:00 UHR +++

    Die Zahl der Opfer des Bebens ist in den vergangenen Stunden gestiegen:

    Nun geht der Zivilschutz von mindestens 247 Toten aus. 400 Menschen wurden verletzt.

    In der Nacht gab es 60 zum Teil schwere Nachbeben.

    Für die Überlebenden wurden Zeltstädte errichtet und Sporthallen in Schlafstätten umfunktioniert. Viele Menschen haben allerdings die Nacht im Freien verbringen wollen.

    Die römische Regierung wird am Donnerstag 234 Millionen Euro an Soforthilfe freigeben.

    Die Hundeführer aus Südtirol sind am frühen Donnerstagmorgen im Erdbebengbiet eingetroffen.

    +++ UPDATE 21:33 UHR +++

    Um 17.00 Uhr hat Treffen zwischen Mitarbeitern der Agentur für Bevölkerungsschutz, der Berufsfeuerwehr Bozen, dem Landesfeuerwehrverband und den Freiwilligenorganisationen wie Berg- und Höhlenrettung, GOER, Weißes und Rotes Kreuz stattgefunden, um alle über die Lage im Erdbebengebiet in Mittelitalien zu informieren.

    erdbeben-italien06Das Team des Hilfszugs, 21 Personen, steht bereit, auf Anfrage des Nationalen Zivilschutzes unter der Führung von Andreas Simmerle ins Erdbebengebiet zu starten.

    Der Hilfszug soll vor Ort rund 250 Personen Unterkunft, medizinische Versorgung und Verpflegung bieten. Dazu müssen über 20 Zelte, Feldbetten, Decken, Feldküche, Toiletten, Stromkabel und vieles mehr mit LKWs ins Erdbebengebiet transportiert werden.

    AußerdemmhatndimAgentur für Bevölkerungsschutz 13 Südtiroler Hundeführer getroffen,  die sich dazu bereit erklärt haben, nach Mittelitalien aufzubrechen, um vor Ort Hilfe zu leisten.

    +++ UPDATE 18:50 UHR +++

    Dem Beben könnten 120 Menschen zum Opfer gefallen sein. 368 Personen wurden verletzt.

    Diese erschütternden Zahlen  nannte am Abend Matteo Renzo. Der Ministerpräsident sprach von „120 vite spezzate“. In Amatrice und in den anderen betroffenen und zerstörten Ortschaften spielen sich dramatische Szenen ab.

    In Amatrice wird nach einem Kleinkind gesucht, von dem Hilfeschreie aus den Trümmern zu hören waren. In Arquata konnten die Retter zwei Kinder, 4 und 7 Jahre alt, lebend aus den Trümmern retten.

    Leider sind aber viele Kinder unter den Todesopfern.

    +++ UPDATE 16:50 UHR +++

    Renzo Caramaschi

    Renzo Caramaschi

    Die Gemeinde Bozen teilt in einer Aussendung mit, dass der für Donnerstag geplante feierliche Empfang der zweifachen Olympia-Medaillengewinnern Tania Cagnotto auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden ist.

    „Im Lichte der Ereignisse in Mittelitalien ist uns nicht zum Feiern zumute“, erklärte Bürgermeister Renzo Caramaschi.

    Die Stadtregierung habe entschieden, den Empfang zu verschieben. Neues Datum steht noch keines fest.

    +++ UPDATE 16:49 UHR +++

    Soeben wurden die neuesten Opferzahlen bekanntgegeben:

    Dem verheerenden Beben sind demnach mindestens 73 Menschen zum Opfer gefallen.

    Die Stadt Amatrice vor und nach dem Beben (Foto: Corriere della Sera)

    Die Stadt Amatrice vor und nach dem Beben (Foto: Corriere della Sera)

    Da noch Dutzende Menschen vermisst werden, gehen die Zivilschutz-Verantwortlichen inzwischen davon aus, dass das Beben in der Nacht auf Mittwoch über 100 Menschen das Leben gekostet haben könnte.

    Bereits im fernen Jahr 1639 gab es ein Erdbeben, bei dem die beiden Ortschaften Accumulo und Amatrice von einem Erdbeben heimgesucht wurden.

    Auch damals waren beiden Orte am schwersten betroffen. Und es gab auch damals zahlreiche Tote in beiden Gemeinden.

    Aufzeichnungen zum Erdbeben 1639 (Foto: Repubblica)

    Aufzeichnungen zum Erdbeben 1639 (Foto: Repubblica)

    +++ UPDATE 15:54 UHR +++

    Am Mittwochmorgen hat der Nationale Zivilschutz bei der Agentur für Bevölkerungsschutz in Südtirol angefragt, ob die Bereitschaft besteht, auf Anfrage einen Hilfszug sowie Trümmerhunde in das vom Erdbeben betroffene Gebiet zu entsenden.

    „Wir sind vorbereitet“, erklärt Rudolf Pollinger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz.

    Bildschirmfoto 2016-08-24 um 15.59.02„Ab dem Moment einer Anfrage können wir innerhalb von zwölf Stunden einen Hilfszug in das Erdbebengebiet schicken, der rund 250 Personen Unterkunft, medizinische Versorgung und Verpflegung bieten kann. Bei Bedarf stehen auch elf Einheiten Trümmerhunde zur Verfügung.

    Um 14.00 Uhr ist ein Erkundungstrupp, zusammengesetzt aus vier Mitarbeitern der Agentur für Bevölkerungsschutz, des Weißen Kreuzes und des Roten Kreuzes in das Erdbebengebiet gestartet, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen.

    Die Grüne Nummer des DPC (Dipartimento Protezione civile – Rom) für Informationen zum Erdbeben lautet 800.840.840.

    +++ UPDATE 15:17 UHR +++

    Die Opferzahl ist indes auf über 60 Tote angestiegen.

    Unter den Toten befinden sich zahlreiche Kinder, melden die italienischen Medien. „Die Opferzahl nimmt von Stunde zu Stunde zu“, sagte Infrastrukturenminister Graziano Del Rio.

    Laut der Nachrichtenagentur Ansa liege die Opferzahl derzeit bei 63.

    In die Spitäler von San Benedetto del Tronto und Ascoli sollen über 200 Verletzte eingliefert worden sein, davon mehrere Dutzend Schwerverletzte.

    Gegen 14.00 Uhr gab es ein weiteres Nachbeben der Stärke 4,7 auf der Richter-Skala.

    +++ UPDATE 12:42 UHR +++

    Die Südtiroler Caritas steht in ständigem Kontakt mit den diözesanen Caritas-Stellen in den betroffenen Gebieten.

    Der Einsatz der Rettungskräfte (Foto: Facebook)

    Der Einsatz der Rettungskräfte (Foto: Facebook)

    Für die Nothilfe, die sofort nach dem Beben angelaufen ist, hat sie 20.000 Euro zur Verfügung gestellt.

    Damit werden lebenswichtigen Güter an die Erdbebenopfer verteilt, die durch das Beben alles verloren haben. Zusätzlich werden derzeit Notunterkünfte für die obdachlos gewordenen Menschen organisiert, heißt es in einer Aussendung der Caritas.

    +++ UPDATE 12:o9 UHR +++

    Szenen der Verzweiflung (Foto: Rieti Life)

    Szenen der Verzweiflung (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Die Opferzahl ist wieder gestiegen:

    Das verheerende Beben in der Provinz Rieti forderte mindestens 38 Todesopfer. 10 Tote wurde in der Zone um Arquata geborgen, 28 in Accumuli und Amatrice.

    Unter den Opfer sind auch mehrere Kinder!

    Noch immer werden Dutzende Personen vermisst. Die Opferzahl dürfte somit weiter steigen.

    Die Schäden (Foto: Rieti Life)

    Die Schäden nach dem Beben (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Herzzerreißende Szenen spielten sich am Mittwochmorgen in Accumoli ab:

    In dieser Gemeinde ist eine Familie unter den Trümmern ums Leben gekommen:

    Vater, Mutter und die beiden Kinder, 8 Monate und 8 Jahre alt.

    Bildschirmfoto 2016-08-24 um 12.31.05Das Baby starb, als es aus den Trümmern geborgen wurde.

    Die Eltern hielten sich in den Armen, als sie tot geborgen wurden. Der Achtjährige wurde kurz darauf tot aus den Trümmern gezogen.

    +++ UPDATE 12:oo UHR +++

    Inzwischen wurde das Militär zur Hilfe gerufen.

    In Bozen wurde indes das Lagezentrum des Zivilschutzes eingerichtet.

    In Bozen langte bereits eine Anfrage über die Verfügbarkeit von Rettungsmannschaften ein.

    Der zerstört Ort Amatrice (Foto: Rieti Life)

    Der zerstörte Ort Amatrice (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Ein 25 Personen starker Hilfszug des Weißen Kreuzes könnte bereits in den nächsten Stunden ins Katastrophengebiet aufbrechen.

    LH Arno Kompatscher hat den betroffenen Menschen in der Provinz Rieti Hilfe zugesichert.

    Szenen der Verzweiflung (Foto: Rieti Life)

    Szenen der Verzweiflung (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Ministerpräsident Matteo Renzi hat rasche Hilfsmaßnahmen zugesichert, so dass die Menschen im Katastrophengebiet so bald wie möglich wieder zur Tagesordnung übergehen könnten.

    +++ UPDATE 11.39 UHR +++

    Bildschirmfoto 2016-08-24 um 11.32.13Die Zahl der Erdbebenopfer ist indes laut Nachrichtenagentur Ansa auf 37 gestiegen.

    Auf dieser Karte sieht man das Epizentrum und die vom Beben betroffene Region.

    Das Beben war sogar in Neapel zu spüren.

    +++ UPDATE 11.38 UHR +++

    Schock-Erlebnis auch für den Ex-Trainer des FC Südtirol:

    Trainer Giovanni Stroppa (Foto: Armin Huber)

    Giovanni Stroppa (Foto: Armin Huber)

    Giovanni Stroppa befindet sich mit seinem neuen Verein Foggia Calcio in Norcia im Trainingslager.

    Norcia ist 20 Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt. „Wir sind mit einem Schock davongekommen“, sagte Stroppa am Mittwochvormittag.

    Mit ihm in Norcia befindet sich auch sein Assistent, der Bozner Andrea Guerra.

    +++ UPDATE 11.24 UHR +++

    Papst Franziskus hat den vom Erdbebenbetroffenen Menschen sein tiefes Mitgefühl ausgesprochen.

    Die Ortschaft Amatrice (Foto: Rieti Life)

    Die Ortschaft Amatrice (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Er finde kaum Worte, seinen großen Schmerz auszudrücken, sagte er zu Beginn der wöchentlichen Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. „Den Bürgermeister von Amatrice sagen zu hören, dass der ganze Ort nicht mehr existiert, und zu wissen, dass unter den Opfern Kinder sind, hat mich sehr berührt“, so der Heilige Vater.

     

    Bild aus Amatrice (Foto: Rieti Life)

    Bild aus Amatrice (Foto: Rieti Life/Twitter)

    +++ UPDATE 10:30 UHR +++

    Die Opferzahl ist indes auf 23 gestiegen!

    Dutzende Personen werden noch vermisst. Immer wieder gelingt es den Rettungskräften, Überlebende aus den Trümmern zu bergen.

    Die Erde hat um 03.36 Uhr 142 Sekunden lang gebebt.

    Ein Nachbeben um 03.56 Uhr dauerte 60 Sekunden lang.

    In den darauf folgenden drei Stunden gab es weitere 39 Nachbeben zwischen Perugia,  Rieti, Norcia  e Castelsantangelo sul Nera.

    +++ UPDATE 09:42 UHR +++

    Nun gibt es die ersten VIDEOS aus der völlig zerstörten Ortschaft Amatrice (Quelle: Rieti Life/Facebook)

    Die Zahl der Opfer soll indes auf 15 angestiegen sein, berichten italienische Medien. Über 100 Personen werden vermisst.

    Aufgrund der Schäden an Straßen konnten noch nicht alle Dörfer erreicht werden.

    Luftaufnahme der Feuerwehr von Am

    Luftaufnahme der Feuerwehr von Amatrice

    Ministerpräsident Matteo Renzi hat indes die Menschen zum Blutspenden aufgerufen.

    DAS HABEN WIR BISLANG BERICHTET:

    Ein schweres Erdbeben hat in der Nacht auf Mittwoch Zentralitalien erschüttert.

    Bildschirmfoto 2016-08-24 um 07.22.53Der Erdstoß mit Zentrum in der Provinz Rieti war in der Nacht in den Regionen Latium, Umbrien, den Marken und bis in die Hauptstadt Rom zu spüren. Mehrere Nachbeben hielten die Region in der Nacht in Atem.

    Durch die Erdstöße sind ersten Meldungen zufolge mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.

    Der Bürgermeister der kleinen Gemeinde Accumoli in Rieti sagte, unter den Opern befinde sich eine Familie mit zwei kleinen Kindern, die von Trümmern verschüttet gewesen sei.

    Unter Berufung auf die Polizei berichtete der Sender von zwei weiteren Toten im Nachbarort Pescara del Tronto.

    Auch in der nur wenige Kilometer entfernten Gemeinde Amatrice sind Menschen unter Trümmern begraben.

    Die Bergung eines Überlebenden am Mittwochmorgen

    Die Bergung eines Überlebenden am Mittwochmorgen (Foto: RAI)

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa versuchen Helfer, sechs Menschen aus einem meterhohen Trümmerberg zu retten.

    Der Bürgermeister, Sergio Pirozzi, sagte RaiNews24, „die Hälfte der Stadt ist weg“.

    Das Städtchen Amatrice vor und nach dem Beben

    Das Städtchen Amatrice vor und nach dem Beben (Foto: RAI)

    Die Zugangsstraßen seien unpassierbar, der Strom sei ausgefallen. Er forderte Hilfe per Hubschrauber.

    Eingestürzte Häuser in Amatrice (Foto: Rieti Life)

    Eingestürzte Häuser in Amatrice (Foto: Rieti Life/Twitter)

    Der Chef des Zivilschutzes, Fabrizio Curcio, sprach von einem „schweren“ Beben, es sei vergleichbar mit dem in der Stadt L’Aquila im Jahr 2009. Damals kamen mehr als 300 Menschen ums Leben.

    Die tragischen Bilder aus der Provinz Rieti (Foto: Tgcom24)

    Die tragischen Bilder aus der Provinz Rieti (Foto: Tgcom24)

    Das Beben um etwa 03.30 Uhr hatte nach Angaben des Geophysischen Instituts Potsdam eine Stärke von 6,1 und lag in zehn Kilometern Tiefe.

    Die US-Erdbebenwarte USGS sprach von 6,2, das Zentrum liege südlich der Stadt Norcia.

    Die völlig zerstöre Ortschaft Amatrice (Foto: Rieti Life)

    Die völlig zerstöre Ortschaft Amatrice (Foto: Rieti Life)

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